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Finanzen und Steuern

Aufgaben

Eigenkapitalfinanzierung, Erarbeitung neuer marktorientierter Förderprogramme, Einflußnahme auf steuerliche Rahmenbedingungen u.a.

Mitglieder

Leiter:
Prof. Dr. Dirk Honold, BRAIN AG
Dr. Jan Schmidt-Brand, Heidelberg Pharma AG

Experten aus den Mitgliedsunternehmen:
Dr. Martin Bürmann, Rittershaus Rechtsanwälte Notar
Carsten Dehning, Develogen AG
Michael Deissner, Cytonet GmbH & Co. KG
Hubertus Ebbers, TECHNOPARK KAMEN GmbH
Dietmar Eglauer, PricewaterhouceCoopers AG
Volker Erb, BioTop Berlin-Brandenburg
Bernhard Erning, Morphosys AG
Ludwig Felber, VISCARDI AG
Dr. Florian Fischer, Affimed Therapeutics AG
Dr. Karsten Fischer, WestLB AG
Stefan Fischer, TVM Capital GmbH
Jochen Gatter, AnalytiCon Discovey GmbH
Norbert Hentschel, Miltenyi Biotec GmbH
Thomas Höger, Apogenix GmbH
Oliver Höppner, Biotectid GmbH
Bernhard Hofer, Paion AG
Dr. Thomas Klaue, MediGene AG
Jochen Kohlhaas, febit biotech GmbH
Dr. Mark Knüppel, Ernst & Young
Dave Lemus, MorphoSys AG
Antje Liebers, KPMG AG
Peter Llewellyn-Davies, Wilex AG
Peter Lüthgen, Inter-Taxation AG
Dr. Klaus Maleck, Evotec AG
Oliver A. Maschinsky, Fresenius Biotech GmbH
Dr. Henning Mennenöh, HOGAN & HARTSON RAUE L.L.P.
Ute Mercker, IBB Beteiligungsgesellschaft mbH
Christian Nafe, Scil Technology GmbH
Werner Pehlemann, Biofrontera AG
Markus Reinhard, Cellzome AG
Andreas Richter, Direvo Biotech AG
Sven Rüger, Protagen AG
Dr. Matthias Sauer, Eurofins Scientific GmbH
Oliver Schacht, epigenomics AG
Oliver Schlüter, Apogenix GmbH
Holger Schmoll, AiCuris GmbH & Co.KG
Enno Spillner, 4 SC AG
Michael Steinmetzer, KfW Bankengruppe
Jan Thyen, Evotec AG
Dr. Christian Tidona, Tidona Consulting GmbH & Co. KG
Oliver Twelsiek, PricewaterhouseCoopers AG
Michael Tysiak, Biobase GmbH
Cordula Uebbing, WestLB AG
Dr. Gertraud Unterrainer, ProBioGen AG
Christian von Volkmann, Jerini AG
Christian Wandersee, Vasopharm GmbH
Jens-Peter Wartmann, Idea AG
Peter Willinger, SYGNIS Pharma AG
Dr. Sylvia Wojczewski, BioSpring GmbH
Christian Wotjak, KPMG AG
Dr. Jörg Zätzsch, CMS Hasche-Sigle
Dr. Wolfgang Klein, CureVac GmbH
Stefan Meißner, Commerzbank AG
Stefanie Pypetz, Curacyte AG

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG)

Regierungsentwurf

Der Wirtschaftsverband der deutschen Biotechnologiebranche, der Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V. (BIO Deutschland), erkennt im vorliegenden Entwurf des Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG) einige positive Ansätze gegen die von der Bundesregierung zutreffend analysierten Wettbewerbsnachteile auf diesem Gebiet. Wichtige Anliegen von BIO Deutschland bleiben aber nach wie vor unberücksichtigt. Das aktuelle Gesetzesvorhaben verfehlt das Ziel und Deutschland fällt damit im Wettbewerb um attraktive Rah-menbedingungen für Forschung und Entwicklung weiter zurück. Mit dem Fortbleiben bzw. der Abwanderung von Wagniskapital aus Deutschland droht auch eine Verminderung der technologischen Leistungsfähigkeit und Innovationskraft.

BIO Deutschland findet das Angebot der Bundesregierung in der Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates, "das MoRAKG zwei Jahre nach seinem Inkrafttreten im Hinblick auf die mit dem Gesetz verfolgten Ziele zu evaluieren [...]" wertvoll. Nach Ansicht des Verbands besteht damit Hoffnung, dass das Gesetzesvorhaben wenigstens für einen Teil des innovativen Mittelstands schrittweise die schlimmen Folgen der Unternehmensteuerreform abwenden kann. Insbesondere, wenn folgende Verbesserungen realisiert werden:

  • Innovative Mittelständler müssen die Verlustvorträge aus Forschungsaufwendungen uneingeschränkt nutzen können
  • Die Mindeststückelung muss entfallen, um Privatanlegern die Streuung ihrer Wagnis-kapitalbeteiligungen zu ermöglichen
  • Veräußerungsgewinne müssen bei Investitionen in kleine innovative Firmen trotz Unternehmensteuerreform steuerfrei bleiben
  • Die Rahmenbedingungen für den innovativen Mittelstand müssen weiter schrittweise durch eine gezielte steuerliche Förderung von privatwirtschaftlicher Forschung verbessert werden

BIO Deutschland geht es bei den erforderlichen Änderungen nicht um die Schaffung von weiteren Ausnahmetatbeständen. Dies würde dem weiteren Ziel einer Steuervereinfachung entgegenstehen. Unabdingbar aber ist eine Ergänzung bzw. Weiterentwicklung des Steuerrechts, die für die Stärkung der Bundesrepublik Deutschland als international wettbewerbsfähiger Standort für Forschung und Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist.

Zu bedauern ist, dass bisher keines der Gesetzesvorhaben dieser Legislaturperiode den so dringend benötigten Einstieg in eine gezielte steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung leistet.

Die Sorgen des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) über Steuerausfälle durch verbesserte Rahmenbedingungen für innovative KMU in Deutschland sind unbegründet. Analysen aus Frankreich belegen, dass die Ausfälle der Einnahmen bereits nach Ablauf von zwei Jahren durch zusätzliche Einnahmen, Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen überkompensiert werden.

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Stellungnahme zur Unternehmenssteuerreform 2008

Aus Sicht des Wirtschaftsverbands der Biotechnologiebranche Deutschlands, Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V. (BIO Deutschland), stehen zahlreiche Regelungsvorschläge des Referentenentwurfs zur Unternehmensteuerreform 2008 der Schaffung wettbewerbstauglicher Rahmenbedingungen für einen innovativen Mittelstand sowie für Forschung und Entwicklung in Deutschland entgegen. Dies gilt sowohl für die Besteuerung der betreffenden Technologieunternehmen als auch ihrer Anteilseigner. Ohne weiteres kann nicht davon ausgegangen werden, dass das geplante Private Equity-Gesetz insoweit vollständig Abhilfe schafft.
Es ist zu befürchten, dass nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des innovativen Mittelstands Deutschlands verloren geht. Es könnten sich insgesamt Forschung und Entwicklung innovativer Produkte ins Ausland verlagern. Da Deutschland ein ressourcenarmes Land ist, riskiert es so seine Zukunft.

Der innovative Mittelstand investiert in Forschung und Entwicklung und schafft so hochwertige Arbeitsplätze. Die Biotechnologie ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen Deutschlands. Die Finanzierungssituation der deutschen Biotechnologie ist geprägt durch hohen und langfristigen Kapitalbedarf mit hohem Entwicklungsrisiko. Dieser wird vornehmlich aus Eigen- und Wagniskapital gedeckt. Es besteht existenzielle Bedrohung bei ausbleibender Folgefinanzierung.

Die BIO Deutschland fordert zur Verbesserung insbesondere der Eigenkapitalversorgung der Biotechnologieunternehmen darum unter anderem:

- Möglichkeiten der uneingeschränkten Nutzung von Verlusten in innovativen Unternehmen und aus Beteiligungen an innovativen Unternehmen

- Keine Abgeltungssteuer bei Kursgewinnen aus direkten oder indirekten Beteiligungen an innovativen Unternehmen

Darüber hinaus sollte umgehend die Implementierung einer gezielten steuerlichen Förderung von privater Forschung und Entwicklung schnellstmöglich angegangen werden. Die Erfolge, die z.B. in Großbritannien, Frankreich oder etwa Österreich mit einer solchen Steuerpolitik erreicht wurden, sind unbestritten.

Unternehmerische Risikobereitschaft darf nicht bestraft, sondern sollte begrüßt werden. Alle Parteien, die ein unternehmerisches Risiko insbesondere in einer Schlüsseltechnologie tragen, also Unternehmer und Unternehmerinnen, Mitarbeitende und Anleger sollten das in Deutschland klar spüren.

Es ist verfassungsrechtlich bedenklich, wenn Fremdkapital gegenüber Eigenkapital bevorzugt behandelt wird. Innovative Unternehmen sind noch stärker betroffen, da sie Kapitalanleger durch die Aussicht auf Kursgewinne und nicht auf Dividenden gewinnen. Gerade diese Kursgewinne werden am stärksten steuer¬lich zusätzlich belastet. Es ist zudem nicht zu begründen, warum langfristige Beteiligungen an Biotechnologiefirmen gegenüber Immobilienbeteiligungen schlechter gestellt werden sollen. Die BIO Deutschland macht detaillierte Vorschläge, wie der innovative Mittelstand in Deutschland fair und sinnvoll besteuert werden kann. Einige der Regelungsvorschläge stellen auf eine gesetzliche Definition von Technologieunternehmen ab.

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Positionspapier der Arbeitsgruppe "Finanzen & Steuern"

Rahmenbedingungen zur Förderung der Biotechnologie-Industrie in Deutschland

Die Biotechnologie ist für dieses Jahrhundert eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien und Innova-tionstreiber. Sie legt mit die Grundlage für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit Wachstumsraten von 15 bis 20 Prozent weltweit ist sie einer der größten Wachstumsmotoren sowohl für den Arbeits- als auch für den Kapitalmarkt. Innovative Biotech-Wirkstoffe machen schon heute 27 Prozent der weltweiten Medikamentenforschung und 10 Prozent der weltweiten Medikamentenumsät-ze aus.

Öffentliche Forschungsförderung wird in großer Vielfalt betrieben. Eine organisatorische Straffung und bürokratischen Vereinfachung wären jedoch wünschenswert. Positive Ansätze bieten ERP-Dachfonds und High-Tech-Gründerfonds. Die Öffentliche Förderung kann aber schon wegen der notwendigen Volumina nur die Grundlagenforschung, frühe Gründungsphase und ggf. Einzelprojekte erreichen.

Um die Branche nachhaltig zu stärken, muss ein über die Existenzgründung hinausgehender Kapital-fluss erleichtert werden. Der Markt kann durch gezielte Erleichterungen für Unternehmer und Investo-ren von Innen heraus an Stärke gewinnen. So könnten Subventionen zunehmend in Hintergrund tre-ten. Dabei gilt es, den besonderen Erfordernissen dieser jungen Branche gerecht zu werden. Innereu-ropäische Wettbewerbsnachteile müssen beseitigt werden, damit die Biotechnologie-Branche in Deutschland überleben und florieren kann. Das vorrangige Ziel muss daher sein, die Investitions- und Risikobereitschaft finanzkräftiger Investoren im In- und Ausland und innovativer Unternehmer durch verbesserte Rahmenbedingungen in folgenden Bereichen zu fördern:

Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Kapitalmarkt

Verbesserung der steuer- und gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen

Das Augenmerk muss vor allem auf der gezielten Beseitigung von Schwächen in der Finanzierbarkeit der Biotechnologie liegen. Unternehmerisches Risiko darf nicht bestraft, sondern sollte gefördert wer-den. Dies gilt sowohl für kleine und mittlere Unternehmen als auch börsennotierte Unternehmen, so-weit die Unternehmen durch die Entwicklungskosten künftiger, innovativer Produkte der Notwendigkeit einer Folgefinanzierung unterliegen und bei deren Ausbleiben einer existenziellen Bedrohung ausge-setzt sind. Alle Parteien, die dieses unternehmerische Risiko in dieser Schlüsseltechnologie tragen, also Investoren, Unternehmen und Mitarbeiter, sollten diese Unterstützung in Deutschland spüren.

Aus diesem Grund fordern wir, zunächst folgende Maßnahmen sofort umzusetzen:

Möglichkeiten der Verlustverrechnung für Beteiligungen an mitunternehmerisch gestalteten Fonds oder für direkte Investitionen in forschungsintensive Biotechnologie-Unternehmen. Hierzu wäre eine Ergänzung oder Klarstellung des § 15 b EStG erforderlich, dass dieser auf vorgenannte Fonds bzw. auf Investments in innovative Unternehmen keine Anwendung fin-det.

Sonderabschreibungen oder andere steuerliche Vorteile beim Kauf von Anteilen an innova-tiven, auch börsennotierten Unternehmen in Analogie zum britischen AIM.

Erleichterung beim Bezugsrechtsausschlusses für börsennotierte Unternehmen(Grenze 20 %).

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Aktuelle Nachrichten

10. CEO+CFO-Meeting in Berlin

Benefizveranstaltung der BIO Deutschland zugunsten der ACHSE

Treffen mit Bundestagsabgeordneten zu den Themen Gendiagnostik-Gesetz und Wettbewerb

4. Neue Arbeitsgruppe zum Thema "Diagnostik"

Stellungsnahme zum Entwurf der EU-Richtlinie zur wissenschaftlichen Verwendung von Tieren

BIO Deutschland mit Mitgliedsunternehmen auf der Bio-Europe

BIO Deutschland auf dem sächsischen CDU-Forum Gesundheitspolitik

Sitzung der Arbeitsgruppe "Deutsch-US-Amerikanische Zusammenarbeit"

Treffen der Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten"

Stellungnahme der BIO Deutschland zum Thema Nachwachsende Rohstoffe

BIO Deutschland beim Treffen des Gesundheitsforschungsrates

Herbsttagung des Pharma-Lizenz Clubs

Neue Mitglieder in den vergangenen Wochen

Berichte aus den BioRegionen: 1. BioM-Technica

International: Portal der Europäische Kommission für Förderung/Kooperation/
Spitzencluster


Aktuelle Technologietransfer-Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder

Vergünstigungen für BIO Deutschland-Mitglieder und wichtige Termine

Die Geschäftsstelle wünscht allen frohe Festtage und ein erfolgreiches 2009

Nachrichten aus der Biobranche

Bionity.COM Nachrichten

Der Natur abgeschaut: Kleben zum Überleben

Diagnostica-Industrie trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich

MHH-Forscher entdecken neues Krankheitsbild

trans-o-flex hat mit aktiv temperaturgeführten Transporten in Benelux begonnen

biotechnologie.de RSS

Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche

Millionenschwere Professuren locken Spitzenforscher nach Deutschland

Vielseitige Stammzellen im menschlichen Hoden entdeckt

Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche