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Am 9. Mai hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ein Eckpunktepapier für ein Wagniskapitalbeteiligungsgesetz (WKBG) vorgelegt, das unter anderem vorsah, förderwürdige Zielgesellschaften auf Unternehmen mit 500.000 Euro Eigenkapital und sieben Jahren Bestehen zu beschränken. BIO Deutschland hat mit den Fachverantwortlichen im BMF sowie Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Kontakt aufgenommen und die Eckpunkte unserer Stellungnahme kommuniziert. Einer politischen Kontroverse folgte eine Einigung, die in einem Gesetzesentwurf (Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalgesellschaften – MoRaKG) mündete, der etwas besser auf die Bedürfnisse eingeht, aber noch immer weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. BIO Deutschland war als einziger Branchenvertreter aufgefordert worden, bis zum 20. Juli eine Stellungnahme ans BMF zu geben.
Die Stellungnahme wurde von den Leitern der AG Finanzen und Steuern in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle, unter der fachlichen Federführung der KPMG erarbeitet. Außerdem wurde das Gespräch mit dem Verband Deutscher Ingenieure und dem IVAM e.V. - Fachverband für Mikrotechnik aufgenommen, um sich in punkto erforderliche Rahmenbedingungen für innovative kleine und mittlere Technologieunternehmen abzustimmen. Die zentralen Forderungen der BIO Deutschland sind:
Das Positionspapier kann im Internet unter www.biodeutschland.org/position/position.php als PDF herunter geladen werden.
Die Arbeitsgruppe traf sich zum 10. Mal am 10. Juli in Düsseldorf in den Räumen der WestLB. Die diskutierten Themen waren unter anderem:
Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet am 6. November bei UBS in Zürich statt.
Am 13. September wird die AG „Lizenzen und technische Verträge“ zusammen mit der Geschäftsstelle ein Seminar zum Thema „Intellectual Property“ (IP) ausrichten.
Die Themen und die Referenten werden sein:
Grundlagen des Patentrechts: Relevanz und Kosten für kleine und mittlere Biotech-Unternehmen
Referent: Dr. Volker Mann, Bonnekamp & Sparing
Erfordernisse des Patent- und Markenschutzes für die interne Organisation einschließlich des Arbeitnehmererfindungsrechts
Referent: Dr. Raphael Bösl, ISENBRUCK | BÖSL | HÖRSCHLER | WICHMANN | HUHN
IP-Strategie (Patente und Marken)
Referent: Thomas Manderla, CMS Hasche Sigle
Bedeutung anwaltlicher Vertretung
Referent: Dr. Constanze Ulmer-Eilfort, Baker & McKenzie
Die einzelnen Themenblöcke werden durch Fallbeispiele ergänzt. Der zeitliche Ablauf des Programms, wurde so konzipiert, dass genug Raum für ausführliche Diskussionen mit Kollegen und Experten zur Verfügung steht.
Gerne nimmt die Geschäftsstelle Ihre verbindliche Anmeldung per E-Mail (info@biodeutschland.org) an. Für BIO Deutschland-Mitglieder wird ein Beitrag in Höhe von lediglich netto 130,- Euro (Nicht-Mitglieder 310,- Euro) erhoben. Weitere Informationen erhalten Sie von der Geschäftsstelle unter Tel.: 030-26484087.
BIO Deutschland e.V., äußerte sich per Pressemitteilung zur neu entfachten Debatte über eine Änderung des Stammzellgesetzes nach der letzten Stellungnahme des Nationalen Ethikrates vor seiner Auflösung im Juli.
Professor Felicia Rosenthal, Mitglied des BIO Deutschland-Vorstandes und Geschäftsführerin der CellGenix GmbH in Freiburg meinte in der Pressemitteilung hierzu: "Eine Neuregelung des Stammzellgesetzes und eine Anpassung der Stichtagsregelung erscheinen schon lange aufgrund dieser Erkenntnisse dringend angebracht. Wir brauchen eine konkurrenzfähige Forschung in Deutschland, damit wir den Anschluss an die internationale Spitze nicht verpassen."
Zum Hintergrund: In der letzten Stellungnahme vor seiner Auflösung hat der Nationale Ethikrat mehrheitlich eine Lockerung des Stammzellgesetzes befürwortet. Die bisher geltende Stichtagsregelung, die nur eine Verwendung von vor 2002 erstellten Zelllinien erlaubt, solle durch eine "praktikable und zuverlässige Einzelfallprüfung" ersetzt werden, empfahl das Gremium am Montag (16.07.07) in Berlin. Auch auf diese Weise könne bei entsprechenden Vorschriften für Import und Verwendung das Schutzziel des Gesetzes gewährleistet werden: zu vermeiden, dass von Deutschland ein Impuls ausgeht, embryonale Stammzellen zu gewinnen. Zulässige Nutzungszwecke sollten künftig neben der Forschung auch Diagnose und Behandlung sein, erklärten 14 der 24 Ratsmitglieder.
Zu der Stellungnahme des Ethikrates äußerten sich verschiedene Politiker aller Parteien, eine Debatte im Bundestag ist für die Zeit nach der Sommerpause angekündigt worden.
Ein Positionspapier der BIO Deutschland zur regenerativen Medizin und Stammzellforschung finden Sie unter www.biodeutschland.org/position/position.php
Am 10. Juni traf sich zum 3. Mal die AG "Wettbewerb und Ordnungspolitik" in Konstanz, um über die Aktivitäten des Verbandes zum Thema Wettbewerbsverzerrung und über zu entwickelnde Maßnahmen dagegen zu diskutieren.
Unter anderem wurden Forschungseinrichtungen und Hochschulen angeschrieben sowie Landes- und Bundesministerien, um auf teilweise wettbewerbsverzerrende Strukturen aufmerksam zu machen. Es handelt sich dabei um durch die wirtschaftliche Betätigung von öffentlich geförderten Institutionen festgestellte Folgen. Als ein konkretes Beispiel wurde die Durchführung von Routineuntersuchungen im Bereich der DNA-Sequenzierung angeführt. Denn diese Routineuntersuchungen werden zu Preisen angeboten, die von denen gewerblicher Unternehmen erheblich nach unten abweichen. Die Unterbietung privater Wettbewerber wird vor allem dadurch ermöglicht, dass bei der Kalkulation der Kosten die Fixkosten aus den mit öffentlichen Mitteln finanzierten Ressourcen nicht anteilig berücksichtigt werden. Insbesondere werden die Kosten für die Nutzung des Gebäude- und Gerätebestandes, für das eingesetzte Personal und zum Teil auch für das Material nicht zu ihrem marktüblichen Gegenwert in die Kostenkalkulation eingestellt.
Die AG wird sich künftig mit einem Vorschlag zur Anpassung der Ausschreibungskriterien des BMBF und mit der Einbringung eines Verhaltenskodex zur Vermeidung wettbewerbsverzerrender Maßnahmen für Antragsteller und Gutacher befassen.
Bei Interesse an dem Thema der Arbeitsgruppe ist jedes Mitglied zur Mitarbeit herzlich eingeladen. Die nächste Sitzung soll während der Biotechnica (9.-11.10.07) in Hannover stattfinden.
Gemeinsam mit dem Bundesverband der deutschen Pflanzenzüchter (BDP e.V.) machte BIO Deutschland mobil gegen die Feldzerstörungen am 22. Juli im Oderbruch. "In Deutschland wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen", sagte dazu Viola Bronsema, Geschäftsführerin von BIO Deutschland, "wenn die Politik auf der einen Seite auf eine verschärfte Gesetzgebung für Anwender besteht und die Strafverfolgung für gesetzeswidrige Handlungen von Technologiegegnern gleichzeitig so wenig abschreckend wirkt". Der Geschäftsführer des BDP, Ferdinand Schmitz, ergänzte: "Es muss Schluss sein mit diesen öffentlichen Aufrufen zu Feldzerstörungen. Die Meinungsfreiheit gebe diesen Tätern nicht das Recht, Landwirte samt ihrer Familien derart unter Druck zu setzen und deren Einnahmequelle zu zerstören". Schließlich gehe es um Produkte, die in ganz Europa von mehr als 50 Behörden auf ihre Sicherheit hin überprüft und zugelassen worden sind.
Die Vorstellung des politischen Kompromisses zwischen CDU/CSU und SPD bei der Novellierung des Gentechnikgesetzes am 23. Juli in Berlin wurde von der BIO Deutschland scharf kritisiert: "Damit verhindern CDU/CSU und SPD de facto den Anbau biotechnologisch gezüchteter Pflanzen in Deutschland und bilden eine politische Front gegen Innovationen auf diesem Gebiet", sagte hierzu Dr. Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland und Vorstand der MediGene AG in Martinsried. Es sei leicht, Gesetze und Regularien so zu formulieren, dass man möglichst viele ausgrenzen und möglichst wenige teilhaben lassen kann. Damit schade Seehofer dem innovativen Mittelstand in Deutschland. "Denn je komplexer und aufwändiger die Regeln sind, die beachtet werden müssen, desto wahrscheinlicher haben besonders die hiesigen und vor allem die kleinen Firmen im Markt keine Chance", so Heinrich weiter.
In einem Interview mit der Berliner Zeitung äußerte sich Heinrich gegen die im Kompromisspapier vorgeschlagene Abstandsregelung zwischen ökologischem und gentechnisch gezüchtetem Mais: 20 Meter wären eine wissenschaftlich sinnvolle Distanz, bei der der Anbau kein Problem gewesen wäre. Bei 300 Metern müssten die Landwirte jedoch bei Dutzenden von Nachbarn das Einverständnis einholen. "Eine schier unlösbare Aufgabe für einen bäuerlichen Familienbetrieb." Kritik äußerte er auch an der Auflistung von Feldern mit Gen-Anbau im Standortregister: "Radikale Gegner zerstören auf Grund dieser Informationen die Felder und das Eigentum innovativer Landwirte und Saatguthersteller und gefährden deren Existenz."
Am 26. Juli traf sich die vorbereitende Gruppe für die neue AG Innovationen und Arbeitsplätze in Berlin, um über die Datenbasis, Innovationen, Lehre und Forschung sowie Unternehmertum zu diskutieren. Auf der Basis dieser Themen wird nun ein Positionspapier zum Thema Innovationen und Arbeistplätze erarbeitet werden.
In den vergangenen Wochen sind sechs Unternehmen und BioRegionen dem Verband beigetreten:
Affimed Therapeutics AG, Heidelberg
Die Firma ist spezialisiert auf die Entwicklung rekombinanter Antikörper. Sie verfügt über drei Antikörper-Banken und die Rechte an speziellen Antikörpern, die in der Behandlung von Krebs und anderen Erkrankungen eingesetzt werden können. Insbesondere die einzigartigen tetravalenten "TandAbsTM" sind gut gegen Krebszellen einzusetzen. Affimeds am weitesten entwickelten therapeutischen Programme sind in der späten präklinischen Phase und beschäftigen sich mit Non-Hodgkin’s Lymphom und mit dem Morbus Hodgkin.
Weitere Informationen: www.affimed.de
BioMed/ZmK, Würzburg
Das IGZ Innovations- und Gründerzentrum Würzburg – BioMed/ZmK unterstützt Gründer im Bereich Life Sciences und stellt ihnen Räume zum Firmenstart zur Verfügung. Gemeinsam mit den fränkischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden Existenzgründer mit hochtechnologie-orientierter Ausrichtung beraten und gefördert. Daneben ist die BioMed/ZmK mit weiteren Einrichtungen und Organisationen in der Region Würzburg als Netzwerkpartner tätig.
Weitere Informationen: www.igz.wuerzburg.de
Biotechnologiepark Luckenwalde GmbH, Luckenwalde
Die 1995 gegründete Gesellschaft betreibt und verwaltet den Biotechnologiepark Luckenwalde, in dem derzeit 38 Unternehmen aus dem Bereich Biotechnologie, Life Science sowie deren Zulieferer und Dienstleister mit knapp 500 Mitarbeitern angesiedelt sind.
Weitere Informationen: www.bio-luck.de
febit biotech GmbH, Heidelberg
Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Technologien zur DNA-Analyse: Mit Geniom stellt febit seinen Kunden ein DNA-Microarray-Analyse-Gerät zur Verfügung. Zusammen mit der febit Inc. und der febit synbio GmbH, ist die febit biotech Teil der febit holding GmbH. Das Unternehmen ging 2005 durch Neugründung aus der febit AG hervor und beschäftigt derzeit 54 Mitarbeiter.
Weitere Informationen: www.febit.de
KeyNeurotek Pharmaceuticals GmbH, Magdeburg
Das 2000 gegründete biopharmazeutische Unternehmen hat sich auf die Entwicklung innovativer, niedermolekularer Medikamente für die Behandlung von neuronalen Erkrankungen und Autoimmunkrankheiten spezialisiert. Das Medikamentenportfolio deckt alle Stadien der Medikamentenentwicklung ab. Zurzeit befinden sich zwei Medikamentenkandidaten in der klinischen Erprobung.
Weitere Informationen: www.keyneurotek.de
MagForce Nanotechnologies AG, Berlin
Das Unternehmen ist weltweit tätig auf dem Gebiet der Krebstherapie mit Nanotechnologie. Ihre patentierte Therapie erlaubt die gezielte Zerstörung von Tumoren durch magnetische Nanopartikel. Die Nanotechnologie der MagForce soll künftig zur Behandlung von soliden Tumoren eingesetzt werden. Das Unternehmen wurde 1997 von Dr. Andreas Jordan gegründet und hat seinen Sitz in Berlin.
Weitere Informationen: www.magforce.com
Wir heißen alle neuen Mitglieder herzlich willkommen! Eine komplette Mitgliederliste finden Sie auf unserer Homepage unter www.biodeutschland.org/mitglied/mitglied.php
Am 18. Juli traf sich der BIO Deutschland-Vorstand zu seiner dritten Sitzung in diesem Jahr in Basel. Während der mehrstündigen Sitzung im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz wurde unter anderem über folgende Themen gesprochen:
Die nächste Vorstandssitzung wird voraussichtlich in Hannover nach der Mitgliederversammlung und der Vorstandsneuwahl stattfinden.
Die BIO Deutschland beteiligt sich gemeinsam mit weiteren Interessensvertretungen der Branche wie Arbeitskreis der Bioregionen, VCI-Vertreter und Dechema am Lenkungsausschuss für die Koordinierung der Vortragsinhalte der Deutschen Biotechnologie-Tage. Die Veranstaltung, am 8. und am 9. Oktober im Vorfeld der Biotechnica in Hannover, wird von der Deutschen Messe AG organisiert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt und versteht sich als eine Fortführung der BMBF-Biotechnologie-Tage.
Der erste Tag ist drei Foren gewidmet, die sich mit unterschiedlichen Anwendungen der Biotechnologie beschäftigen werden – angefangen von der Pharmaindustrie über die Chemieindustrie bis hin zu Aspekten des Biomanufacturing. Neben namhaften Keynote-Rednern, die in die jeweilige Thematik einführen, wird es die Gelegenheit geben, spannenden Diskussionen mit hochkarätig besetzten Podien zu folgen. Der Abend des 8. Oktober wird mit einer feierlichen Veranstaltung ausklingen: In Anwesenheit von EU-Kommissar Günter Verheugen und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff wird der diesjährige European Biotechnica Award offiziell verliehen.
BIO Deutschland hat gemeinsam mit der Dechema und der BioM das Forum III zum Thema
BioManufacturing in Deutschland - Der Standort für die Bioeconomy von morgen?!
Key-Note-Speaker: Biomanufacturing in Deutschland: eine heimliche Erfolgsgeschichte
Dr. Wieland W. Wolf, Dr. Rentschler Holding GmbH & Co.KG und Rentschler Biotechnologie GmbH
Podiumsteilnehmer:
- Prof. Dr. Patrick Baeuerle, Micromet AG
- Marc Reinhardt, Capgemini Deutschland GmbH
- Dr. Joachim Kreuzburg, Sartorius AG
- Frau Dr. Sinian Huang, Dechema e.V.
Moderator:
Stefan Schulze-Hausmann
Im Mittelpunkt des zweiten Tages der "Deutschen Biotechnologietage" stehen Diskussionen, die den Charakter von "Open Space Workshops" tragen. Dahinter verbirgt sich eine innovative Veranstaltungsform, die eine interaktive Art des Umgangs mit den unterschiedlichsten Themen bietet. Dabei erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich entweder mit Aspekten der "Medizin von morgen" oder dem Thema "Biotechnologie im Alltag" zu beschäftigen.
Der Eintritt ist kostenpflichtig (190,- Euro), BIO Deutschland-Mitglieder erhalten einen Rabatt von 20,- Euro.
Weitere Informationen unter: www.deutsche-biotechnologietage.de
Für BIO Deutschland nahm Viola Bronsema Mitte Juni teil am EuropaBio annual General Meeting in Brüssel, wo sie im Namen der BIO Deutschland an den Treffen der Arbeitsgruppen der Landes-Organisationen (NAC - National Associations Council), der Pflanzenbiotechnologie (Agrifood Council) und an einem Meeting zum Thema 7. EU-Forschungsrahmenprogramm teilnahm.
Eine Kopie des Protokolls der NAC-Sitzung und des Open-Day-Programms kann von BIO Deutschland-Mitgliedern gerne bei der Geschäftsstelle angefordert werden.
BIO Deutschland begrüßte die jüngste vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Ende Juli vorgestellte Fördermaßnahme "BioPharma - Der Strategiewettbewerb für die Medizin der Zukunft". Der Wettbewerb soll der erste Schritt der "Pharma-Initiative" sein, mit der das BMBF im Rahmen der Hightech-Strategie für Deutschland die Entwicklung neuartiger Medikamente am Standort Deutschland unterstützen möchte.
Dr. Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland und Vorstand der MediGene AG in Martinsried, kommentierte die Fördermaßnahme: "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn damit unterstützt das Ministerium Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des innovativen Mittelstandes und hilft damit, den Standort Deutschland zu sichern."
Beim Wettbewerb werden unternehmerisch geführte Konsortien aufgerufen, strategische Konzepte für eine effiziente Gestaltung der biopharmazeutischen Wertschöpfungskette vorzuschlagen. Für die besten Initiativen stellt das BMBF bis 2011 rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Als Bewerber sind Gruppen gefragt, die sich selbst organisieren und wirtschaftlich relevante, biopharmazeutische Innovationen von der Forschung bis in die Anwendung konzeptionell entwickeln und umsetzen können. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit muss dabei eine detailliert geplante, gemeinsame Strategie stehen, um den über mehrere Jahre verlaufenden Prozess möglichst reibungslos in die Realität umzusetzen und einen Großteil der Wertschöpfung in Deutschland zu realisieren.
Weitere Informationen zur Pharma-Initiative für Deutschland finden Sie im Internet unter: www.bmbf.de/de/10540.php
Mitte Juni fand eine Telefonkonferenz mit den Mitgliedern der Nationalen Plattform Weiße Biotechnologie (NPWB) statt, um sich über künftige Schritte dieser Einrichtung zu einigen. An der Telefonkonferenz nahmen Vertreter von BIO Deutschland, des VCIs, der Dechema und des IGBCEs teil. Im Rahmen der nationalen Umsetzung der Ziele der europäischen Technologieplattform SUSCHEM hat die DPWB innerhalb von SUSCHEM-D alle Biotechnologie-relevanten Aktivitäten übernommen (von den relevanten Kapiteln im nationalen Implementierungsplan bis zur Organisation der Themenworkshops, siehe auch www.suschem-d.de).
Es wurde beschlossen, dass die DPWB das Sprachrohr aller Biotechnologie-Aktivitäten von Suschem-D bleiben soll. Als zusätzliche künftige Funktion der DPWB wurde vorgeschlagen, sie als Gastgeber für ein jährliches Treffen der Plattform-Mitglieder mit den BioIndustrie 2021-Clustern sowie dem Industrieverbund Genomik fungieren zu lassen.
Ein Kongress zur weißen Biotechnologie mit ansprechenden Inhalten, hochrangigen Rednern und hohem Aktualitätsgrad sollte alle zwei Jahre als prominent erkennbarer Block innerhalb der BioPerspectives organisiert werden. Alle Teilnehmer der Telefonkonferenz kamen weiterhin überein, ihre Möglichkeiten zu nutzen, EuropaBio zu einer aktiven Rolle bei der Kongressorganisation zu bewegen, um eine europäische Dimension der Veranstaltung zu gewährleisten.
Das Thema Positionspapier zur weißen Biotechnologie soll bei einem physischen Treffen der Mitglieder der DPWB im Detail diskutiert werden. Einigkeit bestand darin, dass ökonomische Aspekte der weißen Biotechnologie in bisher vorliegenden Papieren nicht genügend abgedeckt sind.
Zur Meinungsbildung sollen Anfragen an weitere Fachgruppierungen gerichtet werden, wozu sich eine erste Gelegenheit am 29.06.2007 beim Treffen des VCI/dib-Fachausschusses Weiße Biotechnologie bot.
Das nächste Treffen der Plattform soll im Herbst dieses Jahres stattfinden.
BIO Deutschland äußerte sich Ende Juni via Pressemitteilung froh, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Erkenntnisse des jüngsten Berichts zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands gleich in konkrete Aktivitäten umsetzen möchte. Das BMBF lud am 4. Juli Interessensvertreter unterschiedlicher Branchen zur interdisziplinären Diskussion über die wesentlichen Empfehlungen des Berichtes und seine Konsequenzen ein. Insbesondere die Themen Fachkräftemangel, öffentliche Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E) und steuerliche Rahmenbedingungen werden im Vordergrund stehen.
BIO Deutschland betonte anlässlich dieser Veranstaltung die enorme Bedeutung der steuerlichen Förderung von F&E und der Verbesserung der Rahmenbedingungen für innovative kleine und mittlere Unternehmen. Da diese in anderen EU-Ländern bereits implementiert ist, haben hier innovativ forschende und entwickelnde Unternehmen einen erheblichen Wettbewerbsnachteil.
Ziel muss sein, immer wieder aktiv nach Möglichkeiten zu suchen, den innovativen Mittelstand Deutschlands, der ein hohes unternehmerisches Risiko trägt, zu unterstützen.
Im Editorial der Juli-Ausgabe der Zeitschrift nature biotechnology erschien ein bemerkenswerter Artikel zum Thema Interessenvertretung von kleinen und mittleren Biotech-Unternehmen, in dem der Vertretungsanspruch von BIO und EuropaBio gerade für diese Gruppe der Branche in Frage gestellt wurde. Zu diesem Editorial erhielt die Geschäftsstelle kürzlich einen Brief von Prof. Dr. Peter Buckel, Mitgründer der BIO Deutschland und heute Geschäftsführer der SuppreMol GmbH in Martinsried:
Von: Peter Buckel
Gesendet: Donnerstag, 19. Juli 2007 18:44
An: BIO Deutschland
Betreff: Nature Biotech
Liebe Frau Bronsema, lieber Herr Serrano,
wahrscheinlich haben Sie diesen Artikel schon gesehen. Ich möchte jedoch damit auch noch mal meinen starken Glauben an die BIO Deutcshland betonen: Ich finde es ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Verbandes in Deutschland, dass sie unabhängig von Pharma die SMEs vertreten kann. Bei allem Interesse gut zahlende Sponsoren und „Big-Players“ als Mitglieder zu bekommen, sollten wir uns immer wieder darauf besinnen, dass wir besonders die breite Menge der Biotechfirmen vertreten. Für Pharma und die ganz großen Biotechs (die es in Deutschland ja noch nicht gibt) sind andere Organisationen zuständig. Das schließt natürlich nicht aus, dass viele Biotechfragen bei den kleinen und großen Firmen identisch sein können und somit auch jeder in der BioD seine Heimat finden kann. Aber es gibt halt auch Themen, die größenabhängig unterschiedlich sind. Das sollten wir im Auge behalten.
Viele Grüße,
Peter Buckel
NGFN-2/Ascenion
Um Ergebnisse aus dem nationalen Genomforschungsnetz NGFN-2 und aus verschiedenen Life Science-Forschungseinrichtungen der Helmholtz- und Leibnizgemeinschaft für BIO Deutschland-Mitglieder besser zugänglich zu machen, arbeiten Ascenion und BIO Deutschland eng zusammen.
Speziell für BIO Deutschland-Mitglieder hier einige Technologie-Transfer-Angebote:
- TO 03-00245: Intracellular Target for Systemic Lupus Erythematodes (SLE)
- TO 03-00140 Nucleoside Analogues for the Treatment of Viral Infections
- TO 03-00046: MAPKAP Kinase 2 (MK2)-Deficient Mice - A mouse model to study inflammatory
- TO 03-00221: Fluorinated deoxythymidine derivatives highly suitable as PET tracers
- TO 01-00197: Peptides for treating multiple myeloma
Die detaillierte Beschreibungen der Angebote sind als PDF-Datei im Menüunterpunkt "Technologietransfer" zu finden.
Details zu Technologieangeboten finden Sie unter: www.genome-marketplace.de
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Ascenion GmbH (Dr. Isabel von Korff, Tel.: 089-318814-18) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.ascenion.de
ipal GmbH
Die ipal GmbH ist die Patentverwertungsgesellschaft der Berliner Hochschulen. Auf Basis von Kooperationsverträgen ist sie im Bereich Life Sciences auch für ihre weiteren Partner, die Charité-Universitätsmedizin Berlin, das Robert Koch-Institut, das Deutsche Herzzentrum sowie für das Paul Ehrlich-Institut, exklusiv im IP-Asset-Management tätig.
Aktuell betreut die ipal mehr als 200 Patentfamilien. Erfindungen und Technologieangebote aus roter, grüner und weißer Biotechnologie sowie aus weiteren Bereichen wie Medizintechnik, Diagnostika oder diagnostische Verfahren finden Sie auf der ipal-Homepage unter: www.ipal.de/de/technologieangebote/
life_sciences.
Angebote speziell für BIO Deutschland-Mitglieder:
- Apoptosis-Inducing Metal-Containing-Nucleoside-Analogues
- Therapeutical Use of Dendritic Polyglycerol Sulfates in Inflammatory Diseases
Die detaillierte Beschreibungen der Angebote sind als PDF-Datei im Menüunterpunkt "Technologietransfer" zu finden.
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die ipal GmbH (Sabrina Gohlisch, Tel.: 030-2125 4830) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
Weitere Informationen zur ipal: www.ipal.de
Max-Planck-Innovation GmbH
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) gründete die Garching Innovation GmbH, heute Max-Planck-Innovation, als Technologietransfer-Agentur mit Sitz in München für alle Max-Planck-Institute, die über ganz Deutschland verteilt sind. Zur Zeit werden der MP-Innovation zwischen 120 und 140 Erfindungen pro Jahr gemeldet, von denen zwischen 80 und 100 zu einer Patentanmeldung führen.
Auf der Homepage können Informationen zu neuen Entwicklungen, Erfindungen und Technologien in den Bereichen "Therapeutika & Diagnostika", "Biotechnologie", "Pflanzen" sowie "Analytik", für welche Max-Planck-Innovation derzeit noch auf der Suche nach Industriepartnern ist, gefunden werden: www.max-planck-innovation.de
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Max-Planck-Innovation GmbH (Dr. Dieter Link, Tel.: 089-29091-928) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
Das Unternehmen Pharmalicensing Ltd. (UK) bietet BIO Deutschland-Mitgliedern Sonderkonditionen für Level 1 Profile-Services (1.650 Euro anstelle von 2.650 Euro). Weitere Informationen unter: Website: www.pharmalicensing.com, E-mail: sales@pharmalicensing.com, Tel.: +44 1904 520460, Fax: +44 1904 520461
Beispiele finden Sie unter:
http://pharmalicensing.com/public/pages/products/comparison
(in licensing) http://pharmalicensing.com/company/dc/4797
(out licensing) http://pharmalicensing.com/company/dc/3143
(outsourcing) http://pharmalicensing.com/outsourcing/
10. CEO+CFO-Meeting in Berlin
Benefizveranstaltung der BIO Deutschland zugunsten der ACHSE
Treffen mit Bundestagsabgeordneten zu den Themen Gendiagnostik-Gesetz und Wettbewerb
4. Neue Arbeitsgruppe zum Thema "Diagnostik"
Stellungsnahme zum Entwurf der EU-Richtlinie zur wissenschaftlichen Verwendung von Tieren
BIO Deutschland mit Mitgliedsunternehmen auf der Bio-Europe
BIO Deutschland auf dem sächsischen CDU-Forum Gesundheitspolitik
Sitzung der Arbeitsgruppe "Deutsch-US-Amerikanische Zusammenarbeit"
Treffen der Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten"
Stellungnahme der BIO Deutschland zum Thema Nachwachsende Rohstoffe
BIO Deutschland beim Treffen des Gesundheitsforschungsrates
Herbsttagung des Pharma-Lizenz Clubs
Neue Mitglieder in den vergangenen Wochen
Berichte aus den BioRegionen: 1. BioM-Technica
International: Portal der Europäische Kommission für Förderung/Kooperation/
Spitzencluster
Aktuelle Technologietransfer-Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder
Vergünstigungen für BIO Deutschland-Mitglieder und wichtige Termine
Die Geschäftsstelle wünscht allen frohe Festtage und ein erfolgreiches 2009
Der Natur abgeschaut: Kleben zum Überleben
Diagnostica-Industrie trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich
MHH-Forscher entdecken neues Krankheitsbild
trans-o-flex hat mit aktiv temperaturgeführten Transporten in Benelux begonnen
Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche
Millionenschwere Professuren locken Spitzenforscher nach Deutschland