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Die Geschäftsstelle der BIO Deutschland nahm in diesem Jahr erstmalig an der diesjährigen BIO International Convention in Boston teil. Repräsentiert durch Dr. Viola Bronsema, war der Verband Teil des Podiums auf der sogenannten „Country Presentation“ mit dem Titel „Biotech made in Germany: From Start-up to Grown-up". Weitere Podiumsteilnehmer waren Prof. Dr. Günther Wess (Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit - gsf), Thomas Christély (Silence Therapeutics AG - vormals Atugen AG), Prof. Dr. Peter Stadler (Artemis Pharmaceuticals GmbH) und Dr. Steffen Helmling (Noxxon Pharma AG) beteiligt.
Ferner war BIO Deutschland im "German Pavilion" mit einem eigenen Stand präsent, auf dem – neben den Zielen und den Maßnahmen des Verbandes – auch diejenigen Mitgliedsunternehmen (21) via Bildschirm über eine Präsentation vorgestellt wurden, die uns vorab ihre Daten hatten zukommen lassen.
Die BIO war nach Angaben der Veranstalter dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Es gab insgesamt mehr als 22.300 Besucher (+ 15% im Vergleich zu 2006, 1/3 kam aus Ländern außerhalb der USA), 1.900 ausstellende Unternehmen und 60 "regionale" Pavilions und eine Vielzahl an zusätzlichen Sessions (insgesamt mehr als 200).
Sollten Sie Interesse an der auf unserem Stand vorgestellten Präsentation mit den Portraits der 21 Mitglieder haben, senden Sie uns bitte eine kurze E-Mail an info@biodeutschland.org.
Am Stand der BIO Deutschland auf der BIO International Convention in Boston stellte die BioGenes GmbH mit Sitz in Berlin ihren Antrag auf Mitgliedschaft – somit gewann der Verband sein 150. Mitglied. Der Vorstandsvorsitzende der BIO Deutschland, Dr. Peter Heinrich (CEO MediGene AG), sagte: "Wir freuen uns sehr, mit BioGenes ein Biotechnologieunternehmen gewonnen zu haben, das schon seit 15 Jahren als Anbieter im Bereich Entwicklung und Produktion von Antikörpern erfolgreich ist." Der wissenschaftliche Geschäftsführer von BioGenes, Dr. Sergej Ovodov, erklärte: "Wir beobachten die Arbeit der BIO Deutschland schon eine Weile mit großem Interesse. Nun wollen wir gemeinsam mit den anderen Biotechnologie-Firmen auch aktiv dazu beitragen, dass Deutschland in Zukunft eine noch stärkere Rolle in dieser Schlüsseltechnologie spielt."
Von links nach rechts: Dr. Sergej Ovodov (Wissenschaftlicher Geschäftsführer der BioGenes GmbH), Dr. Peter Heinrich (Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland), Dagmar Schwertner (Marketing- und Vertriebsleiterin der BioGenes GmbH)
BioGenes GmbH, Berlin
BioGenes wurde 1992 gegründet und unterstützt seitdem seine Kunden mit spezifischen Serviceleistungen auf dem Gebiet der Antikörperentwicklung und Produktion. Ein weiteres Aktivitätsfeld des Unternehmens ist die Entwicklung, Validierung und Produktion von Immunoassays für die Pharmaforschung- und produktion sowie die Diagnostik. Mittlerweile nutzen Kunden in mehr als 25 Ländern den Service und schätzen die Qualität, wissenschaftliche Beratung und die Realisierung auch spezieller Anforderungen zu Leistungen und Dokumentation. BioGenes ist seit 1999 nach DIN ISO 9000 zertifiziert, arbeitet profitabel und hat 22 Mitarbeitende. Der kaufmännische Geschäftsführer ist Alexander Knoll.
Weitere Informationen: www.biogenes.de
Im vergangenen Monat sind weitere neun Unternehmen dem Verband beigetreten:
Antisense Pharma GmbH, Regensburg
Die 1998 gegründete Firma entwickelt Antisense-Medikamente zur gezielten Hemmung der Bildung von Proteinen, die ursächlich für die Entstehung und das Fortschreiten von Krankheiten wie Krebs verantwortlich sind. Mit Hilfe einer Plattform-Technologie werden die jeweils besten Antisense-Wirkstoffkandidaten gegen ausgewählte Zielproteine wie TGF-beta identifiziert und entwickelt. Weitere Informationen: www.antisense-pharma.com
Biotype AG, Dresden
Das Unternehmen hat sich auf die Genotypisierung und molekularbiologische Analyse im Bereich der Forensik, der Humanmedizin und der Veterinärmedizin spezialisiert. Biotype entwickelt, produziert und vertreibt molekularbiologische Tests zur schnellen und sensitiven PCR Diagnostik. Das Produktportfolio reicht von Testkits zur genetischen Identifizierung von Menschen und Nutztieren, über den Nachweis bakterieller human- oder veterinärpathogener Krankheitserreger bis hin zur Bestimmung von Leistungsparametern in der Tierzucht. Weitere Informationen: www.biotype.de
Icon Clinical Research Ltd., Dublin
Icon ist ein Anbieter von Dienstleistungen für pharmazeutische, biotechnologische und medizintechnische Unternehmen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die strategische Entwicklung, das Management und die Analyse von Programmen zur Unterstützung von klinischer Entwicklung � von der Auswahl an medizinisch aktiven Substanzen bis hin zu klinischen Phase I- bis IV-Studien. Die Firma hat mehrere Tochterunternehmen, unter anderem hier in Deutschland, die Icon Clinical Research GmbH in Langen. Weitere Informationen: www.iconclinical.com
Inter-Taxation AG, Zürich
Die Gesellschaft ist auf die steuerliche Beratung bei grenzüberschreitenden Leistungsbeziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz spezialisiert. Das kürzlich gegründete Unternehmen wird von Peter Lüthgen, Steuerberater mit Biotech-Kunden in Deutschland und der Schweiz, geleitet. Weitere Informationen: www.inter-taxation.ch
NascaCell Technologies AG, München
Das Unternehmen ist ein weltweiter Anbieter der neuen Generation von Biomolekülen. Mit innovativen Aptamer- und Microbody(TM)-Technologien unterstützt NascaCell seine Kunden bei der Wirkstoffsuche und der Validierung von Zielmolekülen. Auf Basis der Microbody(TM)-Technologie entwickelt die Gesellschaft auch eigene Produkte und Wirkstoffkandidaten. Weitere Informationen: www.nascacell.de
PP Pharma Planing GmbH, Freiburg
PP Pharma Planing ist eine international tätige Unternehmensberatung, die sich exklusiv auf die Suche, Evaluation und Selektion von Führungskräften und Spezialisten für die Health Care-Industrie konzentriert. Dies umfasst die Marktsegmente Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik, Diagnostika, Hospital Products und OTC. PP Pharma Planing agiert international mit Büros und Zweigstellen in der Schweiz, Deutschland, Großbritannien und den USA sowie 40 Partner-Büros weltweit. Weitere Informationen: www.pp-pharma-planing.de
Sequiserve GmbH, Vatterstetten
Sequiserve ist eines der ersten Dienstleistungsunternehmen in Deutschland, das sich ausschließlich auf DNA-Sequenzierungen spezialisiert hat. Die Firma wurde 1994 gegründet und verfügt somit über mehr als 10-Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet. Das Unternehmen berät seine Partner bei allen sequenziertechnischen und gegebenenfalls auch bei molekularbiologischen Problemen. Weitere Informationen: www.sequiserve.de
Sloning Biotechnology GmbH, Puchheim
Das im Jahre 2000 gegründete Unternehmen arbeitet daran, ein führender Anbieter synthetischer Gene zu werden. Sloning nutzt hierzu die eigene, vollautomatisierte Sloning-Technologie. Weitere Informationen: www.sloning.com
Wacker Biotech GmbH, Jena
Die Wacker Biotech GmbH ist ein Full-Service-Auftragshersteller von biopharmazeutischen Produkten auf der Basis mikrobieller Systeme. Das Leistungsspektrum des Unternehmens reicht von Molekularbiologie, Analytik und Prozessentwicklung bis hin zu GMP-gerechter Herstellung von Produkten für klinische Prüfungszwecke sowie Pharmawirkstoffen zur kommerziellen Marktversorgung. Die Wacker Biotech GmbH mit Sitz in Jena ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Wacker-Konzerns und firmiert seit Anfang 2005 als direkte Nachfolgerin der ProThera GmbH. Weitere Informationen: www.wacker.com/biologics
Wir heißen alle neuen Mitglieder herzlich willkommen!
Eine komplette Mitgliederliste finden Sie auf unserer Homepage unter www.biodeutschland.org/mitglied/mitglied.php
Bei der Anhörung zur Abgeltungsteuer am 6. Mai wurden nicht viele neue Argumente seitens der Beteiligten dargestellt: Im Grunde befürworten alle Sachverständigen und Verbände die Abgeltungsteuer, auch wenn noch kleinere Änderungen vorgeschlagen werden (Haltefristen, Altersvorsorge, Prozentsatz). Alle Stellungnahmen finden Sie unter:
www.bundestag.de/ausschuesse/a07/anhoerungen/057/Stellungnahmen/index.html
Die BIO Deutschland forderte hierbei, keine Abgeltungssteuer bei Kursgewinnen aus direkten oder indirekten Beteiligungen an innovativen Technologie-Unternehmen zu erheben.
Die Regierung erfüllte einige Bundesratswünsche zur Unternehmensteuerreform: Zwölf der 37 Änderungsvorschläge des Bundesrates zum Regierungsentwurf eines Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 hat die Bundesregierung im Mai zugestimmt, in weiteren zwölf Fällen sagt sie einer Prüfung zu und 13 Mal lehnt sie die Vorschläge ab.
Zugestimmt hat die Regierung Änderungen im Bereich so genannter Back-to-back-Finanzierungen, durch die progressiv besteuerte Einkünfte in solche Einkünfte umgewandelt werden sollen, die dem ab 2009 gültigen pauschalen Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent unterliegen. Auf Vorschlag des Bundesrates soll die Abgeltungswirkung des künftigen pauschalen Steuersatzes auf Kapitaleinkünfte erst dann aufgehoben werden, wenn eine Beteiligung an einem Unternehmen von mindestens zehn Prozent statt, wie bisher vorgesehen, einem Prozent vorliegt.
Die Regierung ist auch damit einverstanden, dass die neuen Abschreibungsregelungen zur Förderung von Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen (Paragraf 7g des Einkommensteuergesetzes) bereits im Investitionsjahr 2008 zum Tragen kommen. Bei Investitionen vor 2008, für die noch die degressiven Abschreibungen in Anspruch genommen werden können, sollen die Sonderabschreibungen jedoch nach dem bisherigen Recht vorgenommen werden können.
Die Hoffnung ruht nun auf dem Wagniskapitalbeteiligungsgesetz (WKBG). Die BIO Deutschland hat diesbezüglich die Gespräche mit den Mitgliedern des Bundestages und den Verbänden aufgenommen.
Die Stellungsnahme der BIO Deutschland finden Sie unter www.biodeutschland.org/position/position.php
Den Gesetzesentwurf zur Unternehmensteuerreform finden Sie unter: http://dip.bundestag.de/btd/16/053/1605377.pdf
BIO Deutschland betonte anlässlich der 4. Konferenz über die Europäische Charta für Kleinunternehmen Anfang Juni in Berlin die Notwendigkeit für den Standort Deutschland und Europa, innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen. Insbesondere das geplante Wagniskapitalbeteiligungsgesetz (WKBG) müsse nun im Sinne des deutschen innovativen Mittelstandes ausgestaltet werden.
Gastgeber der Konferenz am 4. und 5. Juni waren Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, und die Europäische Kommission (Generaldirektion Unternehmen und Industrie). Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat zudem Ende Mai eine Abteilung Technologiepolitik gegründet, die sich u.a. mit den Themen Bio- und Gentechnik befasst. Die neue Abteilung hat ihre Arbeit bereits am 1. Juni aufgenommen und untersteht Staatssekretär Dr. Joachim Wuermeling.
Bei der Umwandlung des bestehenden Unternehmensbeteiligungsgesetzes in das WKBG fordert das BMWi ein allgemeines Standortgesetz. Bundeswirtschaftsminister Glos setzt sich dabei dafür ein, Ausnahmen für junge Unternehmen in dem Gesetzestext vorzusehen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern. Die BIO Deutschland fordert ebenfalls, dass das Gesetz besser auf die Realität des innovativen deutschen Mittelstandes abgestimmt wird.
Dr. Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland und Vorstand der MediGene AG, sagte zu den Hintergründen der Konferenz: "Der innovative Mittelstand ist das Rückgrat der europäischen Wirtschaft als Hauptträger von Beschäftigung und Nährboden für Geschäftsideen. Die BIO Deutschland wird sich für die Umsetzung der Charta-Ziele für die Biotech-Branche einsetzen." Heinrich fügte zum Thema Steuern hinzu: "Laut Charta sollen die Steuersysteme so umgestaltet werden, dass Leistung belohnt, die Gründung von Unternehmen begünstigt sowie das Wachstum von Firmen und die Beschäftigung gefördert werden. Die BIO Deutschland begrüßt ausdrücklich die Bestrebungen des Wirtschaftsministeriums, diese Ziele für den innovativen Mittelstand durchzusetzen."
Am 23. Mai traf sich die vorbereitende Gruppe für die neue AG Innovationen und Arbeitsplätze in den Räumen der Geschäftsstelle in Berlin, um über Ziele und Erwartungen der AG-Tätigkeit zu diskutieren. Bis zur nächsten Sitzung (voraussichtlich Ende Juli) werden mehrere Projekte von den Teilnehmern bearbeitet: Datenbasis, Innovation, Lehre und Forschung sowie Unternehmertum.
Die nächste Aktion sollte ein moderierter Workshop sein, in dem einzelne der bisherigen Teilnehmer Zwischenergebnisse vorstellen und das weitere Vorgehen festegelegt wird. Wichtig dabei wird die Frage sein, welchen Zusatznutzen die AG über vorhandene Initiativen hinaus erzielen kann.
Interessenten an der Mitarbeit in der Arbeitsgruppe können sich gerne bei der Geschäftsstelle unter 030-26484087 oder mit einer E-Mail an info@biodeutschland.org melden.
Der Europäische Rat hat Ende Mai in erster Lesung der Verordnung für neuartige Therapien zugestimmt. Ziel der Verordnung ist es, ein maßgeschneidertes Zulassungssystem für innovative Therapiemethoden zu etablieren. Zu diesen Methoden gehört neben der Zell- und Gentherapie auch die Gewebemedizin. Patienten werden zukünftig in Europa mit Produkten behandelt, die nach einheitlichen Standards hergestellt worden sind. Die BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten" hatte sich im Vorfeld zu einigen kritischen Punkten geäußert. So hat sich der Verband für die Möglichkeit einer auf nationaler Ebene beschränkten Zulassung von neuartigen Zelltherapien eingesetzt, die den vor allem mit autologem Gewebe arbeitenden Biotech-Unternehmen zugute kommen sollte. Die europäische Zentralzulassung birgt Kosten von rund 270.000 Euro. Zwar wurde in einem Kompromiss zwischen der EU-Kommission, dem Europäischen Rat und dem EU-Parlament einem umfangreichen Änderungspaket zugestimmt, das auch einige Erleichterungen für kleine und mittlere Unternehmen enthält. Diese blieben jedoch hinter dem Notwendigen zurück.
Detailinformationen zu diesem Thema erhalten Sie gerne bei der Geschäftsstelle (030-26484087, E-Mail: info@biodeutschland.org )
Am 8. Mai gab es im Bundestag eine Anhörung zum Thema Stammzellgesetz (StZG). Neben den eingeladenen Experten nahmen außerdem die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung teil.
Bei der Anhörung haben die Forscher die Einschränkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit (Deutschland läge auf Platz acht) und das Erschweren von internationalen Kooperationen und Gemeinschaftsprojekten durch das StZG im Bereich der embryonalen Stammzellforschung belegt und betont. Die Ethiker dagegen sahen im Wesentlichen keine Änderungen seit der Einführung des Gesetzes 2002, die eine Abschaffung des Stichtags und/oder des StZG erfordern. Die Juristen waren sich nicht einig, ob unter den heute gegebenen Umständen die Verfassungsmäßigkeit sowohl des Embryonenschutzgesetzes als auch des StZG noch gegeben ist: Die von der Regelung betroffenen Grundrechte sind vor allem die Forschungsfreiheit (Art. 5, Abs.3 GG) sowie Lebensrecht und Menschenwürde der Embryonen. Die Forschungsfreiheit wird durch die Stichtagsregelung erheblich eingeschränkt, aber auch das Recht der Patienten, unter anderem deshalb, weil zumindest therapeutisch möglicherweise irgendwann einsetzbare Stammzelllinien erst nach dem Stichtag hergestellt wurden.
Die Biotechnologiebranche war nur in den Beiträgen von Prof. Dr. Oliver Brüstle vom Universitätsklinikum Bonn Thema. Er betonte mehrfach, dass nicht nur die Forschung, sondern auch die Umsetzung leide und für die Etablierung von Biotechnologiefirmen im Bereich Regenerative Medizin dringend eine Änderung der bestehenden Gesetzeslage notwendig sei.
Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung will sich bis zur Sommerpause über die nächsten Schritte klar werden.
Noch im April beschloss die FDP auf ihrem kleinen Parteitag in Baden-Württemberg, dass "die Gentechnik ausgebaut werden sollte...und auch alternative Forschungen, die zum gleichen Erfolg führen können, müssen unterstützt werden." Zu vorbereitenden Informationsgesprächen waren MdB Dr. Christel Happach-Kasan und Birgit Homburger bei Prof. Felicia Rosenthal, BIO Deutschland-Vorstand und Geschäftsführerin der CellGenix GmbH in Freiburg.
Die BIO Deutschland hatte sich im April gemeinsam mit anderen Verbänden (unter anderem VdBiol) gegen die Pläne des Thüringer Kultusministeriums geäußert, Biologie in der Oberstufe den Status des Leistungsfaches zu verweigern sowie die Kombination Chemie & Biologie zu unterbinden.
Durch den Druck der Verbände und der Interessensgemeinschaften wurde nun vom Kultusministerium ein Modell veröffentlicht, in dem die Biologie wieder als gleichwertige Naturwissenschaft behandelt wird. Die Schüler müssen nach diesem Modell auch eine Naturwissenschaft als Fach mit erhöhten Anforderungen (4 Std.) belegen. Dem Fach Physik kommt weiterhin der Status eines Pflichtfaches zu.
BIO Deutschland e.V. richtete am 6. Juni während der Dritten Woche der Umwelt im Park von Schloss Bellevue, Sitz des Bundespräsidenten in Berlin, ein Forum über den Beitrag der Biotechnologie zum Schutz der Umwelt aus.
Unter dem Titel "Persilschein für die Biotechnologie - Nachhaltigkeit und innovative Umwelttechnik" tauschten sich fünf von der BIO Deutschland eingeladene Experten über den Einsatz von Biotechnologie im Alltag aus: in Waschmitteln, in Lebensmitteln, als Lieferant neuer Medikamente sowie innovativer Kosmetika u.ä. Den etwa 12.000 Besuchern der Umweltwoche - darunter Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft - wurde damit die Möglichkeit geboten, sich mit einer der wichtigsten Zukunftstechnologien für das 21. Jahrhundert auseinanderzusetzen.
Die Mitwirkenden auf dem Podium, das von Andreas Mietzsch (Vorstand der BIO Deutschland, Herausgeber der Zeitschrift transkript und Vorstandsvorsitzender der BIOCOM AG) moderiert wurde, waren:
- Prof. Dr. Birgit Kamm, Institutsleiterin des Forschungsinstitutes Bioaktive Polymersysteme
- Dr. Manfred Kircher, Vorstandsvorsitzender Cluster Industrielle Biotechnologie e.V. und Degussa AG Creavis Corporate Venture
- Dr. Roland Schröder, Director WRS Sustainability, Henkel KGaA
- Dr. Günter Wich, Director Biotechnology Corporate R&D, Wacker AG
- Dr. Holger Zinke, Vorstandsvorsitzender BRAIN AG
Bundespräsident Horst Köhler lud zum dritten Mal ausgewählte Unternehmen und Institutionen zur Präsentation innovativer Umweltschutztechnologien und -projekte ein. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Bundespräsidialamt und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) durchgeführt. Mehr als 180 Aussteller präsentierten ihre Innovationen im Park von Schloss Bellevue. Ein umfangreiches Vortragsprogramm mit mehr als 200 Referenten rundete das attraktive Programm ab. Am Rande: Das Forum der BIO Deutschland fiel genau auf die Geburtstagsfeier für das Waschmittel Persil, das am 6. Juni 1907 auf den Markt kam und seit 1969 biologisch aktiv mit Hilfe von Enzymen wäscht.
Die BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Lizenzen und Technische Verträge" bereitet derzeit ein Positionspapier vor, denn geistiges Eigentum ("Intellectual Property" - IP) stellt für Biotech-Unternehmen ein sehr wertvolles Kapital dar. Zur Verbesserung der Attraktivität des deutschen und des europäischen Standortes für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wird das Positionspapier Maßnahmen für ein bezahlbares, rechtlich abgesichertes und benutzerfreundliches System für den Schutz von IP vorschlagen.
Die Stellungnahme wird beim nächsten Treffen der Arbeitsgruppe verabschiedet und anschließend in die entsprechenden Gremien bei Ministerien und Parlament eingebracht.
Interessierte an der Mitarbeit in dieser AG können Sie sich gerne an die Geschäftsstelle wenden.
Von Juli 2007 an wird die Fachzeitschrift transkript offizielles Mitteilungsorgan der BIO Deutschland. Das heißt, BIO Deutschland-Mitglieder finden monatlich in einer speziellen Sektion der Publikation die Nachrichten und Mitteilungen des Verbandes. Weiterhin erhalten BIO Deutschland-Mitgliedsunternehmen einen 20%igen Sonderrabatt auf Stellenanzeigen in transkript. Dadurch möchte der Verband den bereits etablierten Informationsservice des Newsletters via E-Mail auf die Printmedien ausweiten und seinen Mitgliedern zusätzlich die Branchen relevanten Nachrichten transkripts anbieten. Viel Spaß beim Lesen.
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat eine sogenannte Task Force für Tissue Engineering (TE) und Individualisierte Arzneimittel-Therapie einberufen, deren Aufgabe darin besteht, der Task Force Pharma Vorschläge für die Gestaltung der gesetzlichen Regularien für diese Produkt-Gruppen zu unterbreiten. Um die Interessen der Industrie hier optimal einbinden zu können, wurde beschlossen, im Rahmen der Arbeitsgruppe Recht und Markzugang TE, ein breites Meinungsbild von möglichst vielen Biotech- und Pharma-Unternehmen einzuholen.
Es ist durchaus auch die Meinung von Firmen von Interesse, die selbst zurzeit keine TE-Produkte, sondern Arzneimittel oder Medizinprodukte herstellen oder entwickeln.
NGFN-2/Ascenion
Um Ergebnisse aus dem nationalen Genomforschungsnetz NGFN-2 und aus verschiedenen Life Science-Forschungseinrichtungen der Helmholtz- und Leibnizgemeinschaft für BIO Deutschland-Mitglieder besser zugänglich zu machen, arbeiten Ascenion und BIO Deutschland eng zusammen.
Speziell für BIO Deutschland-Mitglieder hier einige Technologie-Transfer-Angebote:
- TO 15-00023: Novel Leads in Pharmacogenetics: UGT1A7 Drug Metabolism in Cancer Therapy
- TO 15-00010: High Resilience Hybrid Implant Generation
- TO 15-00021: Modified Self-Inactivating Retroviral Vectors with Enhanced Titer, Expression Rate, and Biosafety
- TO 15-00005: ATRA-Treatment of Specific non-M3 AML Patient Subgroups
- TO 15-00013: A Central Target in Neutrophil Granulopoiesis with Involvement in Leukemia and Neutropenia
Die detaillierte Beschreibungen der Angebote sind als PDF-Datei im Menüunterpunkt "Technologietransfer" zu finden.
Details zu Technologieangeboten finden Sie unter: www.genome-marketplace.de
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Ascenion GmbH (Dr. Isabel von Korff, Tel.: 089-318814-18) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.ascenion.de
ipal GmbH
Die ipal GmbH ist die Patentverwertungsgesellschaft der Berliner Hochschulen. Auf Basis von Kooperationsverträgen ist sie im Bereich Life Sciences auch für ihre weiteren Partner, die Charité-Universitätsmedizin Berlin, das Robert Koch-Institut, das Deutsche Herzzentrum, sowie für das Paul Ehrlich-Institut, exklusiv im IP-Asset-Management tätig.
Aktuell betreut die ipal mehr als 200 Patentfamilien. Erfindungen und Technologieangebote aus roter, grüner und weißer Biotechnologie sowie aus weiteren Bereichen wie Medizintechnik, Diagnostika oder diagnostische Verfahren finden Sie auf der ipal-Homepage unter: www.ipal.de/de/technologieangebote/
life_sciences.
Angebote speziell für BIO Deutschland-Mitglieder:
- Bestimmung von Konzentrationsänderungen durch Label freie Supra-Biomolekulare Tandem-Assay
- Nematode Derived Cystatin Inhibits Allergic Airway Responses and Inflammation
Die detaillierte Beschreibungen der Angebote sind als PDF-Datei im Menüunterpunkt "Technologietransfer" zu finden.
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die ipal GmbH (Sabrina Gohlisch, Tel.: 030-2125 4830) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
Weitere Informationen zur ipal: www.ipal.de
Max-Planck-Innovation GmbH
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) gründete die Garching Innovation GmbH, heute Max-Planck-Innovation, als Technologietransfer-Agentur mit Sitz in München für alle Max-Planck-Institute, die über ganz Deutschland verteilt sind. Zur Zeit werden der MP-Innovation zwischen 120 und 140 Erfindungen pro Jahr gemeldet, von denen zwischen 80 und 100 zu einer Patentanmeldung führen.
Auf der Homepage können Informationen zu neuen Entwicklungen, Erfindungen und Technologien in den Bereichen "Therapeutika & Diagnostika", "Biotechnologie", "Pflanzen" sowie "Analytik", für welche Max-Planck-Innovation derzeit noch auf der Suche nach Industriepartnern ist, gefunden werden: www.max-planck-innovation.de
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Max-Planck-Innovation GmbH (Dr. Dieter Link, Tel.: 089-29091-928) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
10. CEO+CFO-Meeting in Berlin
Benefizveranstaltung der BIO Deutschland zugunsten der ACHSE
Treffen mit Bundestagsabgeordneten zu den Themen Gendiagnostik-Gesetz und Wettbewerb
4. Neue Arbeitsgruppe zum Thema "Diagnostik"
Stellungsnahme zum Entwurf der EU-Richtlinie zur wissenschaftlichen Verwendung von Tieren
BIO Deutschland mit Mitgliedsunternehmen auf der Bio-Europe
BIO Deutschland auf dem sächsischen CDU-Forum Gesundheitspolitik
Sitzung der Arbeitsgruppe "Deutsch-US-Amerikanische Zusammenarbeit"
Treffen der Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten"
Stellungnahme der BIO Deutschland zum Thema Nachwachsende Rohstoffe
BIO Deutschland beim Treffen des Gesundheitsforschungsrates
Herbsttagung des Pharma-Lizenz Clubs
Neue Mitglieder in den vergangenen Wochen
Berichte aus den BioRegionen: 1. BioM-Technica
International: Portal der Europäische Kommission für Förderung/Kooperation/
Spitzencluster
Aktuelle Technologietransfer-Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder
Vergünstigungen für BIO Deutschland-Mitglieder und wichtige Termine
Die Geschäftsstelle wünscht allen frohe Festtage und ein erfolgreiches 2009
Der Natur abgeschaut: Kleben zum Überleben
Diagnostica-Industrie trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich
MHH-Forscher entdecken neues Krankheitsbild
trans-o-flex hat mit aktiv temperaturgeführten Transporten in Benelux begonnen
Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche
Millionenschwere Professuren locken Spitzenforscher nach Deutschland