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Nachrichten
Juli 2006

BIO Deutschland im Gespräch mit dem BMBF zur Verbesserung der Innovationskraft in Deutschland

Um Positionen und Vorstellungen zur Verbesserung der Innovationskraft in Deutschland zu diskutieren, lud im Juni Bundesforschungsministerin Annette Schavan die BIO Deutschland zu einem Fachgespräch in kleiner Runde ein. Dr. Peter Heinrich, Vorsitzender des BIO Deutschland-Vorstandes und Vorstandsvorsitzender der MediGene AG, sowie Vertreter von fünf weiteren Fachorganisationen diskutierten mit Staatssekretär Thomas Rachel über Positionen und Vorstellungen der Branche, "um den Standort Deutschland zukunftsfest zu machen und Wohlstand und Arbeitsplätze langfristig zu sichern".

Hier einige der Punkte, die Dr. Peter Heinrich, bei dem Treffen in Berlin ansprach:

  • BIO Deutschland unterstützt voll und ganz die geplante Verstärkung der Forschungsförderung im Bereich der Grundlagenforschung.
  • Der Prozess des Technologietransfers aus den deutschen Hochschulen in die Wirtschaft sollte effizienter werden und personell stärker ausgebaut werden. Deshalb sollte der BMBF auch in den nächsten Jahren eine starke (finanzielle) Unterstützung hierfür bereit stellen.
  • BIO Deutschland wünscht generell eine Verstärkung der Förderung der angewandten Forschung.
  • Die bisherigen erfolgreichen Förderprogramme zur Unterstützung von KMUs (zum Beispiel BioChance, BioChancePlus) sind sehr anerkannt und sollten nicht nur fortgesetzt, sondern auch ausgebaut werden.
  • Durch die Finanzierung von Servicegruppen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstituten kommt es zu einer deutlichen Wettbewerbsverzerrung, da diese "akademischen" Serviceleistungen auf dem freien Markt in Konkurrenz zu unseren heimischen Biotechnologie-Unternehmen angeboten werden und dabei auf einer ganz anderen Kalkulation basieren.

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BIO Deutschland im Gespräch mit dem BMWA für die Organisation des deutschen Auftrittes bei der BIO 2007 in Boston

Anfang Juni fand beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) in Bonn eine Besprechung zur Vorbereitung für die Planung und Durchführung der Teilnahme Deutschlands an der BIO 2007 in Boston (06.-09.05.2007) statt.

Dabei wurde eine stärkere Verzahnung der Aktivitäten der einzelnen Beteiligten Verbände, Organisationen und BioRegionen als Grundlage eines einheitlichen Auftretens und Werbens für den Biotech-Standort Deutschland.

Weitere Treffen und Organisationsgespräche werden im Verlauf des Sommers erfolgen.

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BIO Deutschland äußert sich zu Studienergebnisse des BUND zur Grünen Gentechnik

Mitte Juni veröffentlichte der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) eine Analyse zum Arbeitsplatzpotential der Pflanzenbiotechnologie, in der festegestellt wurde, dass es derzeit lediglich 500 Arbeitsplätze in der Grünen Gentechnik gibt und kein künftiger Zuwachs zu erwarten ist. Darauf hin äußerste sich die BIO Deutschland in einer Pressemitteilung: "Die Zahlenangaben entsprechen nicht der Wirklichkeit", so Dr. Jens Katzek, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland und Geschäftsführer der BioMitteldeutschland GmbH.

Der BUND hatte für ihre Analyse nur privatwirtschaftlich finanzierte Unternehmen berücksichtigt. Forschungs- und Entwicklungsleistungen der zahlreichen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wurden außer Acht gelassen. Und gerade aus ihnen entstehen junge und innovative Unternehmen.

Mittlerweile steigt allerorten die Kritik an der Studie (siehe hierzu auch transkript 7/2006, S. 30). Die Ergebnisse der Studie beruhen - neben Daten anderer Studien des Statistischen Bundesamtes, von Ernst & Young und Expertenbefragungen - auf eigenen Datenerhebungen mit einer Rücklaufquote von lediglich 20%. Ernst & Young äußerste sich denn auch kritisch zu den BUND-Ergebnissen, da wohl deren verwendeten Daten in falschem Zusammenhang zitiert und interpretiert wurden.

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Erfolg für Entwickler von Kinderarzneimitteln: Europaparlament stimmt Verordnungsentwurf zu

Ende Juni hat das Europaparlament die so genannte "Paediatric Regulation" verabschiedet. Die Verordnung - ein Vorschlag der Europa-Kommission - sieht die gezielte Förderung von Medikamentenentwicklern vor, die in die Erforschung neuer Behandlungsmöglichkeiten für Kinder investieren, welche an seltenen Krankheiten leiden, für die es bislang keine adäquaten Therapien gibt. Darüber hinaus sollte ein einfaches System von Anreizen für kleine und mittlere Unternehmen entstehen, die spezielle Medikamente für Kinder entwickeln.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die BIO Deutschland in persönlichen Schreiben deutsche Europa-Parlamentarier des Gesundheitsausschusses aufgefordert, bei der Abstimmung den Vorschlägen der Europäischen Kommission zuzustimmen. Die Mitglieder des Gesundheitsausschusses stimmten damals in beinahe allen Punkten dem Vorschlag der Kommission zu.

Die geplante Verordnung sieht vor, dass Unternehmen verpflichtet werden, neue Arzneimittel auch für Kinder und Jugendliche zu entwickeln, wenn die betreffende Krankheit bei diesen auftritt. Die Unternehmen erhalten im Gegenzug für ihren Mehraufwand einen Ausgleich in Form einer sechsmonatigen Verlängerung der Marktexklusivität.

Der Ministerrat der EU wird im September dieses Jahres darüber abstimmen. Anschließend soll bei der europäischen Zulassungsagentur für Medikamente (EMEA) ein Ausschuss für Kinderarzneimittel eingerichtet werden. Dieser entscheidet dann, für welche Altersgruppen ein Hersteller sein Medikament entwickeln soll und ob zusätzliche Studien mit Kindern parallel oder erst nach den Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden müssen.

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Gespräch mit Bundesminister Horst Seehofer (BMELV)

Am Rande des Zeit-Forums der Wissenschaft zum Thema "Grüne Gentechnik: Die Zukunft der Landwirtschaft" Ende Juni in Berlin konnte die BIO Deutschland ein Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer über die Folgen seiner jüngsten Pläne führen, zwar die Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenbiotechnologie zu fördern, die Kommerzialisierung aber nicht zu unterstützen.

Die BIO Deutschland machte auf die Gefahr für den Standort Deutschland aufmerksam, die eine solche Entscheidung bedeutet: Wie mit der Roten Biotechnik bereits vor Jahren geschehen, würden deutsche Wissenschaftler im Ausland ihr Know-how für die Entwicklung von Produkten nutzen, die später für hohe Umsätze sorgten und die Schaffung von Arbeitsplätzen bedeuteten. Die BIO Deutschland deutete auch auf die F&E-Aktivitäten der Industrie als Quelle für die Entwicklung neuartiger Produkte hin - Aktivitäten, die durch den fehlenden Rahmen für die Pflanzenbiotechnologie in Deutschland fast nur noch im Ausland durchgeführt werden. Die Problematik des Inverkehrbringes, der Freisetzung und des Haftungsfonds war bereits während der Podiumsdiskussion extensiv behandelt worden.

Seehofer wies auf die Ängste der Verbraucher, die respektiert werden müssten, und auf das Fehlen von Produkten, die den Verbraucher von einem Nutzen dieser Technologie für sich überzeugen können; der Bt-Mais wäre in Deutschland kein guter Kandidat dafür.

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Aktuelle Technologietransfer-Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder

NGFN-2/Ascenion
Um Ergebnisse aus dem nationalen Genomforschungsnetz NGFN-2 und aus verschiedenen Life Science-Forschungseinrichtungen der Helmholtz- und Leibnizgemeinschaft für BIO Deutschland-Mitglieder besser zugänglich zu machen, arbeiten Ascenion und BIO Deutschland seit Ende vergangenen Jahres eng zusammen. Details zu Technologieangeboten finden Sie unter: www.genome-marketplace.de

Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Ascenion GmbH (Dr. Isabel von Korff, Tel.: 089-318814-18) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.ascenion.de

Garching Innovation
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) gründete die Garching Innovation GmbH (GI) als Technologietransfer-Agentur mit Sitz in München für alle Max-Planck-Institute, die über ganz Deutschland verteilt sind. Zur Zeit werden GI zwischen 120 und 140 Erfindungen pro Jahr gemeldet, von denen zwischen 80 und 100 zu einer Patentanmeldung führen.

Auf der GI-Homepage können Informationen zu neuen Entwicklungen, Erfindungen und Technologien in den Bereichen "Therapeutika & Diagnostika", "Biotechnologie", "Pflanzen" sowie "Analytik", für welche Garching Innovation derzeit noch auf der Suche nach Industriepartnern ist, gefunden werden: www.garching-innovation.de/de/technoang/index_ta.html

Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Garching Innovation GmbH (Astrid Giegold, Tel.: 089-29091-911) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.

EU
Die Europäische Kommission hat kürzlich eine Broschüre herausgegeben, in der 100 Technologie-Angebote aus der Union für die wissenschaftliche oder wirtschaftliche Verwertung angeboten werden. Die Kommission will dadurch die Entwicklung innovativer Produkte auf dem Biotechnologie-Sektor unterstützen. Die im Katalog enthaltenen Angebote reichen von Anwendungen im Nahrungsmittelbereich und in der Pflanzenbiotechnologie über Biopharmazeutika bis hin zu biomedizinischen Technologien für Diagnostik und Therapie. Als PDF zu finden unter ftp://ftp.cordis.lu/pub/lifescihealth/docs/booklet_100_off.pdf oder bei der Geschäftstelle unter 030-26484087/eMail: info@biodeutschland.org

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Termine

  • Das neue Forschungsrahmenprogramm der EU: Seminar für Einsteiger am 31.08.2006 in Bonn
  • Business-Development-Conference: voraussichtlich am 13. und 14.12.2006 in Berlin
  • R&D Leaders" Forum 2006: 04.-06.10.2006 in Berlin (Achtung! BIO Deutschland-Mitglieder erhalten einen 10%igen Preisnachlaß auf den regulären Preis)
  • 3. ordentliche Mitgliederversammlung: voraussichtlich 06. oder 07.11.2006 in Düsseldorf
  • BioEurope: 06.-09.11.2006 in Düsseldorf
  • CEO&CFO-Meeting: voraussichtlich am 30.11. und 01.12.2006 in Leipzig

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Aktuelle Nachrichten

10. CEO+CFO-Meeting in Berlin

Benefizveranstaltung der BIO Deutschland zugunsten der ACHSE

Treffen mit Bundestagsabgeordneten zu den Themen Gendiagnostik-Gesetz und Wettbewerb

4. Neue Arbeitsgruppe zum Thema "Diagnostik"

Stellungsnahme zum Entwurf der EU-Richtlinie zur wissenschaftlichen Verwendung von Tieren

BIO Deutschland mit Mitgliedsunternehmen auf der Bio-Europe

BIO Deutschland auf dem sächsischen CDU-Forum Gesundheitspolitik

Sitzung der Arbeitsgruppe "Deutsch-US-Amerikanische Zusammenarbeit"

Treffen der Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten"

Stellungnahme der BIO Deutschland zum Thema Nachwachsende Rohstoffe

BIO Deutschland beim Treffen des Gesundheitsforschungsrates

Herbsttagung des Pharma-Lizenz Clubs

Neue Mitglieder in den vergangenen Wochen

Berichte aus den BioRegionen: 1. BioM-Technica

International: Portal der Europäische Kommission für Förderung/Kooperation/
Spitzencluster


Aktuelle Technologietransfer-Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder

Vergünstigungen für BIO Deutschland-Mitglieder und wichtige Termine

Die Geschäftsstelle wünscht allen frohe Festtage und ein erfolgreiches 2009

Nachrichten aus der Biobranche

Bionity.COM Nachrichten

Der Natur abgeschaut: Kleben zum Überleben

Diagnostica-Industrie trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich

MHH-Forscher entdecken neues Krankheitsbild

trans-o-flex hat mit aktiv temperaturgeführten Transporten in Benelux begonnen

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Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche

Millionenschwere Professuren locken Spitzenforscher nach Deutschland

Vielseitige Stammzellen im menschlichen Hoden entdeckt

Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche