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Gesundheitspolitik

Aufgaben

Unterstützung und Beratung in der Umsetzung von EU-Recht und nationalem Recht, Interaktion mit Bund und Ländern über Steuerfragen bezüglich der Biotech-Forschung, Patente und Schutzrechte, u.a.

Mitglieder

Leiter:
Dr. Michael Pehl, Celgene GmbH

Experten aus den Mitgliedsunternehmen:
Dr. Michael Pehl, Celgene GmbH
Dr. Martin Pöhlchen, MAPO GmbH
Dr. Engelbert Precht, MediGenomix GmbH
Prof. Dr. Olaf Wilhelm, Wilex AG

Stellungnahme gegen die gezielte Behinderung des Einsatzes von gentechnisch entwickelten Arzneimitteln

Das so genannte "GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz" der Großen Koalition enthält eine Vielzahl von innovationsfeindlichen Regelungen, die die Entwicklung der deutschen Biotechnologie-Branche weiter behindern werden. Dies steht in deutlichem Gegensatz zu der erst kürzlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung dargelegten "Hightech-Strategie für Deutschland". So sollen für gentechnisch entwickelte und biotechnologisch hergestellte Arzneimittel weitere Hürden aufgebaut werden, die deren ärztliche Verordnung gezielt einschränken sollen.

Die BIO Deutschland spricht sich gegen zusätzliche und spezifische Restriktionen bei der Verschreibung von hochinnovativen Arzneimitteln aus. Gentechnisch entwickelte Arzneimittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie wesentlich gezielter in den Krankheitsverlauf eingreifen können und zumeist körpereigenen Molekülen ähnlich oder mit diesen sogar identisch sind. Dadurch sind gerade gentechnisch entwickelte Arzneimittel in der Regel mit weitaus weniger Nebenwirkungen behaftet als konventionelle Arzneimittel.

Die BIO Deutschland spricht sich für eine Förderung hochinnovativer Arzneimittel aus, da damit die Therapierbarkeit einer Vielzahl schwerster Erkrankungen verbessert werden kann, was schließlich zu besseren Heilungsraten und einer kürzeren Krankheitsdauer führt, wodurch Kosten eingespart werden können. Der vorliegende Gesetzesentwurf würde jedoch genau das Gegenteil bewirken und mittelfristig zu höheren Kosten (und weiteren nicht bis zum Ende durchdachten) Gesundheitsreformen führen.

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Positionspapier zum Gendiagnostikgesetz-Entwurf sowie zur Umsetzung des Gendiagnostikgesetzes

Arbeitsgruppe "Regulatorische Angelegenheiten und Gesundheitspolitik"

In der BIO Deutschland sind u.a. Firmen organisiert, die Dienstleistungen und Produkte für die angewandte Genetik beim Menschen anbieten. Hierzu gehören forensische DNA-Analysen, Vaterschaftstests und Analysen von molekularen Biomarkern, z.B. genetische Polymorphismen (SNPs) für Anwendungen in der Pharmakogenetik und präventiven Medizin (individualisierte Medizin). Im Positionspapier sollen grundsätzliche Werte und Ziele dieser Firmen dargestellt sowie Stellung zum GenDG aus Sicht der DNA-Analytik bezogen werden.

Dabei handelt es sich um die folgenden Anwendungsbereiche:

  • Genetische Analysen für die prognostische und prädiktive Medizin
  • Genetische Analysen in der Forensik
  • Genetische Analysen zur Klärung der Abstammung

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Verzerrte Gesundheitskostendiskussion schadet dem Biotech- und Pharmastandort Deutschland

Wenn es um potenzielle Einsparungen im Gesundheitswesen geht, werden von der Politik ebenso wie von der breiteren Öffentlichkeit in aller Regel zuerst die Arzneimittel als lohnendes Ziel genannt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die pharmazeutische Industrie – und damit auch die Biotechnologieunternehmen – von den letzten Gesundheitsreformen wieder in besonderem Maße getroffen wurden, auch wenn sich dies in der öffentlichen Wahrnehmung anders darstellt. So verzeichneten 2004 die zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verschriebenen Arzneimittel nach Berücksichtigung des Herstellerrabatts einen Umsatzrückgang von 12% mit noch drastischeren Auswirkungen auf die Gewinnsituation. Durch die Rückführung des Herstellerabgaberabatts von 16% auf 6% konnte sich der Arzneimittelmarkt in 2005 zwar wieder erholen (mit entsprechender negativer Resonanz in den Medien), jedoch hatte dies sofort das Arzneimittelverordnungswirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) zur Folge, das mit einem erneuten Preismoratorium und insbesondere der Bonus-Malus-Regelung die pharmazeutische Industrie und damit auch die Biotech-Branche weiter schwächen und dem Wirtschaftsstandort Deutschland und - nicht zu vergessen - den Patienten schaden wird.

Im Positionspapier werden unter Berücksichtigung der tatsächlichen Belastung der Krankenkassenbudgets durch die Arzneimittelkosten Lösungsvorschläge für eine innovationsfreundlichere Politik dargestellt.

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Aktuelle Nachrichten

BIO Deutschland gratuliert Holger Zinke zum Umweltpreis 2008

Benefiz-Gala im Anschluss an das CEO/CFO-Meeting Anfang Dezember in Berlin

5. Ordentliche Mitgliederversammlung der BIO Deutschland

Ergebnisse der BioPolitik-Konferenz

Erfolgreiche Biotechnica 2008

Arbeitsgruppen-Treffen in den vergangenen Wochen: "Gesundheitspolitik", "HR", "Wettbewerb & Ordnungspolitik" sowie "Finanzen & Steuern"

BIO Deutschland-Vorstandssitzung am 7. Oktober in Hannover

Der Vorstand der BIO Deutschland gratuliert Harald zur Hausen

Miltenyi Biotec wird neues Fördermitglied und zwei neue Mitglieder: HS Life Sciences und High Tech Corporate Services

Anmeldung zur Biotech China in Shanghai läuft

Berichte aus den Bioregionen: Gemeinsame Sitzung mit ADT Parks in Hannover

Schwarzes Brett: Kontingent kostenfreier Karten für Eigenkapitalforum in Frankfurt

International: kostenfreier Workshop „Health Technology Assesment“ in Brüssel

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