Die BIO Deutschland appellierte Anfang Dezember an EU-Handelskommissar Peter Mandelson, bei der Welthandelsorganisation-Konferenz in Hongkong keine Verhandlungen über besondere Veröffentlichungsvorschriften bei Patentanmeldungen zu führen. Denn bei einer Einführung der von verschiedenen Entwicklungsländern geforderten speziellen "Patent Disclosure Requirements" wäre der Schutz des geistigen Eigentums - vor allem auf dem Gebiet des Bioprospecting - nur unter kaum überschaubaren Schwierigkeiten gegeben und bliebe in vielen Fällen unsicher.
Im vergangenen Jahr beteiligte sich die BIO Deutschland, zusammen mit anderen Verbänden und Forschungseinrichtungen, an der Erarbeitung einer "Verordnung zur Gebührenerhebung für die Genehmigung der Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken nach dem Stammzellgesetz". Die Anmerkungen zum vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegten Verordnungsentwurf wurden auf seiten der BIO Deutschland federführend von Vorstandsmitglied Prof. Dr. Felicia Rosenthal, Geschäftsführerin der CellGenix GmbH, Freiburg, erarbeitet.
Die BIO Deutschland wies darauf hin, daß der Entwurf eine zu geringe Transparenz aufweise (beispielsweise die Höhe der anfallenden Gebühren von 100 bis 25.000 Euro "je nach Aufwand"). Außerdem scheint es nach Expertenmeinung und unterstützt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der internationalen Stammzellforschung (siehe hierzu Varki et al., Nat. Med 11, 2005, 228) ratsam, eine gegebenenfalls notwendige neue Kostenverordnung an der möglichen Novellierung des Stammzellgesetzes auszurichten. Darüber hinaus empfahl die BIO Deutschland die angestrebte Harmonisierung der Stammzellgesetze auf europäischer Ebene zu berücksichtigen.
Leider hat sich Bundesforschungsministerin Annette Schavan Ende Dezember dezidiert gegen eine Änderung des Stammzellgesetzes ausgesprochen. Wenige Tage nach der Bekanntgabe der Affäre um den weltweit bekannten südkoreanischen Klonforscher Hwang Woo Suk sagte sie, daß "der Mensch sich nicht mit der Aura des Schöpfers umgeben darf". Schavan betonte, sie "achte den Kompromiß sehr", den der Bundestag vor einigen Jahren zur Stammzellforschung gefunden habe.
Ende 2005 trat die Gebühren-Verordnung in Kraft. Die geringe Transparenz läßt nun den Schluß zu, die Forschung an embryonalen Stammzellen sei zwar gesetzlich mit Einschränkungen erlaubt, ihre Antragstellung werde aber mit so hohen, unkalkulierbaren Kosten für den Antragsteller belegt, daß von einer Arbeit mit humanen embryonalen Stammzellen abgesehen werden soll.
Hintergrundmaterial zu diesem Thema erhalten Sie gerne von der Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
Seit dem Versand der letzten Newsletter-Ausgabe des Jahres 2005 Anfang Dezember sind fünf neue Unternehmen/Institutionen der BIO Deutschland beigetreten: die Patentanwaltskanzlei Bonnekamp & Sparing (Düsseldorf), das Deutsche Krebsforschungszentrum (Heidelberg), die Ernst & Young AG (Mannheim), die PharmaLex GmbH (Mannheim) und die Curacyte AG (Leipzig).
Die Patentanwaltskanzlei entstand im Jahr 2000. Deren Mitglieder beraten und vertreten Mandanten auf allen Bereichen des Gewerblichen Rechtsschutzes, insbesondere zu Fragen des Patent-, des Gebrauchsmuster-, des Marken- sowie des Designschutzes und der damit zusammenhängenden wettbewerbsrechtlichen Fragen, Verträgen und amtlichen Einspruchs- oder Widerspruchsverfahren.
Ein besonderer Schwerpunkt der Kanzlei ist die Unterstützung von Inhabern von gewerblichen Schutzrechten bei deren Durchsetzung im Wege der Verletzungsklage.
Die 1997 gegründete Stabsstelle Technologietransfer des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie. Sie sichert, vermarktet und lizenziert patentierte und nicht-patentierte Forschungsergebnisse des DKFZ.
Die Stabsstelle Technologietransfer ermittelt in Abstimmung mit den Wissenschaftlern die jeweils beste Verwertungsstrategie für eine Erfindung - zum Beispiel Lizenzierung, Kooperationsvereinbarung mit der Industrie oder Gründung eines Start-up-Unternehmens.
Mit Hauptsitz in Stuttgart ist Ernst & Young eine der großen deutschen Prüfungsgesellschaften. Das Dienstleistungsangebot umfaßt Wirtschaftsprüfung, prüfungsnahe Beratung, Steuerberatung, Transaktions- und Immobilienberatung.
Das Ernst & Young Health Sciences Team ist ein weltweit anerkannter Branchenexperte im Bereich Health Sciences, insbesondere in der Biotechnologie und erlangte vor allem Bekanntheit durch seine jährlichen Statusberichte und Analysen über die weltweit bedeutendsten Biotechnologieregionen.
Das Unternehmen wurde 1998 als Team von Experten aus dem Bereich Regulatory Affairs gegründet, und hat sich auf die Lösung von Fragen rund um die Arzneimittelzulassung spezialisiert. Zum Leistungskatalog zählen unter anderem die Beratung bezüglich globaler Entwicklungs- und Zulassungsstrategien, die Unterstützung während der Produktentwicklung, die Erstellung von Dossiers für Neuzulassungen sowie die Betreuung von Zulassungsverfahren, von Nachzulassungen und Re-Registrierungen.
Nach der Fusion mit der IBFB Pharma GmbH ist die Curacyte nunmehr eine Finanzholding mit drei 100prozentigen Tochtergesellschaften in Leipzig, Jena und Cape Hill (North Carolina, USA). Das biopharmazeutische Unternehmen synthetisiert und entwickelt Wirkstoffe für die Behandlung verschiedener Entzündungskrankheiten.
10. CEO+CFO-Meeting in Berlin
Benefizveranstaltung der BIO Deutschland zugunsten der ACHSE
Treffen mit Bundestagsabgeordneten zu den Themen Gendiagnostik-Gesetz und Wettbewerb
4. Neue Arbeitsgruppe zum Thema "Diagnostik"
Stellungsnahme zum Entwurf der EU-Richtlinie zur wissenschaftlichen Verwendung von Tieren
BIO Deutschland mit Mitgliedsunternehmen auf der Bio-Europe
BIO Deutschland auf dem sächsischen CDU-Forum Gesundheitspolitik
Sitzung der Arbeitsgruppe "Deutsch-US-Amerikanische Zusammenarbeit"
Treffen der Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten"
Stellungnahme der BIO Deutschland zum Thema Nachwachsende Rohstoffe
BIO Deutschland beim Treffen des Gesundheitsforschungsrates
Herbsttagung des Pharma-Lizenz Clubs
Neue Mitglieder in den vergangenen Wochen
Berichte aus den BioRegionen: 1. BioM-Technica
International: Portal der Europäische Kommission für Förderung/Kooperation/
Spitzencluster
Aktuelle Technologietransfer-Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder
Vergünstigungen für BIO Deutschland-Mitglieder und wichtige Termine
Die Geschäftsstelle wünscht allen frohe Festtage und ein erfolgreiches 2009
Der Natur abgeschaut: Kleben zum Überleben
Diagnostica-Industrie trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich
MHH-Forscher entdecken neues Krankheitsbild
trans-o-flex hat mit aktiv temperaturgeführten Transporten in Benelux begonnen
Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche
Millionenschwere Professuren locken Spitzenforscher nach Deutschland