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Kurz nachdem Bundesforschungsministerin Annette Schavan aus Brüssel mit einem Kompromissergebnis aus den Verhandlungen des EU-Ministerrates zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm zurückkehrte, kontaktierte die BIO Deutschland sowohl sie als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Forderung, das gegenwärtige Stammzellgesetz einer Revision zu unterziehen.
Die BIO Deutschland teilte den Regierungsvertreterinnen mit, der Verband setze sich dafür ein, dass gerade bei Unklarheiten und Unsicherheiten, wie sie für die Stammzellforschung noch bestehen, bestimmte Regeln für eine verantwortungsbewusste Entscheidung zu berücksichtigen seien. Zu diesen Regeln gehören die Transparenz und das Abwägen alternativer Lösungsmöglichkeiten, aber auch die Revidierbarkeit, das heißt die Möglichkeit zur Korrektur bereits eingeschlagener Entwicklungspfade bei entsprechend neuem Erkenntnisstand. Ebenso sollten die geltenden Gesetze immer wieder kritisch überdacht werden, um gegebenenfalls Anpassungen vornehmen zu können. Die innovationsbegleitenden Rahmenbedingungen in Deutschland könnten so durch Anpassung der Stichtagregelung bei der Forschung mit embryonalen Stammzellen verbessert werden. Dies gäbe Deutschland auch die Chance, die auf diesem Gebiet auf hohem Niveau stehende Forschung von Mitteln aus der europäischen Förderung profitieren zu lassen. Diese - von Deutschland in die EU-Kassen reichlich eingebrachten - Mittel können somit dazu aufgewendet werden, das noch erstklassige Know-how Deutschlands auf dem Gebiet der regenerativen Medizin zu stärken.
Mitte Juli lud Dr. Peter Liese, Mitglied des Europäischen Parlaments in der EVP-ED-Fraktion (Europäische Volkspartei – Europäische Demokraten (Christdemokraten)), zu einem Fachgespräch über neuartige Therapiemethoden nach Brüssel ein. Dr. Stefan Thoma (CellGenix GmbH) nahm am Fachgespräch für die BIO Deutschland teil. Vor dem Treffen diskutierte er mit Vertretern europäischer Verbände (EuropaBio und EBE) über die Position Deutschlands bei der Frage der Einrichtung einer zentralen Zulassungsstelle für neuartige Therapien bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) und der damit zusammenhängenden Abschaffung nationaler Zulassungsstellen. Über die Bundesregierung (Bundesministerium für Gesundheit) war mitgeteilt worden, dass eine ganze Reihe von insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland Probleme mit dem gegenwärtigen Verordnungsvorschlag haben und auf die Option eines dezentralen Zulassungsverfahrens drängen.
Unmittelbar nach der Sommerpause Anfang September wird der federführende Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des EU-Parlaments über einen geänderten Verordnungsentwurf der EU-Kommission zu diesem Thema entscheiden.
Prof. Dr. Olaf Wilhelm (Vorstandsmitglied der BIO Deutschland und CEO der Wilex AG) und Dr. Engelbert Precht (Geschäftsführer der Eurofins Medigenomix GmbH) erstellten gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Buckel (Geschäftsführer der SuppreMol GmbH) und Prof. Dr. Thomas Meitinger (Leiter des GSF-Instituts für Human- und Säugertiergenetik an der Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München) ein Positionspapier zum Gendiagnostikgesetz-Entwurf sowie zur Umsetzung des Gendiagnostikgesetzes.
Folgende Kernforderungen wurden erarbeitet:
Interessierte können gerne das Positionspapier bei der Geschäftsstelle anfordern (Tel.: 030-26484087, eMail: info@biodeutschland.org)
Zunächst stellte Herr Stefan Hock, Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG, das Unternehmen als Begleiter zum Kapitalmarkt vor. Im Anschluss diskutierte die Arbeitsgruppe ausgiebig die neue Fassung des Positionspapiers zu "Rahmenbedingungen zur Förderung der Biotechnologie-Industrie in Deutschland" und stellte das Dokument inhaltlich fertig. Dieses soll im Anschluss an die Sommerpause an politische Entscheidungsträger herangetragen werden.
Das Augenmerk bei der im Dokument geforderten Verbesserung der Rahmenbedingungen liegt vor allem auf der gezielten Beseitigung von Schwächen in der Finanzierbarkeit der Biotechnologie. Unternehmerisches Risiko darf nicht bestraft, sondern sollte gefördert werden. Alle, die dieses unternehmerische Risiko in dieser Schlüsseltechnologie tragen, also Investoren, Unternehmen und Mitarbeiter, sollten diese Unterstützung in Deutschland spüren. Dies gilt sowohl für kleine und
mittlere Unternehmen als auch für börsennotierte Firmen.
Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet am 10. Oktober in Berlin statt.
Interessierte können gerne die Präsentation der Baader Wertpapierhandelsbank AG bei der Geschäftsstelle anfordern (Tel.: 030-26484087, eMail: info@biodeutschland.org).
Im Juni tagte zum ersten Mal die neue Arbeitsgruppe „Wettbewerb und Ordnungspolitik“ unter der Leitung von Peter Pohl (Vorstandsmitglied der BIO Deutschland und Vorstandsvorsitzender der GATC Biotech AG) in München. Dabei wurden die Ziele der Arbeitsgruppe festgelegt und die nächsten Schritte geplant.
Ziele:
Interessierte an der Mitarbeit in der Arbeitsgruppe können gerne die Geschäftsstelle der BIO Deutschland kontaktieren (Tel.: 030-26484087, eMail: info@biodeutschland.org).
Aufgrund der Themenbandbreite wurde die Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten und Gesundheitspolitik" geteilt. Dr. Uwe Maschek (BIO Deutschland-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Cephalon GmbH) übernimmt die Leitung der neuen AG „Gesundheitspolitik“. Die nun eigenständige Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten" wird sich in Kürze konstituieren.
Interessierte an der Mitarbeit in den Arbeitsgruppen sind eingeladen, sich bei der Geschäftsstelle der BIO Deutschland zu melden (Tel.: 030-26484087, eMail: info@biodeutschland.org).
Die BIO Deutschland heißt ihr neues Mitglied Celgene GmbH, Martinsried, herzlich willkommen.
Die Celgene Corporation ist ein globales biopharmazeutisches Unternehmen, das 1986 in New Jersey, USA, gegründet wurde. Celgene erforscht, entwickelt und vertreibt innovative Arzneimittel, hauptsächlich zur Behandlung von Krebserkrankungen und Krankheiten des immunologischen Systems. Die Celgene GmbH in Deutschland, eine hundertprozentige Tochter der Celgene Corporation, führt, neben der Vermarktung ihrer Produkte (Umsatz 2005: $ 560 Mio), auch umfangreiche klinische Studien mit neuen Substanzkandidaten aus der Celgene Forschungspipeline durch. Geschäftsführer ist Michael Pehl.
Mehr zu Celgene finden Sie unter: www.celgene.de
Am 21. Juli tagte der Vorstand der BIO Deutschland zum 4. Mal in diesem Jahr. In den Räumen der Cephalon GmbH in Martinsried wurde unter anderem über die Finanz- und Personalplanung, den Ausblick auf das kommende Jahr, über die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Organisationen (national, europäisch und aus Übersee), über die Ausrichtung verschiedener Konferenzen und Workshops (zu Themen wie beispielsweise Finanzierung, Versicherungen, klinische Studien) und über die Tätigkeit der Arbeitsgruppen beraten.
Die nächste Sitzung findet am 29. September in Berlin statt. Am 30. September schließt sich eine Strategiesitzung an, um die Positionierung der BIO Deutschland zu Biotech-relevanten Themen zu diskutieren. Diskussionsgrundlage zu dieser Positionierung sind die Thesen und Ergebnisse aus der Tätigkeit der Arbeitsgruppen.
NGFN-2/Ascenion
Um Ergebnisse aus dem nationalen Genomforschungsnetz NGFN-2 und aus verschiedenen Life Science-Forschungseinrichtungen der Helmholtz- und Leibnizgemeinschaft für BIO Deutschland-Mitglieder besser zugänglich zu machen, arbeiten Ascenion und BIO Deutschland seit Ende vergangenen Jahres eng zusammen.
Hier einige aktuelle Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder:
TCR gene transfer for CLL
Screening assay for kinesin-specific modulators
MALP-2-based modulation of dendritic cells for stimulation of Th1 immune response
Conduction - Diagnosis and therapy of tumour diseases
MUC1-derived glycopeptides for the development of multi-epitope anti-tumour vaccine
Die detaillierte Beschreibungen der Angebote sind als PDF-Datei im Menüunterpunkt
"Technologietransfer" zu finden.
Details zu Technologieangeboten finden Sie unter: www.genome-marketplace.de
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Ascenion GmbH (Dr. Isabel von Korff, Tel.: 089-318814-18) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.ascenion.de
Garching Innovation
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) gründete die Garching Innovation GmbH (GI) als Technologietransfer-Agentur mit Sitz in München für alle Max-Planck-Institute, die über ganz Deutschland verteilt sind. Zur Zeit werden GI zwischen 120 und 140 Erfindungen pro Jahr gemeldet, von denen zwischen 80 und 100 zu einer Patentanmeldung führen.
Auf der GI-Homepage können Informationen zu neuen Entwicklungen, Erfindungen und Technologien in den Bereichen "Therapeutika & Diagnostika", "Biotechnologie", "Pflanzen" sowie "Analytik", für welche Garching Innovation derzeit noch auf der Suche nach Industriepartnern ist, gefunden werden: www.garching-innovation.de/de/technoang/index_ta.html
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Garching Innovation GmbH (Astrid Giegold, Tel.: 089-29091-911) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
Gutachter für Gendoping gesucht:
Das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag ist vom Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung mit einem Projekt zum Thema "Aktuelle Entwicklungen, Potentiale und Gefahren des Gendoping" beauftragt worden.
Für dieses Projekt werden Gutachter gesucht, die zum einen den Stand und die Perspektiven dopingrelevanter Ergebnisse aus der Genomforschung und zum anderen Methoden und Systeme der Dopingkontrolle darstellen. Informationen zu diesen Ausschreibungen finden Sie unter www.tab.fzk.de/de/gutachter/gendoping.pdf
Unternehmerreisen:
Australien vom 19. bis 24. November 2006 zur AusBiotech 2006
Die Deutsch-Australische Industrie- und Handelskammer bietet in Zusammenarbeit mit Invest Australia in Frankfurt und der IHK Koblenz vom 19. bis 24. November 2006 eine Unternehmerreise zur AusBiotech 2006 in Sydney an.
Neben Vorfeldberatung und "Nachsorge" in Deutschland umfaßt die Reise die Teilnahme an Messe und Konferenz, ein Matchmaking mit ausgesuchten australischen Biotechnologie-Firmen, die Möglichkeit zum Firmen- oder Verbändebesuch in Sydney und Melbourne, interkulturelle, rechtliche und steuerliche Informationsveranstaltungen und ein Rahmenprogramm.
Nähere Informationen erhalten Sie gerne bei der Geschäftsstelle der BIO Deutschland (030-26484087, eMail: info@biodeutschland.org)
Hongkong und Shenzen vom 7. Bis 15. Oktober 2006
Die Brücke-Osteuropa e.V. (Eastbridge) veranstaltet vom 7.-15. Oktober 2006 eine Kooperationsreise nach China. Diese Reise richtet sich unter anderem an Unternehmen und Institute der Biotechnologie und führt in die Perlflussdelta-Region.
Kooperationstreffen in den High-Tech-Parks in Hongkong und Shenzhen sowie Besuche der 8. zentralen China High-Tech-Fair in Shenzhen sind Bestandteile der Reise.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.eastbridge.de/Hongkong-Shenzhen
St. Petersburg vom 25. Bis 29. September 2006
Im Auftrag des Internationalen Büros des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und in Zusammenarbeit mit dem Ost-West-Wissenschaftszentrum der Universität Kassel (OWWZ) sowie der Fraunhofer Gesellschaft veranstaltet die Brücke-Osteuropa e.V. vom 25. - 29. September 2006 für Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen aus den Bereichen der Biotechnologie / Life Sciences eine Kooperationsreise nach St. Petersburg.
Im Vordergrund der Veranstaltung, die sowohl Workshops, individuelle Kooperationsgespräche als auch Besuche in Instituten und Unternehmen einschließt, steht die breite Palette der Biotechnologien mit ihren Anwendungen in den Bereichen der Pharmazie und Medizin, der Landwirtschaft, Nahrungsgüterindustrie, Energiewirtschaft sowie der Abfallwirtschaft, Chemie und im Umweltbereich. Ebenso sind Ingenieurunternehmen auf den Gebieten der Labordiagnostik und -automatisierung sowie des wissenschaftlichen Gerätebaus herzlich willkommen.
Aktuelle Informationen finden Sie auch im Internet unter: www.bruecke-osteuropa.de/petersburg
Investitionsprojekte in Madrid
Madrid, 3. wachstumsstärkste Region Europas, eröffnete kürzlich in Deutschland das Büro Promomadrid, um investitionswilligen Unternehmern einen Ansprechpartner für alle Fragen zur Planung und Konkretisierung von Investitionsprojekten im Zentrum Spaniens an die Seite zu stellen. Das Büro unterstützt und berät unverbindlich und kostenfrei unter anderem bei der
- Suche nach geeigneten Grundstücken und Gebäuden, Logistik- und Distributionsplattformen,
- Suche nach öffentlichen Fördermitteln,
- Organisation und Koordination von Besichtigungen vor Ort,
- Organisation von Treffen mit den geeigneten Ansprechpartnern
Weitere Informationen: promomadrid@ipn-gmbh.de
10. CEO+CFO-Meeting in Berlin
Benefizveranstaltung der BIO Deutschland zugunsten der ACHSE
Treffen mit Bundestagsabgeordneten zu den Themen Gendiagnostik-Gesetz und Wettbewerb
4. Neue Arbeitsgruppe zum Thema "Diagnostik"
Stellungsnahme zum Entwurf der EU-Richtlinie zur wissenschaftlichen Verwendung von Tieren
BIO Deutschland mit Mitgliedsunternehmen auf der Bio-Europe
BIO Deutschland auf dem sächsischen CDU-Forum Gesundheitspolitik
Sitzung der Arbeitsgruppe "Deutsch-US-Amerikanische Zusammenarbeit"
Treffen der Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten"
Stellungnahme der BIO Deutschland zum Thema Nachwachsende Rohstoffe
BIO Deutschland beim Treffen des Gesundheitsforschungsrates
Herbsttagung des Pharma-Lizenz Clubs
Neue Mitglieder in den vergangenen Wochen
Berichte aus den BioRegionen: 1. BioM-Technica
International: Portal der Europäische Kommission für Förderung/Kooperation/
Spitzencluster
Aktuelle Technologietransfer-Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder
Vergünstigungen für BIO Deutschland-Mitglieder und wichtige Termine
Die Geschäftsstelle wünscht allen frohe Festtage und ein erfolgreiches 2009
Der Natur abgeschaut: Kleben zum Überleben
Diagnostica-Industrie trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich
MHH-Forscher entdecken neues Krankheitsbild
trans-o-flex hat mit aktiv temperaturgeführten Transporten in Benelux begonnen
Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche
Millionenschwere Professuren locken Spitzenforscher nach Deutschland