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Ende September fand im Technologiepark Adlershof in Berlin ein Seminar zum Thema "Industrie- und Fachverbände im Life Sciences-Bereich: Nutzen für KMU bei der Produktentwicklung" statt, auf dem BIO Deutschland sich vorstellte.
Rainer Wessel präsentierte die Vorteile der Mitgliedschaft und der Mitarbeit im Verband aus Unternehmersicht. Vor Beginn seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der GANYMED Pharmaceuticals AG im März 2004 war Rainer Wessel Vorsitzender des Vorstandes der Axxima Pharmaceuticals AG in München, in die er im Juli 1999 als Vizepräsident für die Geschäftsentwicklung eingetreten war. Davor war er seit Juni 1997 als Leiter des Bereichs Schutzrechte und Lizenzen für die QIAGEN tätig. Rainer Wessel begann seine berufliche Karriere im Oktober 1992 bei Boehringer Ingelheim, für die er in Japan und Deutschland in den Bereichen Forschung und Schutzrechte tätig war. Er hat an der Universität Konstanz in Molekularbiologie promoviert. Neben seiner Tätigkeit bei GANYMED ist Rainer WesselSenior Advisor des International Council for the Life Sciences (ICLS) in Washington D. C. und Mitglied des International Institute of Strategic Studies (IISS), London. Bei BIO Deutschland ist er Vorstandsmitglied und zusammen mit Martin Pöhlchen (Vorstandsvorsitzender der MAPO GmbH) Leiter der Arbeitsgruppe "Schutzrechte und technische Verträge".
Ziel des Seminars war es über die Möglichkeiten, die eine Mitarbeit in Industrie- und Fachverbänden bietet, aufzuklären. Gleichzeitig konnten so Kontakte zwischen Industrie- und Fachverbänden und Verantwortlichen aus KMU auf dem Gebiet der Life Sciences sowie weiteren Beteiligten, die im Bereich der Life-Scienes tätig sind (zum Beispiel Universitäten) hergestellt werden.
Die Arbeit von Verbänden wurde exemplarisch für den Bereich Arzneimittelforschung und –entwicklung, den Bereich der Entwicklung von Medizinprodukten, Medizintechnik und IvD sowie den Bereich der Pharmazeutischen Medizin vorgestellt. Rainer Wessel referierte über die Tätigkeit des Verbandes bei der Durchsetzung von Forderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für innovative Biotech-Unternehmen.
Abgerundet wurde das Programm durch Ausführungen des Deutschen Normungsinstitutes DIN, das über die Mitarbeit in den verschiedenen Normungsausschüssen referierte.
In den vergangenen Wochen ist die Deutsche Bank AG als neues Fördermitglied der BIO Deutschland beigetreten:
Deutsche Bank AG – Life Science Team, Frankfurt/Main.
Das Expertenteam Life Sciences, Teil der weltweit aufgestellten Healthcare - Gruppe der Deutschen Bank, besteht aus erfahrenen Spezialisten, die mit den verschiedenen Segmenten des Life Science Bereichs, den unterschiedlichen Geschäftsmodellen und technologischen Entwicklungen vertraut sind. Es arbeitet mit einem Netzwerk von internen und externen Branchenexperten zusammen.
Gemeinsam mit dem Firmenkundenbetreuer führt das Team den strategischen Dialog. Insbesondere durch den zusätzlichen Einsatz der branchen- und technologieorientierten Expertise erarbeitet das Team maßgeschneiderte Lösungen aus dem Leistungsspektrum der Deutschen Bank.
Die Kompetenzfelder sind Pharma, Biotechnologie, Diagnostik, sogenannte Enabling Tools & Enabling Technologies, Contract Manufacturing Organizations (CMOs), Contract Research Organizations (CROs) und Medizintechnik
Weitere Informationen: http://firmenkunden.deutsche-bank.de/wms/gbd/index.php?ci=483&language=1
Fünf weitere Unternehmen begrüßen wir außerdem als neue Verbandsmitglieder: Agenolab GmbH Co. KG, imaGenes GmbH, Nycomed GmbH, Sandoz International GmbH und Vibalogics GmbH.
Agenolab GmbH Co.KG, Stuttgart
Das 2007 gegründete Unternehmen ist im Bereich Auftragsproduktion sowie Analysen und Services aktiv. Das Unternehmen ist in die Geschäftsbereiche Mikrobiologie, Tissue Engineering, GMP-Produktion und Onkologie gegliedert. Weitere Informationen: http://www.agenolab.de
imaGenes GmbH, Berlin
Das Unternehmen zeichnet sich aus durch Europas umfangreichste Klonkollektion, Proteinarray-Technologie, Microarray-Applikationen wie ChIP-chip, arrayCGH, Expression Profiling und miRNA-Analyse sowie die entsprechenden bioinformatischen Auswertungen. imaGenes ist autorisierter Service-Provider für Affymetrix®, Agilent® und NimbleGen® Microarray-Technologien. Sie ist aus dem RZPD hervorgegangen und wurde 2007 gegründet. Weitere Informationen: http://www.imagenes-bio.de
Nycomed GmbH, Konstanz
Als erfolgreiches Tochterunternehmen der Nycomed Holding konzentriert sich die Nycomed Deutschland auf Marketing und Vertrieb hochwertiger Arzneimittel und Medizinprodukte. Nycomed-Produkte sind zum Beispiel Euphyllin ®, Riopan ®, Ebrantil ®, Pantozol ® und Alvesco ®. Für Nycomed arbeiten weltweit mehr als 11.500 Menschen. Weitere Informationen: http://www.nycomed.de
Sandoz International GmbH, Holzkirchen
Sandoz International ist der weltweit führende Anbieter kostengünstiger Qualitätsarzneimittel. Neben Standard-Generika bietet die Novartis-Tochter Sandoz auch innovative Technologien und Darreichungsformen an. Mit dem rekombinanten menschlichen Wachstumshormon Omnitrope® (Wirkstoff Somatropin) brachte Sandoz 2006 als erstes europäisches Unternehmen ein Similar Biological Medicinal Product – kurz Biosimilar – auf den Markt. Weitere Informationen: http://www.sandoz.de
Vibalogics GmbH, Cuxhaven
Das zur PHW-Gruppe (Geflügel, Futtermittel, Impfstoffe, Humanmedizin und Nahrungsergänzungsmittel) gehörende Unternehmen ist aus der Bioprotect Research hervorgegangen. Vibalogics ist GMP-Hersteller für humane und veterinäre Produkte insbesondere im Bereich therapeutische und prophylaktische Vakzine und Biologica. Das Unternehmen, 2001 gegründet, beschäftigt heute 14 Mitarbeitende. Weitere Informationen: http://www.vibalogics.com
Wir heißen die neuen Mitglieder herzlich willkommen! Eine komplette Mitgliederliste finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.biodeutschland.org/mitglied/mitglied.php
Die BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten" reichte jüngst bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA einen Fragebogen zur sogennanten eCTD-Readiness ein. Es handelt sich hierbei um einen international anerkannten Standard für elektronische Einreichungen - electronic Common Technical Document.
Es ging bei der Umfrage darum, festzustellen, wie "reif" die Biotech-Branchen der verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten wären, auf elektronischem Wege Gesuche auf Arzneimittelzulassung bei der EMEA einzureichen. Die Arbeitsgruppe kam zu dem Ergebnis, dass viele der im Fragebogen aufgeführten Punkte noch nicht von deutschen Biotech-Firmen ausgefüllt werden könnten, da sich deren Produkte noch in einer frühen Phase befinden. Konsens war aber, dass Unternehmen, die bei der EMEA Arzneimittel anmelden, dies sicherlich via elektronische Formulare abwickeln würden.
Sollten Sie Interesse an den Details der von der Arbeitgruppe eingereichten Anmerkungen zum Fragebogen haben, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der BIO Deutschland unter: 030-3450593-30. Weitere Auskünfte zur Tätigkeit der Arbeitsgruppe können Sie gerne per E-Mail (serrano@biodeutschland.org) anfordern.
Anfang August hatten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) ein Expertengespräch zum Thema Technologie-Transfer und Innovative Medicines Initiative (IMI) einberufen. Die BIO Deutschland-Vorstände Prof. Dr. Horst Domdey und Dr. Marlies Sproll sowie die Geschäftsführerin Dr. Viola Bronsema nahmen an der Sitzung teil und begrüßten zwar den Ansatz an sich, machten aber bei dieser Gelegenheit unter anderem darauf aufmerksam, dass dieses europäische Programm für innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unattraktiv sei, da die Unternehmen in relativ frühen Entwicklungsstadien ihr Geistiges Eigentum offen legen müssten. Es bestünde zwar die Möglichkeit sich vertraglich abzusichern, das sei jedoch mit einem erheblichen, für viele Unternehmen kaum zu bewältigendem administrativen Aufwand verbunden. Außerdem könnten Unternehmen mittlerer Größe (mehr als 250 Mitarbeitende) kaum von der IMI der EU-Kommission profitieren.
Wie bei dem Expertentreffen vereinbart, wurde zeitnah die nationale Arbeitsgruppe zu IMI IPR eingerichtet, die Auslegungshilfen und Erläuterungen zu den strittigen Punkten der IMI IP Policy erarbeiten soll. Die Arbeitsgruppe traf sich am 27.8.08 und erarbeitete unter Moderation des BMBF eine "explenatory note" für die IMI IP Policy. Beteiligt waren Vertreter von EFPIA-Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Das überarbeitete Dokument kann gerne bei der BIO Deutschland-Geschäftsstelle angefordert werden (Tel.: 030-3450593-30 oder via E-mail: info@biodeutschland.org)
Die wesentlichen Inhalte sollen nun auf europäischer Ebene eingebracht werden. Der Interimsmanager der IMI (A. van Vossel) sowie die Mitglieder der IMI States Representative Group haben diese "explenatory note" in Form eines überarbeiteten Textes der IMI IP Policy ebenfalls erhalten, so dass am 24.09.2008 im Rahmen des Treffens der IMI States Representative Group das weitere Vorgehen diskutiert werden konnte (Vorschlag Deutschland: Einrichtung einer Arbeitsgruppe, Diskussion auf Grundlage des überarbeiteten Dokuments). Weitere Informationen zum Programm finden Sie http://www.imi.lifepartnering.com/
Anfang September traf sich die Arbeitsgruppe "Innovationen, Unternehmertum und Arbeitsplätze" in München. Das Treffen begann mit einem Impulsvortrag zum Thema "Unternehmertum und naturwissenschaftlicher Nachwuchs (Auszüge aus dem Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation)" von Gero Stenke, Projektleiter der Expertenkommission. Anschließend referierte Horst Domdey über die Innovative Medicine Initiative der EU-Kommission, Kartsen Henco über den Workshop "Mehr Sinn für Unternehmertum und naturwissenschaftliche Wertschöpfung in Deutschland" und Jörn Aldag über die Ergebnisse aus dem Workshop am 5. Februar 2008 in Berlin.
Karsten Henco übernahm die Leitung der Arbeitsgruppe. Weiter schlug die Arbeitsgruppe Persönlichkeiten vor, die mit ihren "Köpfen" für die wichtigsten Themen stehen. Jeder Kopf, bekommt einen weiteren beigeordnet, damit das Thema breit besetzt werden kann. Dadurch wird sich die Arbeitsgruppe voraussichtlich um weitere Mitglieder erweitern.
Folgende Themen wurden vorgeschlagen:
- Naturwissenschaftliche und unternehmerische Bildung
- Investitionsklima und Steuern
- Gesetzgebung/Ethik
- Unternehmer, Innovationskultur und Öffentlichkeit
- Förderprogramme und Technologietransfer
Der nächste Workshop soll genutzt werden, um für jedes Gebiet fünf Kernsätze zu entwickeln und über die Schnittstellen und Kanäle für die Einflussnahme in Politik und Gesellschaft zu diskutieren.
Interessenten an der Tätigkeit dieser Arbeitgruppe werden gebeten, sich bei der Geschäftsstelle der BIO Deutschland (Tel.: 030-3450-593-30 oder info@biodeutschland.org) zu melden.
Die Gemeinsame EU-Forschungsstelle, das europäische Joint Research Centre (JRC), fand in einer intensiven wissenschaftlichen Studie heraus, dass von gentechnisch veränderten Pflanzen keine Gefahren für die Gesundheit ausgehen. BIO Deutschland begrüßte die Ergebnisse, die bereits frühere Schlussfolgerungen anderer Studien bestätigen (beispielsweise von der Weltgesundheitsbehörde der UN (WHO) oder der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)). Die Studie wurde Mitte September vorgestellt.
Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland, unterstrich die Relevanz der jüngsten JRC-Studie, die Ende 2006 von einer Gruppe entschiedener Gentechnikgegner im Europa-Parlament in Auftrag gegeben wurde: "Wir hoffen stark, dass dies das zehnjährige de facto-Moratorium der EU bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Europa kippt und wir uns endlich dieser vielversprechenden Technologie öffnen."
Jens Katzek, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland und Gentechnik-Experte sagte, es könne nicht sein, dass der Rest der Welt von einer auch in Deutschland entwickelten Technik profitiert, während hiesige innovative Unternehmen keine Chance erhalten - und dies nur aufgrund von gezielt geschürten irrationalen Ängsten. "Die Zulassung neuer innovativer Pflanzen wird in der EU seit Jahren immer wieder verzögert. Die JRC-Studie zeigt, dass hierfür allein politische Gründe eine Rolle spielen und nicht gesundheitliche Bedenken, wie man uns immer glauben machen will. Wir müssen endlich die Diskussion auf Basis wissenschaftlicher Ergebnisse und bereits in anderen Ländern gesammelter Erfahrungen führen", fügte Katzek hinzu und wies abschließend auf die seit mehr als zehn Jahren von Millionen Menschen weltweit konsumierten Mahlzeiten, die gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten – und das jegliche Fehlen gesundheitlicher Nachteile hin.
In der jüngsten Spezialausgabe zum Thema Biotechnologie der Zeitschrift Going Public haben Dr. Thomas Klaue (MediGene AG) und Enno Spillner (4SC AG) als Vertreter der BIO Deutschland-Arbeitsgruppe "Finanzen & Steuern" einen Artikel zur Auswirkung der jüngsten Änderungen in der Steuergesetzgebung und die Konsequenzen für innovative Biotech-Unternehmen veröffentlicht. Hauptaugenmerk wurde auf die Thematik der Verlustvorträge gelegt.
Allen BIO Deutschland-Mitgliedern wurde ein Belegexemplar der Sonderausgabe per Post zugesandt.
Am 25. September fand im Internatinalen Club des Auswärtigen Amtes eine Dinner-Debatte zum Thema Regenerative Medizin - Innovative Therapieverfahren statt. Eingeladen hatte hierzu die Gesellschaft für Regenerative Medizin e.V.
Jens Katzek, BIO Deutschland-Vorstandsmitglied und Verbandsgeschäftsführerin Viola Bronsema hatten Gelegenheit, sich unter anderem mit Michael Kretschmer (Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Cornelia Pieper (Stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung) und Dr. Wolfgang Wodarg (Vorsitzender des Unterausschusses für Gesundheit der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Mitglied des Gesundheitsausschusses und Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für Gewebe- und Organtherapie) auszutauschen.
Im Mittelpunkt des Abends standen Handlungsstrategien zu medizinischen Innovationen für Patienten sowie die Behauptung der internationalen Spitzenposition deutscher Forscher und Biotech-Unternehmen.
Auf der Tagesordnung der 179. Sitzung des Bundestages am Donnerstag dem 25. September standen zwei für die Biotech-Branche wichtige Punkte: Die Modernisierung des Vergaberechts und die Schaffung gentechnikfreier Zonen innerhalb Deutschlands
Erste Beratung Bundesregierung: Modernisierung des Vergaberechts
Diskutiert wurden die Änderungen am Gesetzentwurf der Bundesregierung (Drs 16/10117) insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Mittelstandsklausel, die eine vorrangige Vergabe nach Losen vorsieht und nur im Ausnahmefall eine Gesamtvergabe zulassen will. Dadurch soll es insbesondere dem Mittelstand möglich sein, mitzubieten. Die Mittelstandsklausel wurde von allen Fraktionen begrüßt.
Die GRÜNEN fordern jedoch einen umfassenderen Rechtsschutz: "Bisher gibt es nur dann einen umfassenden Rechtsschutz (Primärrechtsschutz), wenn der Auftrag oberhalb der relativ hohen Schwellen für eine EU-weite Ausschreibung liegt. Unterhalb der Schwellenwerte – bei 90% der Vergabeverfahren – gibt es dagegen keine Möglichkeit, ein laufendes Verfahren wegen Verfahrensmängeln zu stoppen.
Nicht nur, dass dieses Problem bestehen bleibt. Beim Rechtsschutz oberhalb der Schwellenwerte will die Regierung die Fristen verkürzen, die Gebühren verdoppeln und die Ermittlungsbefugnisse der Vergabekammern beschränken. Darunter leiden vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die keine eigene Rechtsabteilung haben."
Die FDP und die GRÜNEN finden die bürokratischen Hürden für den Mittelstand noch zu hoch. Sie plädierten für eine Deregulierung mit dem Vorschlag ein Firmenregister anzulegen, so dass bei einem erneuten Bieten die Zuverlässigkeit und ähnliche Kriterien nicht erneut nachgewiesen werden müssen (Präqualifizierung). Ferner müsse den KMU zugestanden werden, kleinere Fehler in den Unterlagen korrigieren zu können.
Zweiter wesentlicher Punkt in der Diskussion waren die neuen sogenannten vergabefremden Aspekte (ökologische, innovative und soziale Aspekte), die einer Ausschreibung zugrunde gelegt werden können.
Die GRÜNEN fordern eine konkretere Ausgestaltung und Spezifizierung dieser Aspekte durch Leitfäden und entsprechende Verweise auf Zertifikate.
Die SPD stellt die Diskrepanz zwischen Gesetzesbegründung und dem Gesetzestext heraus und plädiert für eine Klarstellung - "das was gewollt ist, soll auch in den Text".
Der Gesetzentwurf wurde an die entsprechenden Bundestagsausschüsse überwiesen.
Beratung des Antrages der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Bundestagsfraktion zum Thema Gentechnikfreie Regionen stärken
Die Bundestagsfraktion der GRÜNEN stellte den Antrag (Drs 16/10202), die Bundesregierung solle Forderungen aus Bayern auf gentechnikfreie Regionen aufnehmen und weiter entwickeln. Der Antrag der GRÜNEN wurde als politischer Schachzug im Hinblick auf die Landtagswahlen in Bayern gedeutet. Neben allgemeinen Schuldzuweisungen (Wer ist für die Zulassung von MON 810 verantwortlich?) wurde über die Verunreinigung des Honigs (divergierende Gerichtsurteile aus Brandenburg und Augsburg) und Auskreuzungen diskutiert.
Die Union und FDP wiesen auf die Möglichkeiten der Agro-Gentechnik hin und plädierten für einen verantwortungsvollen Umgang.
Die SPD forderte eine bessere/genauere und verpflichtende Kennzeichnungspflicht. Ferner forderte sie – zusammen mit der LINKEN und den GRÜNEN – eine regionale/kommunale Entscheidungsfreiheit. Die UNION wies darauf hin, dass einer regionalen Entscheidungsfreiheit die europäischen Regelungen entgegenstehen.
Der Antrag wurde an die Bundestagsausschuss für Ernährung und Umwelt überwiesen.
Mit der Prämierung der Gewinnerkonsortien ging Ende September in Berlin der insgesamt mit 100 Mio. Euro Preisgelder dotierte BioPharma-Wettbewerb zu Ende. BIO Deutschland begrüßte den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Fördermaßnahme ausgelobten "Strategiewettbewerb für die Medizin der Zukunft".
Die Preisträger waren das Max Planck Drug Discovery & Development Center, die NeuroAllianz aus Bonn und das Konsortium Neu2 aus Hamburg. Für sie stellt das BMBF in den kommenden fünf Jahren insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die Vergabe der Gelder erfolgt dabei in zwei Stufen. So gibt es in einer ersten Runde jeweils 20 Millionen Euro pro Team. Nach drei Jahren erfolgt eine Evaluation, nach der über die möglichen weiteren 40 Millionen Euro entschieden wird.
Bei dem Festakt in Berlin gratulierte Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland und Vorstand der MediGene AG in Martinsried, den Gewinnerkonsortien und sagte zur Ausschreibung: "Damit setzt die Bundesregierung am richtigen Hebel an und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Akademia, Biotech-Branche und Pharma-Industrie". Dennoch sei zu betonen, dass gerade solche Ausschreibungen, die die Biotechnologie-Branche beträfen, deutlich mehr Unterstützung als bisher für die innovativen kleinen und mittleren Biotech-Unternehmen vorsehen müssten. Peter Heinrich forderte daher besser auf Biotechnologie-Firmen zugeschnittene Programme auf deutscher und europäischer Ebene.
Viola Bronsema, Geschäftsführerin der BIO Deutschland, unterstreicht in diesem Zusammenhang die Bedeutung der etwa 500 kleinen und mittleren Biotechnologie-Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen eine wesentliche Bedeutung für die moderne Pharmaentwicklung haben. "Biotech-Firmen nehmen in der Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung bis hin zum fertigen Produkt einen zentralen Platz ein und haben häufig eine Scharnierfunktion zwischen dem akademischen Bereich und der Großindustrie", sagt Viola Bronsema abschließend.
Beim Wettbewerb wurden unternehmerisch geführte Konsortien aufgerufen, strategische Konzepte für eine effiziente Gestaltung der biopharmazeutischen Wertschöpfungskette vorzuschlagen. Für die besten Initiativen stellt das BMBF für die kommenden Jahre rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Als Bewerber waren Gruppen gefragt, die sich selbst organisieren und wirtschaftlich relevante biopharmazeutische Innovationen von der Forschung bis zur Anwendung konzeptionell entwickeln und umsetzen konnten. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit musste dabei eine detailliert geplante, gemeinsame Strategie stehen, um den über mehrere Jahre laufenden Prozess möglichst reibungslos in die Realität umsetzen und einen Großteil der Wertschöpfung in Deutschland realisieren zu können.
Die Gewinnerkonsortien des Wettbewerbes finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/10540.php
Die deutschen BioRegionen sind auf der diesjährigen Biotechnica (vom 7. bis 9. Oktober in Hannover) stark vertreten:
Gerne veröffentlichen wir Ihre Nachrichten in der nächsten Newsletter-Ausgabe. Bitte senden Sie uns Ihre Texte (bitte unbedingt beachten: insgesamt maximal 900 Zeichen, inkl. Leerzeichen) für die nächste Ausgabe des BIO Deutschland-Newsletters bis spätestens Freitag, 17. Oktober an serrano@biodeutschland.org
Business Wire bietet den Ausstellern der Biotechnica die internationale Verbreitung aktueller Pressemeldungen und Bilder rund um die Messe. Fachmedien aus dem Biotech- und Health Care-Bereich werden darüber hinaus gezielt angesprochen. Zudem werden die Meldungen in den Online-Pressefächern der Messe sowie auf einer Vielzahl von Webseiten und Presseportalen veröffentlicht.
Weitere Informationen: http://www.businesswire.com
Gerne veröffentlichen wir Ihre Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder in der nächsten Newsletter-Ausgabe. Bitte senden Sie uns Ihre Texte (bitte unbedingt beachten: insgesamt maximal 300 Zeichen, inkl. Leerzeichen für die nächste Ausgabe des BIO Deutschland-Newsletters bis spätestens Freitag, dem 17. Oktober an serrano@biodeutschland.org) Für Rückfragen stehen wir Ihnen in der Geschäftsstelle unter 030-3450593-32 gerne zur Verfügung.
Ziel eines deutsch-indischen Zusammenarbeitsprogramms ist es, neue Kooperationen, zum Beispiel die Anbahnung gemeinsamer Projekte im Rahmen nationaler Förderprogramme, anzuregen. Das Programm erleichtert die bilaterale Biotechnologiekooperation zwischen Wissenschaftlern in Indien und Deutschland durch gemeinsame Forschungsprojekte, bilaterale Workshops/Seminare sowie Gastaufenthalte von Wissenschaftlern, Forscherdelegationen und gemischten (Wissenschafts-/Wirtschafts-) Delegationen.
Die Anträge in den festgelegten Schwerpunktbereichen sollen sich mit folgenden Themen befassen:
- Strukturbiologie
- Bioprozesstechnik
- Anwendungen der mikrobiellen Biotechnologie
- Zellkulturtechnik
- Infektionskrankheiten
- Neurobiologie und Neurowissenschaften
Gemeinsame Forschungsprojekte sind bis 31. Oktober 2008 einzureichen.
Weitere Informationen:
PD Dr. sc. Lothar Mennicken
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Internationales Büro (IB) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)c/o Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Heinrich-Konen-Straße 1
D-53227 Bonn
Tel. +49 (0)228 3821-407
Fax +49 (0)228 3821-444
E-Mail: lothar.mennicken@dlr.de
http://www.internationales-buero.de
http://www.internationale-kooperation.de
NGFN-2/Ascenion
Um Ergebnisse aus dem nationalen Genomforschungsnetz NGFN-2 und aus verschiedenen Life Science-Forschungseinrichtungen der Helmholtz- und Leibnizgemeinschaft für BIO Deutschland-Mitglieder besser zugänglich zu machen, arbeiten Ascenion und BIO Deutschland eng zusammen.
Details zu Technologieangeboten der Ascenion finden Sie unter: http://www.genome-marketplace.de
Bei Interesse an diesen Angeboten, kontaktieren Sie bitte die Ascenion GmbH (Esther Lange, Tel.: 089-318814-22) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland. Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.ascenion.de
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ
Das DKFZ erforscht systematisch die Mechanismen der Krebsentstehung und erfasst Risikofaktoren für Krebserkrankungen. Mehr als 60 wissenschaftliche Abteilungen und Gruppen arbeiten in sieben Forschungsschwerpunkten (siehe http://www.dkfz.de/de/forschung/schwerpunkte/index.html)
Derzeit unterhält das DKFZ ein Portfolio von 224 Patentfamilien, die zum Beispiel neue Therapeutika, Diagnostika, Targets, Geräte sowie nicht patentierte Werkzeuge für die Forschung umfassen.
Auf der Homepage finden Sie eine Übersicht über unsere verfügbaren Technologien: http://www.dkfz.de/en/techtrans/download/Technologylist/TT-Offers.pdf sowie eine Liste mit Antikörpern http://www.dkfz.de/en/techtrans/download/Materials/Antibodylist.pdf
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Stabsstelle Technologietransfer des DKFZ (Dr. Ruth Herzog, Tel. 06221 42-2955).
IPAL GmbH
Die ipal GmbH ist die Patentverwertungsgesellschaft der Berliner Hochschulen. Auf Basis von Kooperationsverträgen ist sie im Bereich Life Sciences auch für ihre weiteren Partner, die Charité-Universitätsmedizin Berlin, das Robert Koch-Institut, das Deutsche Herzzentrum sowie für das Paul Ehrlich-Institut, exklusiv im IP-Asset-Management tätig.
Aktuell betreut die ipal mehr als 200 Patentfamilien. Erfindungen und Technologieangebote aus roter, grüner und weißer Biotechnologie sowie aus weiteren Bereichen wie Medizintechnik, Diagnostika oder diagnostische Verfahren finden Sie auf der ipal-Homepage unter: http://www.ipal.de/de/technologieangebote/
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die ipal GmbH (Sabrina Gohlisch, Tel.: 030 / 2125 4830) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
Max-Planck-Innovation GmbH
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) gründete die Max-Planck-Innovation als Technologietransfer-Agentur mit Sitz in München für alle Max-Planck-Institute, die über ganz Deutschland verteilt sind. Zurzeit werden der MP-Innovation zwischen 120 und 140 Erfindungen pro Jahr gemeldet, von denen zwischen 80 und 100 zu einer Patentanmeldung führen.
Auf der Homepage können Informationen zu neuen Entwicklungen, Erfindungen und Technologien in den Bereichen "Therapeutika & Diagnostika", "Biotechnologie", "Pflanzen" sowie "Analytik", für welche Max-Planck-Innovation derzeit noch auf der Suche nach Industriepartnern ist, gefunden werden: http://www.max-planck-innovation.de
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, kontaktieren Sie bitte die Max-Planck-Innovation GmbH (Dr. Dieter Link, Tel.: 089-29091-928) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
PROvendis GmbH
Als Patentvermarktungsagentur nordrhein-westfälischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen vermarktet PROvendis schutzrechtlich abgesicherte Spitzentechnologie an die Wirtschaft. Ziel ist, das Innovationspotenzial der Hochschulen und Forschungseinrichtungen wirtschaftlich auszuschöpfen durch den Transfer des Wissens in Unternehmen. Die PROvendis GmbH bildet ein wichtiges Bindeglied zwischen Hochschulen und Wirtschaft, bringt beide Seiten professionell zusammen und fördert dabei Kooperationen.
Hier spezielle für BIO Deutschland-Mitglieder fünf Technologie-Angebote:
• Compo-Q: New small molecules for the treatment of prion and neurodegenerative diseases
• BT-50: Main target antigen for atypical pANCA for use in diagnostic tests
• Valvo-Cell: Long-term cultivation of living cells for high throughput screening
• DRPevader: Predictive diagnostic and personalized treatment in diabetes care
Das Life Sciences-Team von PROvendis besteht aus Mitarbeitern mit ausgewiesener Fach- und Branchenexpertise aus den Naturwissenschaften und dem pharmazeutisch-medizinischen Bereich. Unternehmen der Pharmaindustrie, Biotechnologie oder Medizintechnik bietet PROvendis exklusiven Zugriff zu schutzrechtlich gesicherten Innovationen und Toptechnologien. Eine Übersicht der Technologien finden Sie unter: http://www.provendis.info/index.php?id=553&L=0
Bei Interesse an diesen Angeboten kontaktieren Sie bitte die PROvendis GmbH (Dr. Jürgen Walkenhorst, Tel.: 0208/94105-25) oder die Geschäftsstelle der BIO Deutschland.
Arbeitsgruppentreffen:
Mitgliederversammlung am 06.10.08 in Hannover
BioPolitik-Konferenz am 07.10.08 in Hannover (Teilnahmegebühr für BIO Deutschland-Mitglieder EUR 67,50 zzgl. MWSt. anstatt EUR 140,00 zzgl. MWSt.)
10. CEO+CFO-Meeting in Berlin
Benefizveranstaltung der BIO Deutschland zugunsten der ACHSE
Treffen mit Bundestagsabgeordneten zu den Themen Gendiagnostik-Gesetz und Wettbewerb
4. Neue Arbeitsgruppe zum Thema "Diagnostik"
Stellungsnahme zum Entwurf der EU-Richtlinie zur wissenschaftlichen Verwendung von Tieren
BIO Deutschland mit Mitgliedsunternehmen auf der Bio-Europe
BIO Deutschland auf dem sächsischen CDU-Forum Gesundheitspolitik
Sitzung der Arbeitsgruppe "Deutsch-US-Amerikanische Zusammenarbeit"
Treffen der Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten"
Stellungnahme der BIO Deutschland zum Thema Nachwachsende Rohstoffe
BIO Deutschland beim Treffen des Gesundheitsforschungsrates
Herbsttagung des Pharma-Lizenz Clubs
Neue Mitglieder in den vergangenen Wochen
Berichte aus den BioRegionen: 1. BioM-Technica
International: Portal der Europäische Kommission für Förderung/Kooperation/
Spitzencluster
Aktuelle Technologietransfer-Angebote für BIO Deutschland-Mitglieder
Vergünstigungen für BIO Deutschland-Mitglieder und wichtige Termine
Die Geschäftsstelle wünscht allen frohe Festtage und ein erfolgreiches 2009
Der Natur abgeschaut: Kleben zum Überleben
Diagnostica-Industrie trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich
MHH-Forscher entdecken neues Krankheitsbild
trans-o-flex hat mit aktiv temperaturgeführten Transporten in Benelux begonnen
Wochenrückblick: Neues aus der Biotech-Branche
Millionenschwere Professuren locken Spitzenforscher nach Deutschland