Pressemitteilungen 2008
Berlin (04.12.2008) - "Die deutsche Biotechnologie-Industrie benötigt in den nächsten drei Jahren mindestens eine Milliarde Euro an privaten Finanzmitteln, um den Status quo zu halten und sich international gegenüber Konkurrenten zu behaupten", betonte heute Peter Heinrich, Vorstandssprecher des Wirtschaftsverbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland, auf dem jährlichen CEO&CFO-Meeting der Biotech-Branche in Berlin.
Peter Heinrich, der auch Gründer und Vorstandsvorsitzender der in Martinsried angesiedelten MediGene AG ist, sagte zu Beginn der Konferenz und vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise, es bestehe jedoch kein Grund zur Panik. In dem derzeit sehr gebeutelten Kapitalmarktumfeld sei auffällig, dass sich die Gesundheitsbranche relativ gut hält. Die Gesundheits- oder Pharmabranche kopple sich bei diversen Krisen immer etwas ab, da die Nachfrage nach Medikamenten oder Biotech-Produkten auch in einer Rezession bleibe. "Die gesamte Innovationskraft der Pharmaindustrie entspringt aus den Innovationen der Biotechnologie. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass wir diesen Winter ganz gut überstehen", fügte Peter Heinrich hinzu.
Kai Uwe Bindseil, Leiter der Biotechnologie-Initiative der Länder Berlin und Brandenburg, BioTOP, und Sprecher des Arbeitskreises der BioRegionen Deutschlands, sprach über die Wichtigkeit einer sehr engen Zusammenarbeit innerhalb der vorhandenen Netzwerke: "In kaum einer Branche ist die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft so intensiv wie in der Biotechnologie. Der Ausbau bestehender sowie die Anbahnung neuer Kooperationen sind Schlüsselfaktoren für einen noch intensiveren Technologietransfer und die Entwicklung von Innovationen in der Branche". Darüber hinaus betonte der Leiter der Gastgeberregion für das diesjährige CEO&CFO-Meeting die Notwendigkeit einer stark vernetzten Branche im aktuellen Markt- und Finanzgeschehen.
Viola Bronsema, Geschäftsführerin der BIO Deutschland, forderte in diesem Zusammenhang eine stärkere Unterstützung seitens der Regierung. "Mit Hilfe innovationsfreundlicherer steuerlicher Rahmenbedingungen kann der forschende und entwickelnde Mittelstand gestärkt werden". Darüber hinaus müsste das Investitionsklima verbessert werden, um frisches und dringend benötigtes Kapital nach Deutschland zu holen. "Die Bedeutung der Biotechnologie und ihres innovativen Mittelstandes für unsere Volkswirtschaft muss wieder stärker in den Köpfen der Entscheider und Meinungsbildner präsent sein", sagte Viola Bronsema abschließend.
Das CEO&CFO-Meeting, das wichtigste Treffen dieser Art in Deutschland, findet am 4. und 5. Dezember zum 10. Mal statt. Mehr als 100 Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer von Biotechnologiefirmen werden über die Themen "Wachstumsprozess", "Finanzierung" und "Outsourcing als strategischer Vorteil" diskutieren. Auf dem Programm stehen aber vor allem etwa 60 Firmenpräsentationen mit Details zu Geschäftsmodellen und jüngsten branchenspezifischen Entwicklungen, über die sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer austauschen.
Das Treffen wird von der West LB AG als Hauptsponsor sowie von Diapharm Biotech GmbH und Amantec GmbH unterstützt.
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Hannover. Die Deutsche Messe Hannover veröffentlicht heute mit dem Tagungsband der BioPolitik-Konferenz 2008 aktuelle Denkanstöße zur Sicherung der Innovationsfähigkeit in der Biotechnologie. Mehr als 150 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik hatten am 7. Oktober im Rahmen der diesjährigen BIOTECHNICA über die dringlichsten Themen der Biotech-Branche diskutiert.
In acht parallelen Workshops wurden Denkanstöße zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Innovationen aus Deutschland formuliert. Dazu gehören unter anderem:
- Die Beendigung der steuerlichen Benachteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen gegenüber der Großindustrie.
- Die Schaffung einer universitären Basis, die neben dem Fach-studium auch unternehmerische Kompetenz und Führungsqualitäten vermittelt. Die Biotech-Branche braucht besonders gut ausgebildete junge Fachkräfte sowie eine Willkommenskultur und -struktur.
- Die Kosten für innovative Arzneimittel, die Therapien verbessern, sollen von den Krankenkassen erstattet werden. Der Nutzen für Patienten auch bei Kosten-/Nutzen-Bewertungen im Sinne der Erkrankten soll entlang der gesellschaftlichen Werte gewichtet werden. Zudem besteht die Notwendigkeit, neue Zulassungs- und Rückerstattungskriterien für neuartige Therapien zu entwickeln.
- Ferner ist eine Revision des Gesetzes über Arbeitnehmererfin-dungen erforderlich. Es muss sichergestellt werden, dass in Unternehmen entstandene Erfindungen den Firmen zustehen und der Anspruch dem Erfinder dennoch erhalten bleibt.
- Ebenso sprachen sich die Konferenzteilnehmer dafür aus, endlich die zentrale Bedeutung des Technologietransfers für die Volkswirtschaft zu erkennen und diesen als Werkzeug zur Festigung des Standortes Deutschlands im globalen Wettbewerb stark zu fördern. Daneben soll dafür Sorge getragen werden, dass in diesem Land ausgebildete Menschen ihr Können in Deutschland investieren und so die Bildungsinvestition einen Beitrag zur nationalen Wertschöpfung leisten kann.
- Konsens besteht auch darin, dass die Fortschritte im Bereich Synthetische Biologie ihre Chancen für Wissenschaft und Wirtschaft nur dann dauerhaft entfalten können, wenn sie mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung von Missbrauch sowie Fehlern im Umgang kombiniert werden.
- Folgende Verbände und Interessenvertreter der Biotech-Branche hatten sich zusammengeschlossen, um die BioPolitik-Konferenz gemeinsam inhaltlich auszurichten: der Branchenverband BIO Deutschland e. V., der Arbeitskreis der BioRegionen, der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), die Vereinigung deutscher Biotechnologie-Unternehmen in der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA/VBU), die IASB (International Association of Synthetic Biology), der deutsche Industrievereinigung Biotechnologie im Verband der Chemischen Industrie (DIB) und die Interessengruppe Biotechnologie im Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA Bio).
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Weitere Informationen zur BioPolitik-Konferenz und zur Biotechnica unter:
biopolitik-konferenz.de und biotechnica.de
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Ein PDF des Tagungsbandes mit den Zusammenfassungen der Vorträge sowie die Denkanstöße finden Sie unter:
www.biodeutschland.org/tagungsband-biopol08/tagungsband-biopol08.php
Berlin (29.09.2008) – Mit der Prämierung der Gewinnerkonsortien geht morgen in Berlin der insgesamt mit 100 Mio. Euro Preisgelder dotierte BioPharma-Wettbewerb zu Ende. Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, BIO Deutschland e.V., begrüßt den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Fördermaßnahme ausgelobten „Strategiewettbewerb für die Medizin der Zukunft“. Das BMBF wird morgen von neun nominierten Vorschlägen die besten drei zur Förderung auswählen.
Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland und Vorstand der MediGene AG in Martinsried, kommentiert die Ausschreibung: „Damit setzt die Bundesregierung am richtigen Hebel an und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Biotech-Branche und Pharma-Industrie“. Dies werde Deutschland helfen, den Platz an der Weltspitze der Medikamententwicklung zurück zu erobern.
Viola Bronsema, Geschäftsführerin der BIO Deutschland, unterstreicht in diesem Zusammenhang die Bedeutung der etwa 500 kleinen und mittleren Biotechnologie-Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen eine wesentliche Bedeutung für die moderne Pharmaentwicklung haben. „Biotech-Firmen nehmen in der Wertschöpfungskette von der Grundlagenfoschrung bis hin zum fertigen Produkt einen zentralen Platz ein und haben häufig eine Scharnierfunktion zwischen dem akademischen Bereich und der Großindustrie“, sagt Viola Bronsema abschließend.
Beim Wettbewerb wurden unternehmerisch geführte Konsortien aufgerufen, strategische Konzepte für eine effiziente Gestaltung der biopharmazeutischen Wertschöpfungskette vorzuschlagen. Für die besten Initiativen stellt das BMBF für die kommenden Jahre rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Als Bewerber waren Gruppen gefragt, die sich selbst organisieren und wirtschaftlich relevante biopharmazeutische Innovationen von der Forschung bis zur Anwendung konzeptionell entwickeln und umsetzen konnten. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit musste dabei eine detailliert geplante, gemeinsame Strategie stehen, um den über mehrere Jahre laufenden Prozess möglichst reibungslos in die Realität umsetzen und einen Großteil der Wertschöpfung in Deutschland realisieren zu können.
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Berlin (10.09.2008) – Die Gemeinsame EU-Forschungsstelle, das europäische Joint Research Centre (JRC), fand in einer intensiven wissenschaftlichen Studie heraus, dass von gentechnisch veränderten Pflanzen keine Gefahren für die Gesundheit ausgehen. Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., begrüßt die Ergebnisse, die bereits frühere Schlussfolgerungen anderer Studien bestätigen (beispielsweise von der Weltgesundheitsbehörde der UN (WHO) oder der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)). Die Studie soll noch in dieser Woche veröffentlicht werden.
Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland, unterstreicht die Relevanz der jüngsten JRC-Studie, die Ende 2006 von einer Gruppe entschiedener Gentechnikgegner im Europa-Parlament in Auftrag gegeben wurde: "Wir hoffen stark, dass dies das zehnjährige de facto-Moratorium der EU bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Europa kippt und wir uns endlich dieser vielversprechenden Technologie öffnen."
Jens Katzek, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland und Gentechnik-Experte sagt, es könne nicht sein, dass der Rest der Welt von einer auch in Deutschland entwickelten Technik profitiert, während hiesige innovative Unternehmen keine Chance erhalten – und dies nur aufgrund von gezielt geschürten irrationalen Ängsten. "Die Zulassung neuer innovativer Pflanzen wird in der EU seit Jahren immer wieder verzögert. Die JRC-Studie zeigt, dass hierfür allein politische Gründe eine Rolle spielen und nicht gesundheitliche Bedenken, wie man uns immer glauben machen will. Wir müssen endlich die Diskussion auf Basis wissenschaftlicher Ergebnisse und bereits in anderen Ländern gesammelter Erfahrungen führen", fügt Katzek hinzu und weist abschließend auf die seit mehr als zehn Jahren von Millionen Menschen weltweit konsumierten Mahlzeiten, die gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten – und das jegliche Fehlen gesundheitlicher Nachteile.
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Berlin (29.07.2008) – Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., fordert in einer Stellungnahme anlässlich einer Anhörung zum Entwurf des Gendiagnostikgesetzes (GenDG) morgen in Bonn Verbesserungen am Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. Mit dem vorliegenden Entwurf wird der Verbraucher bevormundet und für Unfrieden im Privaten gesorgt. Werde hier keine bürgerfreundlichere und praktikablere Lösung als im vorliegenden Entwurf gefunden, werden sich Verbraucher gendiagnostischen Rat im Ausland suchen, sagt Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland. „Dies schadet den in Deutschland ansässigen innovativen kleinen und mittleren Diagnostika-Unternehmen und führt dazu, dass Patienten mit den Ergebnissen genetischer Analysen jeder Art ungeregelt und außerhalb des deutschen Rechts alleine gelassen werden“, so Peter Heinrich weiter.
Daher fordert BIO Deutschland unter anderem, dass im Gesetzestext zwischen genetischen Untersuchungen zu persönlichen und zu medizinischen Zwecken unterschieden werden soll. Des Weiteren plädiert der Biotechnologie-Verband für eine stärkere Abstufung des so genannten Arztvorbehaltes zur Vermeidung von Engpässen beim wachsenden Informationsbedarf von Patientengruppen sowie die Einbindung genetischer Untersuchungen zur Klärung der Abstammung in einem Kontext außerhalb des GenDG.
Der Verband begrüßt zwar in der Stellungnahme, dass das Bundesgesundheitsministerium mit dem vorliegenden Referentenentwurf die Grundlage dafür legt, dass nun auch in Deutschland der Rahmen für genetische Untersuchungen gesetzt und eine Benachteiligung auf Grund genetischer Eigenschaften verhindert wird. Peter Pohl, Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe „Wettbewerb und Ordnungspolitik“ fügt jedoch hinzu: „Keinesfalls darf der Staat, der mit dieser Gesetzgebung auf die Achtung und den Schutz der Würde des Menschen und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung erklärtermaßen abzielt, durch die Hintertür für Verbraucher-Bevormundung sorgen.“
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Berlin (27. 06. 2008) – „Das heute vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen ist zwar nicht der große Wurf, den wir brauchen, aber zumindest ein Zeichen dafür, dass Deutschland innovative Unternehmerinnen und Unternehmer nicht völlig aus dem Auge verliert“, sagt Peter Heinrich, Vorstandssprecher des Biotechnologie-Branchenverbands BIO Deutschland. Allerdings sei es für in Spitzentechnologien aktive Mittelständler essentiell, erklärt der Unternehmer weiter, dass die Regierung ihre Zusage hielte, die Wirkung des Gesetzes zu überprüfen und gegebenenfalls nachzubessern. Heinrich meint: „Das so genannte MoRaKG kann allenfalls als Startschuss gelten für die weitere Arbeit an den Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen in Deutschland.“
Verbesserungen der steuerlichen Rahmenbedingungen hatten kürzlich neben den Wirtschaftsverbänden auch der Sachverständigenrat und die unabhängige Expertenkommission Forschung und Innovation gefordert. Deutschland macht hier im internationalen Vergleich eine sehr schlechte Figur. Das MoRaKG soll nun zumindest für einen kleinen Teil der innovativen kleinen und mittleren Unternehmen die unerträgliche Härte der Unternehmenssteuerreform mildern. Die Reform, die seit Beginn Jahres in Kraft ist, benachteiligt durch Abgeltungssteuer und Verschärfung der Mantelkaufregelung mit einem erweiterten Wegfall der Verlustvorträge den innovativen Mittelstand gegenüber der Großindustrie und den investitionsarmen Branchen.
„Wenn Technologieunternehmen trotz massiver Verluste aus ihrer Substanz Steuern bezahlen müssen, ist das verfassungsrechtliche Prinzip der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit berührt“, erläutert Heinrich. Verfassungsrechtlich bedenklich sei auch die Abgeltungssteuer, weil sie Fremdkapital gegenüber Eigenkapital begünstige, ergänzt der Verbandsvorstand.
Kleinere Technologieunternehmen sind zur Finanzierung ihrer Forschungs- und Entwicklungsauf¬wendungen in hohem Maße auf Wagniskapital (Venture Capital, VC) bzw. Eigenkapital angewiesen. Wegen des hohen Risikos und fehlender Sicherheiten ist ihnen der Zugang zu Fremdkapital meist versperrt. Durch Finanzierungsrunden mit privaten Kapitalgebern verändert sich in der Regel die Beteiligungsstruktur. Allein dadurch entfallen bestehende steuerliche Verlustvorträge anteilig oder ganz.
Die Abgeltungsteuer ist eine pauschale Steuer von 25 Prozent auf Kapitalerträge. Sie soll ab Januar 2009 Konzernen mit internationalen Anteilseignern zugute kommen. Und sie soll zudem Steuer¬hinterziehungen verhindern, indem sie Kapitaleinkünfte an der Quelle besteuert. Aus Sicht von Technologieunternehmen ist diese Neuregelung nachteilig. Denn die Spekulationsfrist für die Veräußerung von im Privatvermögen gehaltenen Beteiligungen fällt weg. Innovative Unternehmen sind stark betroffen, da ihre Kapitalanleger durch die Aussicht auf Kurssteigerungen und nicht auf Dividenden motiviert sind. Gerade Kursgewinne werden aber am stärksten zusätzlich steuer¬lich belastet.
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Berlin (16.06.2008) - Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., fordert Peer Steinbrück im Hinblick auf die Kabinettssitzung am Mittwoch auf, zur geplanten Verschärfung des Paragrafen acht des Körperschaftssteuergesetzes (§ 8b KStG) Stellung zu nehmen. "Damit setzt der Finanzminister den mit der Unternehmenssteuerreform beschrittenen Weg fort und verschlechtert die Rahmenbedingungen für die Finanzierung von Innovationen aus dem deutschen Mittelstand weiter", sagt Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland. In seinem Schreiben an Steinbrück erklärt der Unternehmer, dass eine Erhöhung der Steuerlast für die Investoren dieser Unternehmen in dramatischem Widerspruch zu den bisherigen Solidaritätsbekundungen der Regierung gegenüber den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stünde.
Vorstandsmitglied und Steuerspezialist Jan Schmidt-Brand erläutert zur geplanten Einschränkung des deutschen Schachtelprivilegs durch die Verschärfung des § 8b KStG: "Der Gesetzgeber würde gezielt die Rendite von institutionellen Anlegern verschlechtern, wenn diese eine für die Risikokapitalfinanzierung von innovativen KMU typische Investitionsform wählen." Darüber hinaus vermindere der Staat hiermit langfristig die Steuereinnahmen, so Schmidt-Brand weiter.
Hier mit EU-Vorgaben zu argumentieren, sei unangemessen, ergänzt Dirk Honold, der gemeinsam mit Schmidt-Brand die Arbeitsgruppe Finanzen und Steuern der BIO Deutschland leitet, und sagt: "Angesichts der günstigen Rahmenbedingungen für Innovationen in anderen Mitgliedsstaaten, sollte eher die Benachteiligung innovativer ausländischer Investoren aufgehoben werden, anstatt die Bedingungen für inländische Investoren zu verschlechtern. Dies würde Investitionen nach Deutschland bringen, die Innovation ermöglichen."
Das Bundesfinanzministerium hatte den Entwurf für die Steuerverschärfung als Ergänzung des Entwurfs des Jahressteuergesetzes 2009 kurzfristig eingebracht. Danach soll § 8b KStG dahingehend geändert werden, dass für Kapitalgesellschaften (z.B. AG, GmbH) Streubesitzdividenden und Gewinne aus der Veräußerung von Streubesitzanteilen an Kapitalgesellschaften nicht mehr steuerfrei sein, sondern der Körperschaftsteuer unterliegen sollen. Zum Streubesitz gehören alle Anteile unter zehn Prozent des Kapitals. Dies würde das Körperschaftsteuerrecht im Grundsatz ändern, da bisher derartige Dividenden und Veräußerungsgewinne steuerfrei sind (5 Prozent der Dividenden und Veräußerungsgewinne werden dabei als nicht abzugsfähige Betriebsausgabe behandelt). Kapitalgesellschaften mit Streubesitz würden in Zukunft damit erheblich höher oder möglicherweise sogar mehrfach besteuert. Investoren, die ihre Streubesitzbeteiligungen in GmbHs halten, würden ihre Anlagestrategien im Lichte dieser erneut verschärften Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland sicherlich kurz- oder mittelfristig ändern.
Die Entwicklung von Hightech-Produkten, - auch und gerade in den Spitzentechnologien wie zum Beispiel in der Biotechnologie -, ist für die Zukunft unserer Volkswirtschaft zentral. Das hat die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) im Auftrag der Regierung gerade herausgearbeitet. Die Finanzierung der jungen innovativen Unternehmen mit Fremdkapital ist wegen des hohen Entwicklungsrisikos in der Regel nicht möglich. Darum ist der Zugang zu Wagniskapital für innovative kleine Unternehmen von existenzieller Bedeutung.
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Berlin/Brüssel (10.6.2008) - Die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland (BIO Deutschland e.V.) veranstaltete gemeinsam mit der Vereinigung Europäischer Biopharmazeutischer Unternehmen (European Biopharmaceutical Enterprises - EBE) eine exklusive Konferenz in München. Hier konnten sich rund 100 Vorstände und Führungskräfte großer und mittlerer (Bio-) pharmazeutischer Unternehmen aus Europa und den USA zwei Tage lang intensiv und angeregt austauschen.
Die Konferenz wurde unterstützt von internationalen Unternehmen wie Biogen Idec, Boehringer Ingelheim, Genzyme, Roche, Amgen und Nomura Code. Sie fand im Hotel Le Meridien am 5. und 6. Juni statt. Die zwei Hauptthemen der Konferenz waren neue erfolgreiche Geschäftsentwicklungsstrategien sowie die Frage, ob gutes Management oder Innovationen in einem Unternehmen den Schlüssel zum Erfolg darstellen.
In München teilten Vorstandsmitglieder von Biotech-Unternehmen und pharmazeutischen Firmen aus Europa und Übersee ihre Erfahrungen miteinander und berieten über konkrete Fallbeispiele und Ratschläge zur Geschäftsentwicklung mit Biotech-Firmen. Während der Konferenz wurde auch darüber debattiert, inwieweit die neue Generation von innovativen Medikamenten auch eine neue Form der Geschäftskooperationen nötig macht.
"Biotechnologie ist nicht nur für die Wirtschaft wegen der tausenden von Arbeitsplätzen wichtig", sagte Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der MediGene AG, Vorstandssprecher der BIO Deutschland und EBE-Vorstandsmitglied. Auch für die größeren pharmazeutischen Unternehmen, die Biotech-Firmen als eine Quelle von Innovationen brauchen, und für die Patienten, die auf neuartige, schellwirksame und nebenwirkungsarme Medikamente warten, sei die Biotechnologie essentiell, so Peter Heinrich weiter.
Aufgrund der außergewöhnlich guten Resonanz, planen BIO Deutschland und EBE 2009 die Konferenz wieder gemeinsam in Deutschland auszurichten.
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Hier finden Sie das Programm der Business Development Conference als PDF zum Herunterladen
Berlin (04.06.2008) - Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., fordert vor dem Hintergrund des morgigen Treffens der EU-Umweltminister in Luxemburg dazu auf, das innovative Potential der kleinen und mittleren Saatguthersteller nicht länger zu behindern und sich zur Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenbiotechnologie eindeutig zu bekennen.
"Die europäischen Regierungen können nicht auf der einen Seite eine Beherrschung der weltweiten Märkte von Nahrungs- und Futtermittelkonzerne anprangern und auf der anderen Seite die innovative Kraft der kleinen und mittleren Saatguthersteller hemmen", sagt Jens Katzek, Vorstand der BIO Deutschland.
Die europäischen Minister werden sich im Rahmen des EU-Umweltministerratstreffens unter anderem zu den Auswirkungen von gentechnisch modifizierten (GM) Pflanzen auf die Umwelt, zu den Schwellenwert bei der Kennzeichnung von GM-Saatgut und zu den herrschenden Modalitäten in den einzelnen EU-Staaten beim GM-Anbau austauschen.
Vor diesem Hintergrund warnt Jens Katzek: "Eine restriktive europäische Innovationspolitik stärkt indirekt multinationale Unternehmen, die leicht die Forschung und Entwicklung neuer Produkte in technikfreundlicheres Umfeld verlagern können." Er fügt hinzu, dass erst der freie Wettbewerb zwischen neuartigen Ideen aus Forschung und innovativen Unternehmen eine breite und für den Verbraucher im In- und Ausland attraktive Produktpalette erlaube. "Es sollte darum gehen, ein sich gegenseitig befruchtendes wirtschaftliches Umfeld von großen und kleinen Unternehmen zu erlauben, wie es beispielsweise bereits bei Pharma-Firmen und innovative Biotechnologie-Unternehmen besteht, die auf dem Gebiet der Entwicklung neuartiger Medikamente vielfach miteinander kooperieren," meint Jens Katzek abschließend.
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Berlin (27.05.2008) – Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, BIO Deutschland e.V. begrüßt heute sein 200. Mitglied, das Berliner Unternehmen Glycotope GmbH.
Viola Bronsema, Geschäftsführerin der BIO Deutschland, heißt die Geschäftsführer von Glycotope, - Steffen Goletz, Franzpeter Bracht und Hans Baumeister herzlich als neue Mitglieder willkommen. Sie erklärt: "Der Beitritt des 200. Mitglieds ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Verband seine Position als die Vertretung der Belange deutscher Biotech-Unternehmen solide ausbaut."
Steffen Goletz betont: "Wir wollen unsere innovativen Produkte und unsere Technologieplattform in einem Umfeld entwickeln, das es uns erlaubt, international wettbewerbsfähig zu sein." Franzpeter Bracht ergänzt: "Die Biotechnologie ist eine Branche, die insbesondere im Bereich der Finanzierung gute Rahmenbedingungen braucht. Daher engagieren wir uns in einem Verband, der an diesem Thema aktiv arbeitet."
Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland, sagt dazu: "Der Beitritt von Glycotope als 200. Mitglied festigt die Mitgliederbasis von BIO Deutschland weiter." Er unterstreicht die Notwendigkeit und Wertschätzung einer breit aufgestellten Interessensvertretung, die sich im engen Austausch mit ihren Mitgliedern für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Biotechnologiebranche und insbesondere für den innovativen Biotech-Mittelstand einsetzt.
Glycotope ist ein im Jahre 2001 gegründetes innovatives Unternehmen mit derzeit 40 Mitarbeitern. Es beschäftigt sich mit Zuckerstrukturen auf Eiweißen (Glycomics), einem relativ jungen und bedeutenden Entwicklungszweig der Biotechnologie. Die Firma erforscht und entwickelt eigene innovative pharmazeutische Therapeutika sowie Nahrungsmittelzusätze. Ihre proprietäre Technologie zur Optimierung von Zuckerstrukturen auf Proteinen in optimierten humanen Zelllinien ermöglicht es zudem, bestehende Medikamente für den menschlichen Körper effektiver und verträglicher zu machen. Das ist bei neuen aber auch bei verbesserten Versionen von Medikamenten auf Eiweißbasis (sogenannte "2nd Generation Biopharmaceuticals") von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Parallel bietet Glycotope Dienstleistungen auf den Gebieten der Antikörperexpression, der Glykoanalyse, der präklinischen in vitro- und in vivo-Tests sowie der Immunoassays an. Glycotope hat sich in den letzten Monaten stark entwickelt und plant, bald durch Akquisition weiter zu wachsen.
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Viola Bronsema (links) und Pablo Serrano (rechts) von der Geschäftsstelle der BIO Deutschland in Berlin begrüßen die Glycotope GmbH und ihre Geschäftsführer als 200. Mitgliedsunternehmen des Branchenverbands (v.l.n.r.): Hans Baumeister (COO), Steffen Goletz (CEO, CSO), Franzpeter Bracht (CFO.
Berlin (15.04.2008) - Die Deutsche Börse in Frankfurt ist heute Gastgeber des zweiten bundesweiten Gipfeltreffens der Biotechnologie-Finanzexperten. Das eintägige Forum, in der Branche als "Biotech-CFO-Gipfel" bekannt, bringt etwa 80 Experten aus dem Finanzsektor der Biotechnologie-Industrie zusammen, die sich auf Podiumsdiskussionen und Vorträgen austauschen. Die Themen reichen von den Auswirkungen der Steuergesetzgebung, über die Fallstricke und Hürden beim Gang an die Börse bis hin zum US-Kapitalmarkt oder das Thema Unternehmensfusionen.
Der CFO-Gipfel wird organisiert vom Wirtschaftsverband für die Biotech-Branche, BIO Deutschland e.V., und ihrer Arbeitsgruppe "Finanzen & Steuern" unter der Leitung von Dirk Honold, Acting CFO der BRAIN AG, und Jan Schmidt-Brand, Mitglied des BIO Deutschland-Vorstandes und CEO der Heidelberg Pharma AG. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Deutschen Börse als Platinsponsor, den Goldsponsoren CMS Hasche Sigle, General Electrics Healthcare Financial Services, KMPG, PricewaterhouseCoopers sowie SAP und vom Medienpartner BusinessWire.
Jan Schmidt-Brand sagte zum diesjährigen Gipfel in Frankfurt: "Solche Expertentreffen sind notwendig, um trotz der aktuell erschwerten Rahmenbedingungen für forschungs- und entwicklungsintensive Unternehmen vor allem nach Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen, um die Geschäftsmodelle der innovativen Biotechnologie-Unternehmen zum Erfolg zu führen." Dirk Honold freute sich, diese Expertenplattform anbieten zu können und fügte hinzu: "Auch vor dem Hintergrund der jüngsten Unternehmenssteuerreform und des Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalgesellschaften ist es wichtig, dass die Biotech-Finanzexperten sich intensiv über die Wege des Wachstums der Biotechnologieunternehmen austauschen, um weiterhin der großen Risikobereitschaft von Unternehmern, Mitarbeitern und Kapitalgebern gerecht werden zu können."
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Die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V. (BIO Deutschland), spricht sich anlässlich der morgen im Bundestag erwarteten Entscheidung zur Änderung des Stammzellgesetzes dafür aus, den Stichtag für den Import humaner embryonaler Stammzellen zu verschieben. Darüber hinaus solle sich das neue Stammzellgesetz eindeutig auf das Inland beziehen - und damit sei die Strafandrohung von in Deutschland tätigen Wissenschaftlern aufzuheben, wenn sie mit humanen embryonalen Stammzelllinien jüngeren Datums im Ausland forschten - erklärt der Verband weiter.
Dr. Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland und Vorstandsvorsitzender der MediGene AG sagt, durch die derzeitige restriktive Gesetzgebung würden Wissenschaftler mit zukunftsweisenden Projekten in Forschungseinrichtungen und vor allem im innovativen Mittelstand ins Ausland gezwungen. Dadurch wäre Deutschlands hervorragender internationaler Platz auf dem Gebiet der regenerativen Medizin gefährdet.
Wesentliche Probleme, die durch das zur Zeit gültige Stammzellgesetz in Deutschland existieren, sind der Ausschluss deutscher Wissenschaftler von der Verwendung neu etablierter embryonaler Stammzelllinien, eine Zeit raubende rechtliche Prüfung der Projekte und die Rechtsunsicherheit bei Kooperationen mit internationalen Partnern. Durch den notwendigen Import von embryonalen Stammzellen bestehen darüber hinaus Abhängigkeiten vom Ausland in Bezug auf Patent- und Lizenzrechte sowie Probleme bei der Forschungsfinanzierung.
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Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland unterstreicht die Empfehlungen der Expertenkommission Forschung und Innovation
Berlin (27. 02. 2008) - Die Biotechnologie-Industrie unterstreicht die heute veröffentlichten Empfehlungen der Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung. Die Kommission empfiehlt, gezielt innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei ihren Investitionen in neue Entwicklungen zu unterstützen. "Die jüngste Unternehmensteuerreform wirkt sich vor allem in wichtigen Spitzentechnologien und gerade im Mittelstand innovationshemmend aus", sagt Peter Heinrich, Vorstandssprecher des Unternehmensverbandes BIO Deutschland e.V. Er ergänzt, dass deshalb zum einen das Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG) rasch wirksam werden müsse. Das MoRaKG zeichnet kleine aber wichtige Schritte in Richtung Unterstützung von Innovationsentwicklung bei KMU vor. Zum anderen müsse als Nächstes der Einstieg in die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E), insbesondere in innovativen KMU, vorgesehen werden, wie es in anderen europäischen Ländern bereits üblich sei, führt der Unternehmer aus.
Innovative Unternehmen (beispielsweise Entwickler neuartiger Medikamente - das Gros der Biotech-Branche), haben in der Regel einen langen und hohen Bedarf an Kapital. Er wird von einem immensen Entwicklungsrisiko und mehreren Finanzierungsrunden mit oft zweistelligen Millionenbeträgen begleitet. Dabei können die Unternehmer meist nur auf Eigenkapital zurückgreifen. Fremdkapital von Banken steht in den seltensten Fällen bereit.
BIO Deutschland fordert deshalb die Berücksichtigung und Unterstützung von innovativen Technologieunternehmen wie in anderen Europäischen Ländern. In Großbritannien erspart die Regierung profitablen Firmen einen Teil der Steuern durch einen erhöhten Betriebsausgabenabzug für F&E. Kleineren Unternehmen, die noch keinen Profit machen, gibt sie bis zu 24 Prozent der Forschungsausgaben in bar dazu. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, 20 Prozent des Kaufpreises für Beteiligungen an innovativen Unternehmen steuerwirksam geltend zu machen. In Frankreich gibt es Steuererstattungen beziehungsweise Steuergutschriften für die Aufwendungen bei F&E.
BIO Deutschland plädiert für eine eindeutige Identifikation der Zielgesellschaften über das Verhältnis der Aufwendungen für F&E zu den gesamten Betriebsausgaben. Als innovativ sollten Unternehmen gelten, bei denen die Ausgaben für F&E mindestens 25% der Gesamtausgaben ausmachen.
BIO Deutschland geht es bei den erforderlichen Änderungen nicht um die Schaffung von weiteren Ausnahmetatbeständen. Dies würde dem weiteren Ziel einer Steuervereinfachung entgegenstehen. Unabdingbar aber ist eine Ergänzung beziehungsweise Weiterentwicklung des Steuerrechts, die für die Stärkung Deutschlands als international wettbewerbsfähiger Standort für Forschung und Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist.
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Download: Stellungnahme
Stellungnahmen der BIO Deutschland zum "Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG)" und zur Unternehmensteuerreform des Bundesministeriums der Finanzen finden Sie unter "Positionspapiere"
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Berlin (13.02.2008) - Der Wirtschaftsverband der deutschen Biotechnologiebranche, die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V. (BIO Deutschland), spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme dringend dafür aus, den Stichtag für den Import humaner embryonaler Stammzellen vom 1. Januar 2002 auf den 1. Mai 2007 zu verschieben. Außerdem soll sich das Stammzellgesetz eindeutig auf das Inland beziehen - und damit die Strafandrohung von in Deutschland tätigen Wissenschaftlern aufzuheben, wenn sie mit humanen embryonalen Stammzelllinien jüngeren Datums im Ausland forschen - so der Verband weiter.
Professor Felicia Rosenthal, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland und Geschäftsführerin der CellGenix GmbH, betont anlässlich der bevorstehenden Debatte im Bundestag: "Es ist noch nicht geklärt, ob oder mit welcher Art von Stammzellen sich die erhofften therapeutischen Ziele erreichen lassen. Um jedoch die ethisch unbedenklichen adulten oder reprogrammierten Stammzellen künftig in für den Menschen sinnvolle Therapien einsetzen zu können, müssen unsere Forscher sie mit den für einen klinischen Einsatz geeigneten humanen embryonalen Stammzelllinien vergleichen können." Dies sei aber mit den Stammzelllinien, die vor dem 1. Januar 2002 gezüchtet wurden, nicht machbar, sagt Rosenthal weiter.
Dr. Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland und Vorstandsvorsitzender der MediGene AG sagte: "Wir dürfen nicht Deutschlands hervorragenden internationalen Platz auf dem Gebiet der regenerativen Medizin mit restriktiven Gesetzen gefährden und somit Wissenschaftler mit zukunftsweisenden Projekten in Forschungseinrichtungen und vor allem im innovativen Mittelstand ins Ausland zwingen."
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Den Text der aktualisierten Stellungnahme finden Sie unter:
"Positionspapiere"
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Berlin (22.01.2008) – Der Wirtschaftsverband der deutschen Biotechnologiebranche, die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V. (BIO Deutschland), warnt in einer heute veröffentlichten Stellungnahme davor, durch unklare Formulierungen im Wertpapierhandels(WPHG)- beziehungsweise Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WPÜG) das Investitionsklima in Deutschland weiter zu verschlechtern. BIO Deutschland weist im Hinblick auf die am 23. Januar im Finanzausschuss stattfindende Anhörung darauf hin, dass nach dem Entwurf des Risikobegrenzungsgesetzes bereits ein unverbindlicher Gedankenaustausch von Investoren die Verpflichtung für ein Übernahmeangebot, also ein u.U. milliardenschweres Finanzrisiko, mit sich bringen könnte. Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland und Vorstandsvorsitzender der MediGene AG sagte hierzu: „Wegen des hohen Spezialisierungsgrads und der begrenzten Anzahl an Kapitalgebern bilden die Unternehmen der Biotechnologiebranche und ihre Investoren eine relativ überschaubare Szene in Deutschland, die enge Kontakte pflegt.“
Jan Schmidt-Brand, BIO Deutschland-Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Heidelberg Pharma AG fügte hinzu: „Es muss klar werden, dass abgestimmtes Verhalten nur vorliegt, wenn die Unternehmensstrategie tatsächlich und nachweisbar beeinflusst wird.“ Eine für das Investitionsklima in Deutschland schädliche Grauzone und die damit verbundene Rechtsunsicherheit insbesondere für Investoren innovativer Branchen mit wenigen Marktteilnehmern würden so vermieden, führte er weiter aus.
Kleine und mittlere Unternehmen in jungen innovativen Branchen haben aufgrund des inhärenten Risikos in ihrem Geschäftsmodell meist keinen Zugang zu Fremdkapital. Sie finanzieren notwendige Forschung, Produktentwicklung und Unternehmenswachstum vornehmlich mit Eigenkapital, das von finanzkräftigen Privatpersonen (Business Angels), Wagniskapitalbeteiligungsgesellschaften (VC, Venture Capital) oder bei börsennotierten Unternehmen von institutionellen wie auch Privatanlegern bereitgestellt wird. Das für die Investitionen nötige Geld wird in der Regel über mehrere Finanzierungsrunden, die meist 24 bis 30 Monate auseinander liegen, zugeführt. Regelmäßige Kontakte von Anteilseigner und Gesellschaftern sowie die Veränderung der Anteilseignerstruktur gehören deshalb zum Unternehmensalltag und sind unabdingbare Komponenten für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Je jünger das Unternehmen ist, umso wahrscheinlicher halten mehrere Anteilseigner größere Eigenkapitalsanteile am Unternehmen. Manche VC-Firmen steigen zumeist nur dann bei einem jungen innovativen Unternehmen ein, wenn sie eine relevante Beteiligung in der Größenordnung von ca. 20 Prozent kontrollieren können. Darüber hinaus wird auch nach dem Börsengang noch mehrmals privates Wagniskapital (PIPE, Private Investment in Public Entities) zur Wachstumsfinanzierung benötigt.
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Den Text der Stellungnahme finden Sie unter:
"Positionspapiere"
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Berlin (15. Januar 2008) - Die deutschen Biotech-Unternehmen gehen optimistisch in das Jahr 2008. Dies belegt eine Umfrage des Wirtschaftsverbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., in Kooperation mit dem Branchenmagazin "Transkript", deren Ergebnisse heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurden.
Die überwiegende Mehrheit der befragten Biotech-Unternehmen gab an, ihre derzeitige Geschäftslage sei gut (61%). Ein Drittel beurteilt die eigenen Geschäfte mit "befriedigend". Auch ihre mittelfristige Zukunft schätzen die Firmen mehrheitlich positiv ein: 55% gehen von einer günstigen Entwicklung der eigenen Lage aus. Dies führt zu einer sehr erfreulichen Entwicklung bei der Beschäftigung: Nach den Steigerungen der vergangenen Jahre wollen auch 2008 annähernd drei Viertel der Unternehmen weiteres Personal einstellen (72%).
Den Ergebnissen der Umfrage zufolge werden allerdings die Investitionen in Forschung und Entwicklung weniger stark wachsen als im Vorjahr: Planten für 2007 immerhin 56% der Firmen ihre Investitionen in diesem Bereich zu erhöhen, so sind es im laufenden Jahr 2008 nur noch 47%. Zudem hat sich die Einschätzung des Geschäftsklimas - also der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen - gegenüber dem Vorjahr eingetrübt: Die Mehrheit der deutschen Firmen beurteilt es als "befriedigend" (56%), 16% als schlecht und lediglich 28% als gut. Die Fraktion der Unzufriedenen hat sich damit gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Dass sich die Rahmenbedingungen verbessern werden, glauben in der aktuellen Umfrage nur noch 43% gegenüber 54% im Vorjahr. Dagegen stieg der Anteil derjenigen, die annehmen, das Klima werde sich zukünftig nicht ändern, um 10 Prozentpunkte auf rund 50%.
Rainer Wessel, BIO Deutschland-Vorstandsmitglied, sagte auf der Pressekonferenz: "Die Biotech-Branche in Deutschland wächst und wird weiter wachsen." Die optimistische Einschätzung der Lage sowie die Pläne zur Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze zeigten dies deutlich.
Jens Katzek, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland, fügte hinzu, die Umfragergebnisse mahnten gleichzeitig auch zur Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen: "Die deutschen Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend robuster aufgestellt und ihre Geschäftsmodelle angepasst." Katzek erläuterte im Hinblick auf die 2007 verabschiedete Unternehmensteuerreform und die anstehende Novellierung des Gentechnikgesetzes weiter: "Wenn Deutschland sich einen internationalen Technologie-Spitzenplatz sichern möchte, ist allerdings auch Rückenwind aus der Politik nötig. Den haben wir im vergangenen Jahr vermisst."
Andreas Mietzsch, Vorstandsvorsitzender der BIOCOM AG und Herausgeber von "Transkript", meinte: "Wirtschaft ist zur Hälfte Psychologie, da belasten schlechte Nachrichten aus der hochriskanten Medikamentenentwicklung wie von GPC oder Paion natürlich zeitweise die Stimmung. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Biotechnologie auf einem steilen Wachstumspfad und in immer mehr Wirtschaftszweigen mit innovativen und umweltfreundlichen Produkten erfolgreich ist."
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Download: Die Ergebnisse der Firmenumfrage und Grafikmaterial finden Sie unter www.biodeutschland.org/befragung0708/befragung0708.php
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Berlin (08.01.2008) - Der Wirtschaftsverband der deutschen Biotechnologiebranche, die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V. (BIO Deutschland), begrüßt die neue Pilotmärkte-Initiative der Europäischen Kommission (Lead Markets Initiative - LMI), mit der das Marktpotential innovativer Produkte und Dienstleistungen erschlossen werden soll. Die Kommission identifizierte hierfür sechs wichtige Bereiche, darunter Biobasierte Produkte (Biochemikalien, Enzyme, Biokunststoffe, Pharmazeutika u.ä.), die zusammen innerhalb der EU einen Jahresumsatz von etwa 120 Mrd. Euro haben und Arbeitsplätze für etwa 1,9 Mio. Menschen in Europa bieten.
Dr. Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland, sagte: "Die Pilotmärkte-Initiative der EU ist ein wichtiger Teil der gezielten dringend notwendigen aktiven politischen Unterstützung für den innovativen Mittelstand Europas. Werden die Mittel hierfür sinnvoll eingesetzt, können die Verbraucher bald Nutznießer des außerordentlichen Beitrags innovativer Unternehmen zum Fortschritt in Europa werden."
Mit der Pilotmärkte-Initiative für Europa werden derartige Märkte durch die Verbesserung der Rechtsvorschriften, die Stärkung des öffentlichen Auftragswesens und die Entwicklung miteinander kompatibler Normen gefördert. Für innovative Unternehmen steigen so die Chancen, sich auf neuen Wachstumsmärkten weltweit mit einem Wettbewerbsvorteil als führende Anbieter zu positionieren. Ferner soll sich mit der LMI das Wohlergehen der europäischen Verbraucher in Schlüsselbereichen rasch und deutlich verbessern.
Der für Unternehmens- und Industriepolitik zuständige Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen erklärte gestern hierzu, Europa müsse gezielter innovationsfreundliche Märkte ausbauen, indem Bedingungen geschaffen werden, die die Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen erleichterten.
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Informationen zur LMI finden Sie unter: http://ec.europa.eu/enterprise/leadmarket/leadmarket.htm
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