Pressemitteilungen 2009

22.12.2009: Neue Zahlen zur Situation des innovativen Mittelstandes Die Finanzierung der Biotech-Branche nimmt 200 Mio. Euro-Hürde

Berlin (22.12.2009) – Kürzlich vom Wirtschaftsverband der Biotech-Branche, BIO Deutschland e. V., erhobene Zahlen geben ein finsteres Bild der Finanzsituation von Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland ab: Bis Ende des 3. Quartals 2009 konnten insgesamt Mittel von lediglich 37 Mio. Euro eingeworben werden. Das vierte Quartal überraschte hingegen mit guten Nachrichten größerer Finanzierungsrunden. Die bislang investierten Mittel 2009 belaufen sich derzeit auf 219 Mio. Euro.

Diese und andere Zahlen sind heute im Jahrbuch der BIO Deutschland erschienen.

„Die Gesamtfinanzlage bleibt jedoch düster“, sagt Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland, und fügt hinzu: „Seit 2005 sind die privatwirtschaftlichen Investitionen in die Biotechnologie kontinuierlich gesunken. Lediglich der Anteil an öffentlichen Fördermitteln ist seit vier Jahren konstant geblieben.“ Heinrich sieht jedoch einen Silberstreifen am Horizont: „In den USA setzt sich die Investitionsbereitschaft in private und öffentliche Unternehmen, die wir im Sommer gesehen haben, dynamisch fort.“ Allein in der Woche vom 10. bis 14. August dieses Jahres waren 499 Mio. US $ über Finanzierungsrunden, Börsengänge und Kapitalerhöhungen in Biotech-Unternehmen geflossen. Damit brachte die Branche in Übersee ihre bis zur Mitte August eingeworbenen Mittel bereits auf eine Gesamthöhe von 12,1 Mrd. US $. Im Vorjahr waren insgesamt 13,6 Mrd. US $ in die Biotechnologieindustrie investiert worden. Es sei hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis dieser Trend auch in Europa ankäme, ergänzt der Vorstandsvorsitzende der BIO Deutschland.

Viola Bronsema, Geschäftsführerin der BIO Deutschland, erklärt im Zusammenhang mit der heutigen Jahrbuchveröffentlichung, dass innovative kleine und mittlere Unternehmen (die Mehrheit der 500 Biotechnologie-Firmen Deutschlands) in starkem Maße helfen, große Mengen an Eigenkapital für Innovationen zu mobilisieren – wenn die Rahmenbedingungen stimmten. Bronsema sagt: „Die Biotech-Branche benötigt dringend bessere steuerliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Forschung und Entwicklung.“

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Hier finden Sie das BIO Deutschland Jahrbuch 2009 als PDF-Datei

17.12.09: Wachstumsbeschleunigungsgesetz soll Innovationshemmnisse reduzieren

Berlin (17.12.2009) - Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, BIO Deutschland e.V., spricht sich anlässlich der morgigen Bundesratsdebatte zum Thema "Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums" nachdrücklich dafür aus, die Rahmenbedingungen für Investitionen in innovative Unternehmen zu verbessern.

In einer heute veröffentlichten Stellungnahme der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Finanzen und Steuern" macht der Verband deutlich, wie die Bundesregierung weiterhin bestehende Mängel bei der Innovationsfinanzierung beseitigen könnte.

"Die Biotech-Branche als Paradebeispiel für den hochinnovativen Sektor unserer Wirtschaft steht nach einem harten Jahr weiterhin vor großen Herausforderungen", sagte Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland. Er fügte hinzu: "Die zumeist kleinen und mittleren High-Tech-Unternehmen Deutschlands benötigen jetzt dringend Zugang zu Finanzierungsquellen wie Wagniskapital und öffentlicher Projektförderung, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und den Standort Deutschland zu sichern."

Jan Schmidt-Brand, Steuerexperte im BIO Deutschland-Vorstand, betonte vor dem Hintergrund des morgen im Bundesrat diskutierten Wachstumsbeschleunigungsgesetzes den dringenden Reformbedarf. Das geltende Steuerrecht müsse geändert werden, denn es diskriminiere die Entwicklung und Finanzierung von Spitzentechnologien. Ein erster und wichtiger Schritt wird mit dem aktuellen Gesetz getan, nämlich durch die Verbesserung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen. Es besteht aber darüber hinaus aktueller Handlungsbedarf.

"Deutschland ist im internationalen Vergleich benachteiligt", fügte Schmidt-Brand hinzu. "Im Gegensatz zur überwiegenden Mehrzahl der OECD– und EU-Staaten gibt es bei uns keine steuerliche Forschungsförderung. Dies bedeutet für Deutschland einen erheblichen Standortnachteil und gefährdet die Erreichung der politischen Zielvorgaben innerhalb der EU, 3 Prozent des Bruttosozialproduktes in Forschung und Entwicklung zu investieren (Lissabon-Ziel)."

Dirk Honold, Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Finanzen und Steuern", sagte dazu: "Wir müssen uns in Deutschland dringend internationalen Standards annähern und bestehende Nachteile für die Innovationsfinanzierung durch Beteiligungskapital beseitigen. Dies setzt Anreize für Investoren voraus, damit wir Kapital für die Entwicklung von Innovationen nach Deutschland anlocken beziehungsweise im Lande behalten können."

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16.12.09: Stammzellspezialist wird 250. Mitglied

Berlin (16.12.2009) - Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland (BIO Deutschland e. V.) heißt heute Pharmicell Europe GmbH als 250. Mitglied willkommen. Das auf die Entwicklung von Stammzelltherapien spezialisierte Berliner Unternehmen wurde im Jahr 2006 als europäische Niederlassung des koreanischen Unternehmens FCB Pharmicell Co. Ltd. gegründet.

Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland, sagte anlässlich des Beitrittes von Pharmicell, er freue sich sehr, dieses im Bereich der Stammzellen, der Regenerativen Medizin und dem Tissue Engineering tätige und hoch innovative Unternehmen als neues Mitglied des Verbandes begrüßen zu können. Er fügte hinzu: "Der stetige Mitgliederzuwachs seit der Gründung des Verbandes vor nunmehr fünf Jahren ist für BIO Deutschland ein Ansporn, die innovativ arbeitenden kleinen und mittleren Biotech-Unternehmen mit einer starken Stimme zu unterstützen."

Sunghee Cho, Geschäftsführerin der Pharmicell, begründete den Beitritt mit den durch die Mitgliedschaft in der BIO Deutschland verbundenen Vorteilen für junge Biotech-Unternehmen: "Unsere Firma ist spezialisiert auf dem hochinnovativen Gebiet der adulten Stammzelltherapie. Es ist für uns sehr wichtig, vielfältige Möglichkeiten für einen schnellen und effektiven Austausch mit der Wissenschaft und potentiellen Partnern zu bekommen." Und Andreas Kurtz, Pharmicells Mitgründer von Pharmicell, ergänzte: "Wir sind der Meinung, dass BIO Deutschland uns diese Möglichkeiten über deren breiten Palette an Aktivitäten bieten kann. Wir freuen uns auf die Teilnahme an den künftigen Verbandstätigkeiten."

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Hier steht Ihnen das Bild von Dr. Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland (links), Sunghee Cho, Geschäftsführerin der Pharmicell Europe GmbH, und Dr. Andreas Kurtz, Mitgründer der Pharmicell Europe GmbH (rechts), bei der Begrüßung als 250. Mitglied in Berlin in druckfähiger Qualitität zur Verfügung.

27.11.09: 11. Vorstandskonferenz der Biotechnologie-Branche: Neue Geschäftsmodelle und Innovationen als Schlüssel zum Erfolg

Berlin (27.11.2009) – "Die Biotech-Branche hat in diesem Jahr mit angepassten Geschäftsmodellen die Entwicklung innovativer Produkte trotz nachteiliger Rahmenbedingungen und schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes voranbringen können. Dennoch steht die Biotechnologie nach einem harten Jahr vor großen Herausforderungen in den kommenden zwölf Monaten", sagte heute Peter Heinrich, Vorstandssprecher des Wirtschaftsverbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland, auf dem jährlichen CEO&CFO-Meeting der Biotech-Branche in Bad Nauheim. Er fügte hinzu, dass sich die Rahmenbedingungen für die Finanzierung der gesamten Branche dringend verbessern müssten. "Die meist kleinen und mittleren Biotech-Unternehmen Deutschlands sind derzeit noch stabil aufgestellt, benötigen aber im kommenden Jahr einen besseren Zugang zu Finanzierungsquellen wie Wagniskapital, Projektförderung und Pharmapartnerschaften. Nur so werden wir die vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsprojekte weiter voranbringen können und im internationalen Kontext wettbewerbsfähig bleiben."

Jan Schmidt-Brand, Steuerexperte im BIO Deutschland-Vorstand, betonte auf der Konferenz und vor dem Hintergrund des derzeit diskutierten Gesetzes zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums der Bundesregierung den dringenden Reformbedarf. Das geltende Steuerrecht diskriminiere die Entwicklung und Finanzierung innovativer Spitzentechnologien, da diese aufgrund des inhärenten Forschungs- und Entwicklungsrisikos selten durch Fremdkapital (Bankkredite) sondern vielmehr durch Eigenkapital (Wagnis- oder Beteiligungskapital) finanziert werden. Die international bewährten Modelle zur Förderung der jungen, innovativen Unternehmen durch Eigenkapital werden in Deutschland in keiner Weise unterstützt, sondern durch Rechtsunsicherheiten und insoweit verfehlte (steuer-) rechtliche Regelungen behindert.

Dirk Honold, Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Finanzen und Steuern", sagte während des zweitätigen Treffens dazu: "Wenn bestehende Nachteile für die Innovationsfinanzierung durch Beteiligungskapital beseitigt sind, bedeutet dies erst eine Annäherung an internationale Standards. Ergänzend sollten Anreize für Investoren geschaffen werden, ihr Kapital in Innovation am Standort Deutschland zu investieren."

Das CEO&CFO-Meeting, das wichtigste Treffen dieser Art in Deutschland, findet am 26. und 27. November zum 11. Mal statt. Mehr als 100 Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer von Biotechnologiefirmen sowie Branchenexperten werden unter anderem über die Themen "Personalentwicklung", "Finanzierung" und "Pharmakooperationen" diskutieren. Auf dem Programm stehen auch etwa 40 Firmenpräsentationen mit Details zu Geschäftsmodellen und jüngsten branchenspezifischen Entwicklungen, über die sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer austauschen.

Das Treffen wird von der West LB AG als Hauptsponsor sowie von Sanofi-Aventis unterstützt.

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Hier steht Ihnen das Gruppenbild des 11. CEO+CFO-Meetings am 26. und 27.11.09 in Bad Nauheim in druckfähiger Qualität zur Verfügung.

Hier steht Ihnen das komplette Programm der Veranstaltung zum Download zur Verfügung.

27.10.09: Hoffnung für den innovativen Mittelstand Biotechnologie-Industrie begrüßt Koalitionsvertrag

Berlin (27.10.2009) - Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., begrüßt die Aussagen im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP für die künftige Legislaturperiode, die sich eindeutig zum innovativen Mittelstand bekennen. Speziell die Passagen, die sich mit forschungs- und entwicklungsintensiven Biotechnologie-Firmen befassen, seien insgesamt positiv zu bewerten, sagte Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland: "Der Vertrag hebt die Biotechnologie zusammen mit anderen wenigen Gebieten explizit als eine für künftigen Wohlstand wichtige Quelle von Innovationen hervor. Dies werten wir als deutliches Signal der Politik, sich in den kommenden vier Jahren insbesondere auch für die Belange der Biotech-Branche einzusetzen."

Jan Schmidt-Brand, Steuerexperte im BIO Deutschland-Vorstand, betont, dass die geplante Entschärfung von Verlustabzugsbeschränkungen eine notwendige Maßnahme gegen Wachstumshemmnisse sei. Allerdings hänge der Erfolg der Maßnahme gerade im Bereich der Finanzierung durch Risikokapital noch stark von einer praktisch umsetzbaren Detailregelung ab. "Aber die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Aussage, dass eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung angestrebt werde, um zusätzliche Impulse insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen auszulösen, gibt Anlass zur Zuversicht", ergänzt Schmidt-Brand.

Peter Heinrich begrüßt darüber hinaus, dass sich die künftige Bundesregierung offenbar für wissenschaftsorientierte Entscheidungen in europäischen Zulassungsverfahren von gentechnisch verbesserten Pflanzen (GVO) einsetzen wird: "Eine Hinwendung zu wissenschaftlich fundierter Objektivität würde endlich das Vertrauen der Bürger wieder herstellen und den auf diesem Sektor arbeiten Unternehmen die nötige Sicherheit geben, weitere Innovation "Made in Germany" auf den Weg zu bringen."

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06.10.2009: Sechste Mitgliederversammlung der BIO Deutschland Vertretung der Biotechnologie-Industrie mit neuem Vorstand

Berlin (06.10.2009) – BIO Deutschland hat am 5. Oktober während ihrer sehr gut besuchten 6. ordentlichen Mitgliederversammlung im Rahmen des internationalen Branchen-Treffens Biotechnica in Hannover einen neuen Vorstand für die Jahre 2010 und 2011 gewählt.

Die zehn Mitglieder des BIO Deutschland-Vorstandes repräsentieren unterschiedliche Bereiche des innovativen Biotechnologie-Mittelstandes und der BioRegionen. Wiedergewählt wurden:

  • Prof. Dr. Horst Domdey, Geschäftsführer der BioM Biotech Cluster Development GmbH, Martinsried
  • Dr. Peter Heinrich, PH Biotech, Martinsried
  • Norbert Hentschel, Kaufmännischer Geschäftsführer der Miltenyi Biotec GmbH, Bergisch-Gladbach
  • Peter Pohl, Vorstandsvorsitzender der GATC Biotech AG, Konstanz
  • Prof. Dr. Felicia Rosenthal, Geschäftsführerin der CellGenix Technologie Transfer GmbH, Freiburg
  • Dr. Jan Schmidt-Brand, Vorstandsvorsitzender der Heidelberg Pharma AG, Ladenburg
  • Dr. Rainer Wessel, Vorstandssprecher der GANYMED Pharmaceuticals AG, Mainz
  • Prof. Dr. Olaf Wilhelm, Vorstandsvorsitzender der Wilex AG, München

Neu in den Vorstand gewählt wurden:

  • Roland Sackers, Finanzvorstand QIAGEN N.V., Hilden
  • Dr. Christian Schetter, Geschäftsführer der Fresenius Biotech GmbH, München

„Das Wahlergebnis ist ein deutlicher Ausdruck des Wunsches von BIO Deutschland-Mitgliedern nach Kontinuität bei der eingeschlagenen Richtung des Verbandes, sich weiterhin für die Verbesserung der Rahmenbedingungen des innovativen Biotech-Mittelstandes einzusetzen“, sagte der gleich nach der Mitgliederversammlung einstimmig gewählte Vorstandsvorsitzende Peter Heinrich. Dies würde durch die Ergebnisse der jüngsten Mitgliederumfrage bekräftigt, fügte Viola Bronsema, Geschäftsführerin der BIO Deutschland, hinzu: „Mehr als 97% der Befragten äußerte sich zufrieden bis sehr zufrieden mit der Arbeit des BIO Deutschland. Das ist ein deutliches Signal und gibt uns das Mandat, uns weiterhin für die Biotech-Branche stark zu machen.“

Neben der Vorstandswahl legte die Verbandsführung einen umfassenden Rechenschaftsbericht ab. Darüber hinaus interessierten sich die Teilnehmer für die Berichte über die Tätigkeit der neun Arbeitsgruppen, die die Themen „Deutsch-US-Amerikanische Zusammenarbeit“, „Diagnostik“, „Finanzen und Steuern“, „Human Resources“, „Innovationen, Unternehmertum und Arbeitsplätze“, „Gesundheitspolitik“, „regulatorische Angelegenheiten“, „Schutzrechte und technische Verträge“ sowie „Wettbewerb und Ordnungspolitik“ bearbeiten. Auch der Sprecher des Arbeitskreises der Bioregionen, Kai Uwe Bindseil, gab den mehr als 70 anwesenden Mitgliedern einen kurzen Überblick über die Aktivitäten dieses unter dem Dach der BIO Deutschland assoziierten Gremiums.

„Ich begrüße sehr das Ergebnis der diesjährigen Vorstandwahl und habe mich sehr gefreut, die Berichte über die Aktivitäten des Verbandes mitverfolgen zu können“, sagte ein BIO Deutschland-Mitglied am Rande der Jahresversammlung. Er fügte weiter hinzu, er sei zuversichtlich, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Vorstand, Arbeitsgruppen und Geschäftsstelle weiterhin den innovativ arbeitenden KMU zugute kommen werden.

Nach der Mitgliederversammlung waren BIO Deutschland-Mitglieder Gäste des Vorstandes der Deutschen Messe AG bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Biotechnica, der größten europäischen Schau der Biotechnologie-Industrie.

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Vorne und v.l.n.r: Dr. Peter Heinrich, PH Biotech und Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland, Prof. Dr. Felicia Rosenthal, CellGenix GmbH, Dr. Jan Schmidt-Brand, Heidelberg Pharma AG.
Mittlere Reihe und v.l.n.r.: Prof. Dr. Olaf Wilhelm, Wilex AG, Dr.
Rainer Wessel, GANYMED Pharmaceuticals AG, Prof. Dr. Horst Domdey, BioM Biotech Cluster Development GmbH.
Hinten und v.l.n.r.: Dr. Christian Schetter, Fresenius Biotech GmbH, Roland Sackers, QIAGEN N.V., Peter Pohl, GATC Biotech AG, Norbert Hentschel, Miltenyi Biotec GmbH

Ein Foto des Vorstands der BIO Deutschland steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

05.10.09: EU-Kommission kippt deutschen Gesetzesentwurf Biotechnologie-Industrie entsetzt über europäische Entscheidung

Berlin (05.10.2009) - Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., äußert sich entsetzt über die jüngste Entscheidung der EU-Kommission zum Thema Wagniskapital für innovative Unternehmen. Die Kommission hat Anfang Oktober Teile des deutschen Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG) vorerst gestoppt.

Das MoRaKG sollte zumindest für einen kleinen Teil der innovativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die unerträgliche Härte der Unternehmenssteuerreform mildern. Die Reform trat im Januar 2008 in Kraft. Sie diskriminiert durch die Abgeltungssteuer und die Verschärfung der Mantelkaufregelung mit der Folge des erweiterten Wegfalls der Verlustvorträge den innovativen und investitionsintensiven Mittelstand gegenüber der Großindustrie.

"Die aktuelle Entscheidung der Kommission zeigt nun, dass die im vergangenen Jahr in Kraft getretene Unternehmenssteuerreform perspektivlos ist", sagt Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland. Er fordert die neue Bundesregierung dazu auf, den Neubeginn zu nutzen und die für den gesamten innovativen Mittelstand schädlichen Teile der Unternehmenssteuerreform rückwirkend zurückzunehmen.

Jan Schmidt-Brand, Finanzexperte im BIO Deutschland-Vorstand, erklärt dazu, dass nur die Überarbeitung der seit 2008 eingeführten, völlig systemwidrigen und innovationsschädlichen Steuergesetze sowie eine sinnvolle steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung die Rahmenbedingungen für innovativ arbeitende KMU wieder auf ein international konkurrenzfähiges Niveau bringen können. Dies sei gerade in Zeiten der Finanzkrise unverzichtbare Voraussetzung, um die Existenz vieler derzeit von Kapitalengpässen bedrohter innovativer Firmen nicht noch zusätzlich zu erschweren.

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21.07.09: Zweiter runder Tisch zur Pflanzenbiotechnologie: Biotechnologie-Industrie fordert Vernunft und offene Debatte

Berlin (21.07.2009) - Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., fordert vor dem Hintergrund des morgigen zweiten "Runden Tisches" zur Pflanzenbiotechnologie im Bundesforschungsministerium eine Versachlichung der Debatte und endlich ein eindeutiges Bekenntnis der Politik zu dieser Zukunftstechnologie.

Bereits in der vergangenen Woche hatte BIO Deutschland in einem gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichten Thesenpapier auf die Bedeutung der Pflanzenbiotechnologie für den Innovationsstandort Deutschland hingewiesen ("Thesenpapiere").

"Volkswirtschaftlich lohnt sich der Aufwand, den innovative Landwirte und kleine und mittlere Biotech-Unternehmer betreiben", sagte dazu Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland. Mit hohem Aufwand entwickelten diese Unternehmen nicht nur Marktneuheiten, welche die Lebensgrundlage und -qualität aller Menschen in Zukunft sichern sollen, sondern sie schafften auch die Voraussetzungen, um die Produkte sicher und nachhaltig zu machen, fügte Heinrich hinzu. Je komplexer und aufwändiger die Regeln seien, die dabei beachtet werden müssen, desto schwerer hätten es die in Deutschland ansässigen und in diesem Bereich tätigen Biotech-Firmen, im internationalen Markt zu bestehen. "Die derzeitigen Regelungen und Rechtsunsicherheiten auf dem Gebiet der Pflanzenbiotechnologie fördern indirekt die Stärkung einiger weniger multinationaler Konzerne", betonte Heinrich.

"Gentechnik und Biotechnologie werden fälschlicherweise noch immer von manchen Interessensgruppen öffentlichkeitswirksam als Hochrisiko-Technologie diffamiert", fügte BIO Deutschland-Vorstandsmitglied Jens Katzek hinzu. Anstatt aufzuklären, würden der Öffentlichkeit die mehr als 20 Jahre währenden positiven Erfahrungen mit Gentechnik und Biotechnologie vorenthalten. Sie zeigten, sagte Katzek weiter, dass diese Spitzentechnologie sicher sei und dass sie in allen Bereichen unseres Alltags und unserer Gesundheit zu maßgeblichen Verbesserungen geführt hätten. Es gäbe keine wissenschaftliche Untersuchung, die glaubwürdig auf das Gegenteil schließen ließe. "Umso mehr begrüßen wir das Engagement von Ministerin Schavan, die versucht, der Zukunft des Innovationsstandortes Deutschland den Vorrang vor politischen Ränkespielen zu geben."

"Wir dürfen nicht den gleiche Fehler begehen, den die politisch Verantwortlichen in den 70ern und 80ern schon bei der medizinischen Biotechnologie gemacht haben", führte Katzek weiter aus: 1978 wurde erstmals Humaninsulin im Labor biotechnologisch hergestellt. Bereits 1982 begann die Vermarktung des Insulins in den USA - mit dem entsprechenden Nutzen für die Patienten, die nun die nebenwirkungsärmere Medikation nutzen konnten. Deutschland dagegen sperrte sich gegen die neue Technologie 20 Jahre lang und hat damit u.a. auch zum Verlust der weltweiten Spitzenposition der deutschen Pharmaindustrie beigetragen. Erst 1998 konnte bei Frankfurt die erste Produktionsstätte für Humaninsulin vom damaligen Chemie-Konzern Hoechst in Betrieb genommen werden.

Bis heute hat der innovative Biotech-Mittelstand Deutschlands den Abstand zu den technologiefreundlicheren Ländern nicht einholen können. Die Europäische Kommission kam erst jüngst in einer Studie zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2005 lediglich sechs von damals 140 neu zugelassenen Wirkstoffen in deutschen Pharmafirmen entwickelt wurden.

BIO Deutschland hat in einem "Positionspapier" bereits darauf hingewiesen, dass gerade auch im Bereich der Pflanzenbiotechnologie in den vergangenen 20 Jahren immer umfangreichere gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen wurden. Gleichzeitig sind Hunderte von Millionen Euro in die Sicherheitsforschung investiert worden, die im Wesentlichen bestätigt hat, dass gentechnisch veränderte Pflanzen genauso sicher sind wie konventionell gezüchtete Pflanzen. Der Deutsche Bundestag als Gesetzgeber hat sich zudem zur Bewertung möglicher Risiken ein aufwendiges System aus unterschiedlichen rechtlichen Regelungen und Behörden geschaffen.

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Das Thesenpapier finden Sie unter: www.biodeutschland.org/thesenpapier/thesenpapier.php

Der Text des Positionspapiers zur Pflanzenbiotechnologie steht für Sie unter "Positionspapiere (Anhoerung vom 26.11.07)" zur Verfügung

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14.07.09: Konrad-Adenauer-Stiftung und BIO Deutschland legen Thesenpapier "Biotechnologie in Deutschland" vor

Argumente für die Stärkung der innovativen kleinen und mittleren Unternehmen

Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V. und die Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichen heute das Thesenpapier "Biotechnologie in Deutschland" mit Argumenten für die Stärkung der kleinen und mittleren Unternehmen. Ziel des Papiers ist es, den Verbesserungsbedarf für die Biotechnologie-Branche in Deutschland zu konkretisieren.

Dazu der Mediziner und Vorstandsvorsitzender der Noxxon Pharma AG, Frank Morich, in einem Interview mit der Redaktion von www.kas.de: "Wir erhalten hier an unserem Standort eine Vielzahl hochqualifizierter Arbeitsplätze. Von unseren gut 40 Mitarbeitern ist über die Hälfte akademisch qualifiziert. Das hat natürlich bestimmte Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt. Also ich denke wir sind für den Arbeitsmarkt, für die Innovation, aber auch für Standortpolitik von sehr, sehr großer Bedeutung."

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Biotechnologie sehr positiv entwickelt. Dies gilt sowohl für die Forschung als auch für die wirtschaftliche Anwendung - die Biotechnologie-Branche wächst weltweit und führt zu vielen positiven wirtschaftlichen Effekten. Sie ist maßgeblich daran beteiligt, die medizinische Versorgung zu verbessern und industrielle Produktionsprozesse umweltfreundlicher sowie kostengünstiger zu machen.

Der Obmann der CDU/CSU-Fraktion in der Arbeitsgruppe für Bildung und Forschung im Deutschen Bundestag, Michael Kretschmer, sagte heute ebenfalls in einem Interview mit der Redaktion von www.kas.de: "Die Biotechnologie in Deutschland ist ganz stark geprägt von kleinen und kleinsten Unternehmen. Der überwiegende Teil der Unternehmen hat unter 50 Beschäftigte. Das ist eine Chance, weil sie natürlich schneller und innovativer sind, weil sie flexibler reagieren können auf Entwicklungen. Wenn es finanzielle Engpässe gibt, sind sie jedoch wesentlich anfälliger als größere Unternehmen. Aus diesem Grund ist der Staat auch in der Verant-wortung, den Rahmen so zu setzen, dass immer wieder dieses notwendige Eigenkapital über Beteiligung von Unternehmen auch an diese Unternehmen kommt. Dafür müssen wir das Steuerrecht vernünftig gestalten, Abschrei-bungsmöglichkeiten richtig einsetzen, damit das auch in Zukunft gelingt."

Im Thesenpapier werden dazu die wichtigsten Schritte skizziert. Das Dokument konzentriert sich dabei auf kleine und mittlere Biotechnologie-Unternehmen als ein wichtiges wirtschaftliches Standbein in Ergänzung zu den großen, global agierenden Unternehmen. Viele der in den Thesen enthaltenen Vorschläge haben über die Biotechnologie hinaus auch für andere innovative Branchen und die dort tätigen kleinen und mittleren Unternehmen Geltung.

Das Thesenpapier steht für Sie unter "Thesenpapier"
zur Verfügung.

Unter dem Link http://www.kas.de/biotechnologie-in-deutschland finden Sie auch die vollständigen Interviews mit Frank Morich und Michael Kretschmer.

Gern können Sie ein gedrucktes Exemplar über die Geschäftsstelle der BIO Deutschland unter 030/3450593-30 anfordern.

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25.06.09: Erfolgreiche Business Development Conference in München

München (25.06.09) - Europäische kleine und mittlere biopharmazeutische Unternehmen trafen sich am 24. und 25. Juni in München mit Vertretern von internationalen Pharmaunternehmen bei der dritten Business Development Conference, die vom Wirtschaftsverband der deutschen Biotechnologieindustrie, BIO Deutschland, und von der Europäischen Vereinigung Biopharmazeutischer Unternehmen (EBE) organisiert wurde.

Zu der Veranstaltung kamen rund 90 Vorstandsvorsitzende und Führungskräfte aus dem Bereich der Geschäftsentwicklung von (bio-)pharmazeutischen Unternehmen, Private Equity und Wagniskapitalgesellschaften aus Europa und den USA. Das Format des Kongresses förderte die gegenseitige Information, das Knüpfen neuer Geschäftskontakte und das Anbahnen von Geschäftsabschlüssen. Die außerordentlich positiven Rückmeldungen zahlreicher Teilnehmer bestätigten den Erfolg der Aktivitäten von EBE und BIO Deutschland zur Schaffung einer exklusiven Geschäfts- und Partneringplattform.

Trotz der weltweiten Finanzierungssituation zeigt die europäische Biotechnologie nach wie vor Innovationspotenzial. Nach einer vor kurzem veröffentlichten Analyse werden die sechs weltweit umsatzstärksten Arzneimittel im Jahre 2014 sämtlich Biotechnologieprodukte sein. Das unterstreicht die Bedeutung des Sektors für die weltweite Pharmaindustrie.

Auf dem Kongress hatten innovative Unternehmen aus ganz Europa Gelegenheit zur Präsentation ihrer neuesten Forschungs- und Entwicklungs-Erfolge sowie neuartiger Geschäftsmodelle. Führungskräfte aus wichtigen Biotechnologieunternehmen und internationalen Pharmagesellschaften und Wagniskapitalfirmen tauschten Erfahrungen aus, stellten Fallstudien vor und erörterten die nach ihrer Auffassung wesentlichen Faktoren für die Wachstumsförderung im europäischen Biotechnologiesektor.

Die Grundsatzreden und Podiumsdiskussionen gingen unter anderem auf Aspekte von Finanzierungsproblemen durch die weltweite Finanzkrise ein: innovative Finanzierungswege wurden vorgetragen und Möglichkeiten zu einer für Investoren und andere Partner attraktiven Positionierung eines Unternehmens wurden erörtert.

Die Veranstaltung wurde großzügig vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, BioM Biotech Cluster Development, Merck-Serono, Boehringer-Ingelheim, Roche und Amantec unterstützt.

Das Programm der Konferenz finden Sie als PDF-Download unter: http://www.biodeutschland.org/press09/090702BDC-DIN-L_.pdf

19.06.09: Kein Änderungsbedarf bei der Biopatentrichtlinie Biotechnologie-Industrie begrüßt Bundestagsentscheidung

Berlin (19.06.2009) - Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., begrüßt die gestrige Entscheidung des Bundestages über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen. Die Bundesabgeordneten haben mehrheitlich gegen einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gestimmt, die eine Aufforderung an die Bundesregierung durchsetzen wollten, die bereits existierende europäische Richtlinie 98/44/EG vor den entsprechenden europäischen Gremien zu ändern.

Die Biotechnologie-Industrie spricht sich in einer heute dazu veröffentlichten Stellungnahme dafür aus, die Bestimmungen der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 1998 über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen (ABI. EG Nr. L 213, S. 13) beizubehalten. Fazit des von der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Schutzrechte und technische Verträge" erarbeiteten Positionspapiers ist, dass insgesamt die derzeit geltende Biopatentrichtlinie eine wertvolle Klärung für den Schutz biotechnologischer Erfindungen schaffe. Sie bilde eine gute Grundlage, auf der die Rechtsprechung eine solide Entscheidungspraxis entwickeln kann. Patente auf bereits existierende Pflanzen und Tiere können nach derzeitiger Rechtslage nicht erteilt werden. Eine Entdeckung ist per Patentgesetz klar von einer Erfindung abgetrennt. Es wird daher seitens der Industrie und der Wissenschaft keine Notwendigkeit gesehen, die Gesetzeslage zu ändern.

Darüber hinaus warnt die Biotechnologie-Industrie im Positionspapier vor den negativen Auswirkungen auf den Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort Deutschland im Falle eines fehlenden Patentschutzes: Ohne den Schutz auf eine Erfindung, bleiben die Anreize aus, innovative Ideen in neuartige marktfähige Produkte umzusetzen. Die volkswirtschaftliche Folge ist eine Schwächung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit innovativer kleiner und mittlerer Unternehmen, die bislang einen maßgeblichen Beitrag geleistet haben, aus Deutschland das "Land der Ideen" zu machen.

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Der vollständige Text der Stellungnahme der BIO Deutschland zum Änderungsbedarf bei der Biopatentrichtlinie steht für Sie unter "Positionspapiere" zur Verfügung.

27.05.09: Novellierung des Patentrechts soll Interessen innovativer Unternehmen berücksichtigen Biotechnologie-Industrie gegen Beschränkung der Technologieverwertung

Berlin (27.05.2009) - Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., spricht sich vor dem für morgen zu erwartenden Beschluss eines neuen Patentrechts ("Patentrechtsmodernisierungsgesetz") durch den Bundestag dringend dafür aus, mit diesem Gesetz auch die Sicherung von Lizenzverträgen im Falle einer Unternehmensinsolvenz zu ermöglichen.

Gerade für innovative Unternehmen ist es in Zeiten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise notwendig, Lizenzen als eine ihrer wichtigsten Wertetreiber und Einnahmequellen sicher und nicht unter Wert vermarkten zu können, betont Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland. Peter Heinrich hält es aus diesem Grund für unerlässlich, das Patenrechtsmodernisierungsgesetz zusammen mit einer Regelung zur Insolvenzfestigkeit von Lizenzverträgen zu verabschieden. "Bei Lizenzverträgen handelt es sich in der Regel um langfristige Vereinbarungen, die mit hohen Investitionen in innovative Technologien einhergehen. Sowohl für Lizenznehmer als auch für Lizenzgeber wäre es ein Gewinn, wenn für diese Investitionen eine sichere und dauerhafte Rechtsgrundlage geschaffen würde", sagt Peter Heinrich weiter.

Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 5. Dezember 2007 zur Entschuldung mittelloser Personen, zur Stärkung der Gläubigerrechte sowie zur Regelung der Insolvenzfestigkeit von Lizenzen (BT-Drs.16/7416) sieht vor, die Insolvenzfestigkeit von Lizenzen im Wege eines neuen § 108a in die Insolvenzordnung ("InsO") einzuführen. Eine Umsetzung dieses Gesetzes noch in dieser Legislaturperiode gilt aber als äußerst unwahrscheinlich. Umso mehr würde es sich anbieten, dieses wichtige Thema im Rahmen des Patentrechtsmodernisierungsgesetzes zu behandeln.

Nach der derzeitig geltenden Rechtslage unterliegen Lizenzvereinbarungen als gegenseitige Verträge dem Wahlrecht des Insolvenzverwalters gemäß § 103 InsO. Der Insolvenzverwalter kann entscheiden, ob er Lizenzverträge des Schuldners weiterhin erfüllt oder die Erfüllung ablehnt. Handelt es sich bei dem Insolvenzschuldner um den Lizenzgeber und lehnt der Insolvenzverwalter die Erfüllung des Lizenzvertrages ab, ist der Lizenznehmer nicht mehr dazu berechtigt, die lizenzierten Rechte zu nutzen. Dies ist für den Lizenznehmer insbesondere dann problematisch, wenn er Investitionen getätigt hat, die von dem Bestand des Lizenzvertrages abhängen. Unter Umständen entzieht eine Insolvenz des Lizenzgebers ihm sogar die wirtschaftliche Grundlage. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten macht sich diese Rechtsunsicherheit insbesondere dadurch bemerkbar, dass die lizenznehmenden Unternehmen bei Lizenzverhandlungen ihre Kosten gegen dieses Risiko verrechnen. Dies führt zu einer erheblichen Senkung des Wertes von Lizenzen.

In einer Stellungnahme der Biotechnologie-Industrie hat BIO Deutschland bereits auf diesen Misstand hingewiesen und vorgeschlagen, die forschenden Unternehmen zu schützen, indem Lizenzen "insolvenzfest" ausgestaltet werden. Der Vorschlag sieht unter anderem bei der Entscheidung des Insolvenzverwalters, den Lizenzvertrag nicht zu erfüllen, ein Wahlrecht des Lizenznehmers vor, bei dem dieser die Nichterfüllungswahl annehmen oder sich für die Fortgeltung des Lizenzvertrages unter Weiterzahlung der Lizenz entscheiden kann.

Rainer Wessel, gemeinsam mit Martin Pöhlchen Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Lizenzen und technische Verträge", sagt dazu: "Bereits jetzt unterliegen Miet- und Pachtverträge nicht dem in § 103 InsO geregelten Wahlrecht des Insolvenzverwalters. Diese Verträge bestehen in jedem Fall fort. Eine vergleichbare Ausnahme für Lizenzverträge einzufügen, ist für kleine und mittlere Unternehmen, die dank der Lizenzverträge weiterhin in Forschung und Innovationen investieren können, sehr wichtig". Er fügt hinzu, dass diese neue Regelung selbstverständlich nicht den Interessen der Insolvenzgläubiger zuwiderlaufen dürfe.

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06.05.09: Jüngste Umfrage-Ergebnisse ergeben: Biotechnologie-Industrie trotzt (noch) Wirtschaftskrise

Berlin (06.05.2009) – Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., macht heute in einer Pressekonferenz in Frankfurt darauf aufmerksam, dass die Biotech-Branche trotz des schwierigen Wirtschaftsumfeldes und der ungünstigen Rahmenbedingungen weiterhin wächst.

Das Bundesforschungsministerium (BMBF / biotechnologie.de) und die Unternehmensberatung Ernst & Young geben heute die Ergebnisse der jüngsten Unternehmensbefragungen innerhalb der Biotechnologie-Industrie bekannt: Ein Umsatzplus, eine steigende Unternehmensanzahl und sogar höhere Beschäftigungszahlen sind die erfreulichen Fakten.

Die zentralen Ergebnisse der im Auftrag des BMBF durchgeführten Unternehmensbefragung sind eine Zunahme des Umsatzes um 9 Prozent auf mehr als zwei Milliarden Euro sowie eine leichte Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 1,1 Prozent auf nunmehr 1,06 Milliarden Euro.

Dennoch, die wichtigste Finanzierungsquelle der hauptsächlich kleineren und mittleren Biotech-Unternehmen, das Eigenkapital, droht zu versiegen. Mit einem Rückgang zwischen 30 und 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr sucht nun die Mehrheit der Firmen nach Alternativen, ihre Programme zur Entwicklung innovativer Produkte zu finanzieren.

Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland, betont, dass die deutsche Biotech-Branche im internationalen Vergleich noch relativ gut dasteht, in den nächsten drei Jahren aber mindestens eine Milliarde Euro Eigenkapital benötigt, um die in den Unternehmen bearbeiteten Projekte weiter verfolgen zu können, innovative Neugründungen zu finanzieren und um im internationalen Vergleich nicht zurückzufallen. „Wir begrüßen die Initiative des Bundesfinanzministeriums, Teile der Unternehmesteuerreform rückgängig zu machen“, fügt Peter Heinrich hinzu. Er fordert, den Worten Taten folgen zu lassen und die für den gesamten innovativen Mittelstand schädlichen Teile der Reform rückwirkend zurückzunehmen.

Viola Bronsema, Geschäftsführerin der BIO Deutschland, erklärt auf der Pressekonferenz, dass die Unternehmensteuerreform die jungen, innovativen Unternehmen, die ihr Kapital in Forschung und Entwicklung investieren, schwer belaste. Deswegen fordere der Verband, die Behandlung von Verlusten in forschenden Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 2009 zu ändern und Steuerkredite ("tax credits") für Aufwendungen in Forschung und Entwicklung für die Haushalte gleich zu Beginn der nächsten Legislaturperiode vorzusehen. Viola Bronsema begrüßt, dass Bundesforschungsministerin Annette Schavan offenbar plane, junge innovative Unternehmen von der Sozialabgabepflicht zu befreien. „Nur Maßnahmen, welche die Eigenkapitalbasis stärken und direkt zufließen, können eine hinreichend schnelle Wirkung entfalten“, sagt Viola Bronsema.

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Die Ergebnisse der BMBF-Erhebung finden Sie unter
www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/Hintergrund/studien-statistiken,did=95732.html

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05.05.09: Biotech-Industrie beurteilt die anstehende AMG-Novelle kritisch

Berlin (05.05.2009) - Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., fordert anlässlich der morgigen Bundestagsanhörung zur Novellierung des Arzneimittelgesetzes (15. AMG-Novelle) den Weg für die Entwicklung innovativer Medikamente durch kleine und mittlere Unternehmen nicht zu blockieren.

BIO Deutschland begrüßt grundsätzlich, dass die Bundesregierung die Anpassung des Arzneimittelgesetzes (AMG) an aktuelle europäische Verordnungen nutzt, um andere anstehende Veränderungen anzugehen. Allerdings sind aus Sicht der kleinen und mittleren Unternehmen manche der vorgesehenen Änderungen im AMG kritisch zu beurteilen. Zudem bedauert die Biotech-Industrie zutiefst, dass im Regierungsentwurf die Gelegenheit versäumt wurde, dringend notwendige Verbesserungen an den Rahmenbedingungen für klinische Studien anzugehen.

Vor allem die von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unabhängige Vergütung für die Bereitstellung von Therapeutika im Härtefall wird vom Verband scharf kritisiert: In der Neufassung des § 21 AMG wird die kostenlose Bereitstellung eines nicht zugelassenen Arzneimittels in Härtefällen vorgesehen. Es ist richtig, dass erst die Zulassung eines Arzneimittels die Vermarktung ermöglicht. Jedoch sollte für innovative Unternehmen die Möglichkeit erhalten bleiben, für die Abgabe von nicht zugelassenen Arzneimitteln im Härtefall eine Vergütung zu erhalten. Modelle der Vergütung, die nicht notwendigerweise die GKV belasten müssen, sind nur denkbar, wenn die kostenlose Bereitstellung nicht verpflichtend ist, sondern flexibel gehandhabt wird.

"Gerade an der Entwicklung von Medikamenten gegen schwere Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs sind häufig kleine Unternehmen beteiligt", betont Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland. Diese Unternehmen haben meist nur eines oder wenige Medikamente in der Entwicklung und keines im Markt. Für solche Unternehmen stellt die kostenlose Bereitstellung für aufwendig hergestellte Medikamente, die sich noch in der Zulassung befinden, eine große, nicht in die Geschäfts- und Existenzplanung eingerechnete Belastung dar. Peter Heinrich fordert deshalb, im Sinne der Patientinnen und Patienten, denen sonst der Zugang zu neuen hoffnungsvollen Wirkstoffen verwehrt bliebe, diese Regelung zu überdenken und eine Vergütung in diesen Fällen zu ermöglichen.

"Es ist absolut im Sinne der Patientinnen und Patienten, wenn innovative forschende Unternehmerinnen und Unternehmer mit großem Engagement weiter am medizinischen Fortschritt arbeiten können, um medizinische Lösungen für bis dato nicht oder nur schlecht behandelbare Erkrankungen bereitzustellen", sagt Michael Pehl, Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Gesundheitspolitik" und Geschäftsführer der Celgene GmbH. Diese Forschung sei allerdings zeitaufwendig und kostenintensiv. Die geplante regelmäßige kostenlose Abgabe von Arzneimitteln für deutsche Unternehmen stelle gerade für junge und kleinere Biotechnologie-Firmen eine weitere erhebliche finanzielle Belastung und darüber hinaus einen Wettbewerbsnachteil im Vergleich zu europäischen Nachbarländern wie zum Beispiel Frankreich dar, fügt Michael Pehl hinzu. Dort würde die Versorgung von Patienten mit Arzneimitteln, die noch nicht zugelassen sind, aus Mitteln des öffentlichen Gesundheitswesens finanziert.

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30.04.09: Erste interdisziplinäre Konferenz zur Förderung des Technologietransfers der deutschen Biotechnologie

Berlin / Heidelberg (30.04.2009) - Der Technologietransfer innerhalb der Biotechnologie-Wertschöpfungskette ist Thema einer vom Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, BIO Deutschland e.V., initiierten Konferenz.

Heute treffen sich etwa 60 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzwelt und Regierungsstellen im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, um darüber zu diskutieren, welche Probleme derzeit beim Transfer von neuen Technologien und innovativen Produktideen aus der Forschung in die Kommerzialisierung bestehen. Ziel der Veranstaltung ist es, Lösungsvorschläge für einen unbürokratischen und effizienten Technologietransfer zu erarbeiten.

"Gerade in Zeiten der Krise und Mittelknappheit müssen wir dafür sorgen, dass der Nachschub an Innovationen nicht austrocknet. Jetzt ist es eine gute Zeit, neue Strukturen für einen effizienten Technologietransfer zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten und den kleinen und mittelständischen Biotechnologie-Unternehmen zu stärken und die Innovation voranzutreiben," sagt Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland. Er fügt hinzu, dass die Biotech-Branche dringend diese gemeinsame Stärke brauche, nicht nur für die Zeiten der Krise, sondern besonders für die Zeit danach.

Christian Tidona, Geschäftsführer der BioRN Cluster Manager GmbH, sieht in Deutschland noch Nachholbedarf: "Insbesondere im Vergleich zur Weltspitze in den USA müssen wir hier noch viel dazulernen: Vor allem, wie man international herausragende Spitzenforschung in wirtschaftliche Wertschöpfung überführt. Dabei spielt der Technologietransfer die entscheidende Rolle."

In moderierten Workshops werden sogenannte Signalbeispiele von Technologietransfer-Initiativen und -Projekten vorgestellt. Diese sollen in die Diskussion über Schwachstellen und Probleme des Technologietransfers überleiten. Die geladenen Experten werden dann im Anschluss konkrete Lösungen erarbeiten und die nächsten Schritte verabschieden.

Die Moderation der Veranstaltung sowie die anschließende Ausarbeitung eines gemeinsamen Papiers übernimmt Felix Brodbeck, Professor für Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Mitveranstalter und Gastgeber der Konferenz sind der Biotechnologie-Cluster Rhein-Neckar (BioRN) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Kooperation mit BioTOP Berlin-Brandenburg.

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28.04.09: Biotechnologie-Industrie begrüßt Aigners Entscheidung Wichtiges Signal für Innovationen und Fortschritt

Berlin (28. 04. 2009) - Der Branchenverband der deutschen Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., begrüßt die Entscheidung der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Versuchsanbau der genetisch verbesserten "Stärkekartoffel" zuzulassen.

"Dies sei ein wichtiges Signal für die innovativ arbeitenden Unternehmen in Deutschland auf dem Gebiet der Pflanzenbiotechnologie", sagt Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland. Damit setze sich die Ministerin seit ihrer Ernennung erstmalig wieder öffentlich für den Fortschritt und für Innovationen ein. "Die auf Basis wissenschaftlicher Fakten getroffene Entscheidung ist der einzig vernünftige Weg für den Umgang mit der Pflanzenbiotechnologie", hebt Heinrich hervor.

"Mit ihrer gestrigen Entscheidung hat Bundesministerin Aigner gegen den politischen Druck ihre Ankündigung wahr gemacht, keinen Kreuzzug gegen die Pflanzenbiotechnologie zu ziehen", sagt Jens Katzek, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland.

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14.04.09: Biotechnologie-Industrie enttäuscht über Aigners Entscheidung

Die Biotechnologie-Industrie äußert sich enttäuscht über die Entscheidung der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Anbau gentechnisch verbesserter Mais zu verbieten. Der Wirtschaftsverband der Biotech-Branche, BIO Deutschland e.V., warnt eindringlich vor der Signalwirkung, die diese Entscheidung für den Biotechnologie-Standort Deutschland haben wird.

"Die Saatgutindustrie in Deutschland ist noch immer stark mittelständisch aufgestellt. Sie wird die Innovationen der Pflanzenbiotechnologie nur nutzen können, wenn in Bezug auf die Zulassung von Produkten eine größere Rechtssicherheit herrscht," sagt Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland.

Das derzeit geltende Gentechnikgesetz (GenTG), im vergangenen Jahr novelliert, verfehlte bereits das politische Ziel, dass "Forschung und Anwendung der Gentechnik in Deutschland befördert werden". Hinter dem Etikett von "Wahlfreiheit" und "Koexistenz" verbarg sich das de-facto-Verbot der Anwendung einer innovativen Technologie in Deutschland, die einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung unseres Landes leisten kann.

"Die heutige Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministeriums gegen die Unbedenklichkeitsbescheinigung der unabhängigen Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist nach objektiven Kriterien nicht nachvollziehbar", sagt Jens Katzek, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland und Experte für das Thema Pflanzenbiotechnologie. Er fügt weiter hinzu, dass die gegen einen Pflanzenschädling resistente Maissorte ein bereits dutzendfach geprüftes und in mehreren Ländern weltweit seit Jahren angebautes Produkt ist.

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24.03.09: Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel: Keine staatliche Unterstützung sondern Verbesserung der Rahmenbedingungen!

Finanzvorstände fordern Stopp der Diskriminierung innovativer mittelständischer Unternehmen

Berlin/Frankfurt (24. 03. 2009) - Mehr als 60 Finanzexperten der Biotechnologie-Industrie haben heute auf dem dritten Finanzgipfel der Biotech-Branche die Bundesregierung aufgefordert, die verstärkte Diskriminierung innovativer Mittelstandsunternehmen zu beenden.

In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Peer Steinbrück und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg machten die Unternehmer deutlich, dass sie im Gegensatz zu anderen Wirtschaftssektoren NICHT nach staatlicher Unterstützung in Milliardenhöhe rufen. Sie rufen aber gerade in der derzeitigen weltweiten Krise dazu auf, die durch die Unternehmenssteuerreform 2008 geschaffene Diskriminierung innovativer kleiner und mittlerer Unternehmen zurückzunehmen und durch eine zukunftsfähige Innovationspolitik zu ersetzen.

Der Brief wurde flankiert von einem Schreiben namhafter Gründerinnen und Gründer der Branche. Sie fordern darin die Regierung dazu auf, Größe und Flexibilität zu zeigen und die für den gesamten innovativen Mittelstand schädlichen Teile der Unternehmenssteuerreform rückwirkend zurückzunehmen.

Die Erhöhung der Besteuerung von Eigenkapital durch die Unternehmenssteuerreform belastet die jungen, innovativen Unternehmen, die ihr Kapital in Forschung und Entwicklung investieren. Deswegen fordern die Finanzexperten der Biotechnologie-Industrie, die Behandlung von Verlusten in forschenden Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 2009 zu ändern und Steuerkredite ("tax credits") für Aufwendungen in Forschung und Entwicklung für die Haushalte gleich zu Beginn der nächsten Legislaturperiode vorzusehen. Nur Maßnahmen, welche die Eigenkapitalbasis stärken und direkt zufließen, können eine hinreichend schnelle Wirkung entfalten.

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Den Brief der Finanzexperten vom 24.03.09 an Angela Merkel, Peer Steinbrück und Karl-Theodor zu Guttenberg finden Sie hier als PDF-Datei

Das flankierende Schreiben der Biotech-Gründer vom 23.03.09 zum Brief der Finanzexperten an Angela Merkel, Peer Steinbrück und Karl-Theodor zu Guttenberg finden Sie hier als PDF-Datei


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Über den 3. Biotech-CFO-Gipfel:
PricewaterhouseCoopers und die Deutsche Bank sind in Frankfurt Gastgeber des bundesweiten Gipfeltreffens der Biotechnologie-Finanzexperten. Das Forum, in der Branche als "Biotech-CFO-Gipfel" bekannt, bringt rund 90 Experten aus dem Finanzsektor der Biotechnologie-Industrie zusammen, die sich auf Podiumsdiskussionen und Vorträgen austauschen. Die Themen reichen von den Auswirkungen der derzeitigen weltweiten Krise auf die Finanzierung innovativer Unternehmen über die Vorstellung von Exit-Strategien am Beispiel gelungener Transaktionen bis hin zu Unternehmensfusionen.

Der CFO-Gipfel wird thematisch organisiert von der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Finanzen & Steuern" unter der Leitung von Dirk Honold, Acting CFO der BRAIN AG, und Jan Schmidt-Brand, Mitglied des BIO Deutschland-Vorstandes und CEO/CFO der Heidelberg Pharma AG. Die Veranstaltung wird großzügig unterstützt von PricewaterhouseCoopers als Platinsponsor, den Goldsponsoren Deutsche Bank, CMS Hasche Sigle, KMPG, Mummert & Company sowie SAP, dem Silber-Sponsor MeesPierson und vom Medienpartner BusinessWire.

06.03.09: Arbeitskreis der BioRegionen wählt neue Sprecher

Der Arbeitskreis der Bioregionen in der BIO Deutschland hat auf seiner Sitzung am 04.03.09, die auf Einladung der BioRegio STERN Management GmbH in Stuttgart stattfand, sein Sprechergremium für die nächsten zwei Jahre neu gewählt.

Als Sprecher wurde Dr. Kai Bindseil (BioTOP Berlin-Brandenburg) bestätigt. Zu stellvertretenden Sprechern wurden Dr. Thomas Diefenthal (BioPark Regensburg) wieder- und Dr. Klaus Eichenberg (BioRegio STERN) neu gewählt. Der Arbeitskreis dankt Dr. Jens Katzek (BIO Mitteldeutschland) der nach 3 Jahren nicht erneut für das Amt eines stellvertretenden Sprechers zur Verfügung stand.

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04.03.09: Wege aus der Krise: Bessere Rahmenbedingungen für den innovativen Mittelstand Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland unterstreicht die Empfehlungen der Expertenkommission Forschung und Innovation

Berlin (04. 03. 2009) - Die Biotechnologie-Industrie unterstreicht die heute veröffentlichten Empfehlungen der Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung. Die Kommission empfiehlt, gerade in der derzeitigen weltweiten Wirtschaftskrise die Rahmenbedingungen für Forschung und Innovationen – auch und vor allem im Bereich der Privatwirtschaft - gezielt zu unterstützen. Erfolgt dies nicht, werden, wie von der Expertenkommission befürchtet, Mittel in entscheidendem Umfang später fehlen, um mittelfristig die Wettbewerbsposition Deutschlands als maßgeblichen Akteur in der Wissensökonomie zu festigen. Denn gerade kleine und mittlere Unternehmen sind der Motor für die Schaffung von Innovationen und Arbeitsplätzen und können so die Zukunft der deutschen Volkswirtschaft sichern helfen.

Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland, unterstreicht die Forderungen der Expertenkommission: "Mittel- und langfristig ist die Wettbewerbsposition Deutschlands auf dem Gebiet der Spitzentechnologien bedroht, wenn es nicht zu einer weiteren Stärkung von Forschung und Innovation kommt und wenn die wesentlichen Hemmnisse im Steuersystem nicht ausgeräumt werden". Er betont weiter, dass vor allem in der derzeitigen weltweiten Wirtschaftskrise die bereits in der Vergangenheit von den innovativen kleinen und mittleren Unternehmen scharf kritisierte Unternehmenssteuerreform sich besonders negativ auswirke und fordert deshalb dringend eine Korrektur des Gesetzes.

Jan Schmidt-Brand, Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Finanzen und Steuern", fügt hinzu, dass eine verbesserte Kreditverfügbarkeit wie im Konjunkturpaket II der Bundesregierung vorgesehen, den innovativen Unternehmen nur begrenzt weiter helfe, da nicht Kredite, sondern Eigenkapital die mit Abstand wichtigste Finanzierungsquelle für Innovationen sei. "Die Beseitigung der Diskriminierung von kleineren innovativen Unternehmen beim Anteilskauf durch die unbeschränkte Verrechnung von Verlusten mit zukünftigen Gewinnen sei dagegen der erste unverzichtbare Schritt, privates Kapital für Forschung und Innovation zu mobilisieren", sagt Schmidt-Band weiter.

Innovative Unternehmen (beispielsweise Entwickler neuartiger Medikamente - das Gros der Biotech-Branche) haben in der Regel einen langen und hohen Bedarf an Kapital. Er wird von einem immensen Entwicklungsrisiko und mehreren Finanzierungsrunden mit oft zweistelligen Millionenbeträgen begleitet. Dabei können die Unternehmer meist nur auf Eigenkapital zurückgreifen. Fremdkapital von Banken steht in den seltensten Fällen und gerade jetzt nicht bereit.

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22.01.09: Biotechnologie-Branche verhalten optimistisch für 2009 - Geschäftslage bei 90% der Firmen gut oder befriedigend - Beschäftigungsaufbau erwartet - Trotz eingetrübter Aussichten weiter steigende F&E-Ausgaben - Weitere Partnerschaften mit der Pharm

Berlin (22. Januar 2009) - Auch inmitten der Finanzkrise beurteilen mehr als 90% der deutschen Biotech-Unternehmen ihre aktuelle Lage als gut oder befriedigend. Dies belegt eine Umfrage des Wirtschaftsverbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., in Kooperation mit dem Branchenmagazin "transkript", deren Ergebnisse heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurden.

Die überwiegende Mehrheit der deutschen Biotech-Unternehmen bezeichnet ihre aktuelle Lage als gut (48%) oder befriedigend (43%). Allerdings sank die Zahl der Optimisten gegenüber dem Vorjahreswert (61% gut, 33% befriedigend). Der größte Anteil (49%) der Unternehmer denkt, dass sich die eigene Lage 2009 nicht verändern wird (Vorjahr: 43%). Allerdings geht nur noch jede dritte Firma (33%) davon aus, dass sich ihre Lage verbessern wird (Vorjahr: 55%), 18% der Unternehmen gehen sogar von einer Verschlechterung aus (Vorjahr: 2%).

Den Umfrageergebnissen zufolge dürfte sich der Beschäftigungszuwachs in der Biotechnologie auch 2009 fortsetzen. So gab die Hälfte (50%) der befragten Biotech-Unternehmen an, im kommenden Jahr Beschäftigung aufbauen zu wollen (Vorjahr: 71%). Nur jede 10. deutsche Biotech-Firma rechnet im kommenden Jahr mit Entlassungen (Vorjahr: 3%).

Trotz der etwas schlechter eingeschätzten Lage legen die Biotech-Firmen auch 2009 ihren Fokus auf Forschung und Entwicklung. Rund die Hälfte der Firmen (52%) plant Ausgaben in diesem Bereich auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 44%). Etwa 40% wollen sogar stärker investieren als 2008. Diese Zahl schrumpfte allerdings gegenüber dem Vorjahr um rund 7%, während die Zahl der "Sparer", die weniger als im Vorjahr investieren, annähernd gleich blieb (2009: 7%, 2008: 8%).

Während die deutschen Unternehmer das Geschäftsklima - also die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen - zumeist als befriedigend beurteilen (61%, Vorjahr: 56%), trüben sich die Zukunftsaussichten relativ stark ein. Nur noch jede vierte deutsche Firma (25%) glaubt, dass sich die Rahmenbedingungen im laufenden Jahr verbessern werden. Im Vorjahr hatten dies noch 43% angegeben. Rund 46% gehen davon aus, dass das Klima gleich bleibt (Vorjahr: 50%), fast jeder dritte Unternehmer (29%) geht sogar von einer Verschlechterung aus (Vorjahr: 7%).

"Der deutlich vorsichtigere Optimismus der Umfragergebnisse weist deutlich auf die zunehmend schwierigen Zeiten gerade für innovative kleine und mittlere Unternehmen hin", sagte Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland, und ergänzte: "Wir gehen aber davon aus, dass es 2009 zu weiteren engen Partnerschaften mit der Pharmaindustrie kommen wird, die erhebliche Mittel für die Branche bereitstellen ." Es wäre damit zu rechnen, dass Deutschland weiterhin zur Spitzengruppe im Bereich Biotechnologie zähle, allerdings benötigten die Unternehmen in den nächsten drei Jahren mindestens eine Milliarde Euro an privaten Finanzmitteln, betonte Heinrich weiter. Hier wäre eine deutliche Verbesserung vor allem der steuerlichen Rahmenbedingungen dringend notwendig, um die geeigneten Investoren anzuziehen, erklärte der Vorsitzende des Branchenverbands weiter.

Kai Uwe Bindseil, Sprecher des Arbeitskreises der BioRegionen in Deutschland und Leiter von BioTOP Berlin-Brandenburg, unterstrich die Bedeutung regionaler Cluster zur Stärkung der Biotechnologie-Branche: "Gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage ist es erforderlich, dass alle Akteure intensiv zusammen arbeiten, um die enormen Potentiale der deutschen Biotechnologie zu aktivieren. Daher ist der Arbeitskreis der BioRegionen der BIO Deutschland beigetreten und wird zukünftig die Strukturen des Verbandes nutzen, um die Branche zu stärken."

Patrick Dieckhoff, Redaktionsleiter von "transkript", urteilte: "Die Biotech-Story ist intakt. Es kann keinen Zweifel geben, dass sich überlegene biotechnologische Verfahren in immer mehr Industriezweigen etablieren werden. Trotz des sich eintrübenden wirtschaftlichen Umfelds sind vor allem Pharmaunternehmen, die nicht von der Krise betroffen sind, auf Biotech-Produkte angewiesen. Das zeigen die großen Summen, die sie 2008 für Übernahmen vor allem in Deutschland ausgegeben haben."

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Die Ergebnisse der Firmenumfrage, Fotos und Grafikmaterial können Sie bei BIO Deutschland anfordern oder abrufen unter www.biodeutschland.org/befragung0809/befragung0809.php

20.01.09: BIO Deutschland fordert bürgerfreundliches Gesetz Das Gendiagnostikgesetz schadet der Industrie und ignoriert den aktuellen Wissensstand

Berlin (20.01.2009) - Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, BIO Deutschland e.V., fordert anlässlich der morgigen Anhörung zum Gendiagnostikgesetz (GenDG) dringende Verbesserungen am Regierungsentwurf. Dieser sei weder bürgerfreundlich, noch berücksichtige er den aktuellen Stand der Wissenschaften, betont Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland, und fügt hinzu: "Die Regierung ist aufgefordert, im Sinne der hiesigen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie der innovativen Unternehmen eine zukunftsweisendere und praktikablere Lösung anzustreben."

Zwar begrüßt der Verband in einer Stellungnahme, dass die Regierung mit diesem Entwurf die Grundlage dafür legen möchte, in Deutschland den Rahmen für genetische Untersuchungen zu setzen und eine Benachteiligung auf Grund genetischer Eigenschaften zu verhindern. Jedoch gebiete die Bandbreite der Fragestellungen und Informationen, die unter der Überschrift "genetische Untersuchungen" zusammenlaufen, nicht nur eine abgestufte Vorgehensweise bezüglich des Arztvorbehaltes, sondern auch eine wissensbasierte Unterscheidung zwischen diagnostischer und prädiktiver Untersuchungen, sagt Erwin Soutschek, Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Diagnostik".

BIO Deutschland bringt für ein bürgerfreundlicheres GenDG unter anderem folgende beiden Änderungsvorschläge ein:

Erstens: Durch Zulassung weiterer geeigneter (indikationsbezogener) Facharztgruppen, die sich durch Fortbildung zusätzlich qualifizieren können, kann der wachsende Bedarf besser gedeckt werden. Wenige hundert auf genetische Beratung spezialisierte Ärzte und Humangenetiker können dem Anspruch von 80 Millionen Menschen in Deutschland auf qualifizierte Beratung bei individuellen medizinischen Fragestellungen nicht gerecht werden.

Zweitens: Der sogenannte Vaterschaftstest hat im Gendiagnostikgesetz nichts verloren. Die DNA-Analyse zum Nachweis der Abstammung hat nämlich nicht die Bestimmung von individuellen Erbanlagen zum Ziel. Sie dient ebenso wie die noch heute eingesetzte Blutgruppenanalyse der Bestimmung der Wahrscheinlichkeit der biologischen Elternschaft. Die vorgeschlagene Regelung bedeutet eine unnötige Einmischung des Staates, bringt keine Verbesserung für die Beteiligten und kann darum ersatzlos entfallen.

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Der vollständige Text der Stellungnahme der BIO Deutschland zum Gendiagnostik-Gesetz steht für Sie unter "Positionspapiere"

19.01.09: Biotechnologie-Verband kritisiert neues Arzneimittelgesetz Interessen der Biotech-Industrie werden nicht berücksichtigt

Berlin (19.01.2009) - Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, BIO Deutschland e.V., fordert eine stärkere Berücksichtigung der Interessen von innovativen kleinen und mittleren Biotechnologie-Unternehmen bei der Novellierung des Arzneimittelgesetzes (AMG). In einer Stellungnahme anlässlich einer morgigen Anhörung beim Bundesgesundheitsministerium (BMG) macht der Vertreter der Biotech-Industrie deutlich, dass für die forschenden Unternehmen, die für Patientinnen und Patienten neue Wirkstoffe und Behandlungsmöglichkeiten entwickeln, der Anreiz für Investitionen in medizinischen Fortschritt und die Planungssicherheit für die Aufrechterhaltung des Betriebes gewährleistet werden müssen.

"Manche der vorgesehenen Änderungen - insbesondere bei der Behandlung mit nicht zugelassenen Medikamenten in Härtefällen - sind kritisch zu beurteilen", sagt Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland. Er fügt hinzu, dass kurzfristige und nachteilige Änderungen der Rahmenbedingungen zumeist bei kleinen und mittleren Medikamentenherstellern und Therapieanbietern rascher und häufiger als dem Standort Deutschland gut tut, zur Existenzfrage führe. "Gerade mittelständische Biotechnologieunternehmen sind nicht nur ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette in der Medizin. Sie sind auch Quelle von neuen Geschäftsmodellen, Produkten und Prozessen und vor allem: Sie leisten einen überproportionalen Beitrag zum Wachstum der Arbeitsplätze und der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung", betonte Peter Heinrich abschließend.

Michael Pehl, Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Gesundheitspolitik" begrüßt zwar, dass das BMG die Anpassung des AMG an aktuelle europäische Verordnungen nutzt, um andere anstehende Veränderungen anzugehen. Allerdings bedauere er zutiefst, dass hier die Gelegenheit versäumt wurde, dringend notwendige Verbesserungen an den Rahmenbedingungen für klinische Studien anzugehen.

Markus Hofbauer, Leiter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten", urteilt in diesem Zusammenhang: "Das Verfahren zur Genehmigung von klinischen Studien ist in Deutschland teilweise unnötig kompliziert und aufwendig. Durch einige Änderungen der bestehenden Regelungen könnte der bürokratische Aufwand erheblich reduziert werden, ohne dadurch die Kontrolle der Studien und die Sicherheit der Patienten zu gefährden. Gleichzeitig könnte das Verfahren an europäische Standards angeglichen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland für klinische Studien erheblich verbessert werden."

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Der vollständige Text der Stellungnahme der BIO Deutschland zum Thema Arzneimittelgesetz steht für Sie unter "Positionspapiere" zur Verfügung.

14.01.09: Biotech-Industrie unterstützt Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen Eva Luise Köhler nimmt für die "Waisenkinder der Medizin" Spende von Wirtschaftsverband entgegen

Berlin (14.01.2009) - Der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, BIO Deutschland e.V., spendete den Gesamterlös einer Benefizveranstaltung – mehr als 18.000 Euro - der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen, ACHSE e.V. Eva Luise Köhler, Schirmherrin der ACHSE, nahm heute auf Schloss Bellevue in Berlin, dem Sitz des Bundespräsidenten, den Scheck in Empfang.

Eva Luise Köhler äußerte sich erfreut über das Engagement zugunsten der ACHSE: "Es ist schön, dass BIO Deutschland die ACHSE so umfassend unterstützt. Durch diesen Beitrag kann Menschen mit chronischen seltenen Erkrankungen direkte Hilfe geboten werden". Eva Luise Köhler sagte weiter, dass der lange Weg zur Diagnose, fehlende Medikamente und der Mangel an erfolgreichen Behandlungsmethoden die besonderen Probleme der Betroffenen aufzeigten - und sie mit Recht als Waisenkinder der Medizin bezeichnet werden könnten.

Horst Domdey, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland, betonte bei der Scheckübergabe an Eva Luise Köhler die Wichtigkeit, gerade in Krisenzeiten gesellschaftliche Verantwortung zu zeigen: "Wir möchten mit dieser Spende an die Achse auch im derzeitig schwierigen Wirtschaftsrahmen unsere Verbundenheit mit den Menschen ausdrücken, die unter einer der 7.000 seltenen Erkrankungen leiden". Horst Domdey fügte hinzu, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der kleinen und mittleren Biotechnologie-Unternehmen zielten häufig darauf hin, innovative Medikamente auch für seltene Indikationen zu produzieren und so den alleine in Deutschland insgesamt vier Millionen betroffenen Menschen zu helfen.

Am 5. Dezember 2008 waren mehr als 120 Personen in Berlin zur Benefiz-Veranstaltung gekommen. Unter den Gästen waren zahlreiche Vertreter von Biotechnologie-Unternehmen und Dienstleistern der Branche, Repräsentanten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie der Presse. Unterstützt wurde der Abend von den Unternehmen Lorenz Archivsysteme und Miltenyi Biotec sowie von der Komischen Oper Berlin und dem Hotel de Rome.

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Bildunterschrift:
Dr. Peter Heinrich bei der Begrüßungsrede auf der Benefizveranstaltung zugunsten der ACHSE

Ein Foto der Benefizveranstaltung am 5.12.2008 im Hotel de Rome in Berlin steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.


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Bildunterschrift:
Eva Luise Köhler, Frau des Bundespräsidenten und Schirmherrin der ACHSE, und Christoph Nachtigäller (rechts), Vorsitzender der ACHSE, empfangen auf Schloss Bellevue in Berlin von Prof. Dr. Horst Domdey (links), Vorstandsmitglied der BIO Deutschland, einen Scheck über die Spendenhöhe von mehr als 18.000,- Euro zugunsten der ACHSE

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