Diagnostik für den Neustart
Module aus der Industrie für die Industrie

Die Bekanntheit des Infektions- und Immunstatus Einzelner oder bestimmter Gruppen ist die Voraussetzung für eine verlässliche Risikoeinschätzung. Der Diagnostik der Sars/CoV 2-Infektion sowie der Ermittlung des Immunstatus nach einer möglichen COVID 19-Erkrankung kommen somit nicht nur beim weiteren Eindämmen der Pandemie, sondern auch beim Neustart von Wirtschaft, Kultur, Bildung und gesellschaftlichem Leben eine zentrale Rolle zu. Gleichzeitig bietet eine solche Diagnostik Möglichkeiten betriebliche Abläufe sicher zu stellen. Damit einher geht auch eine gewisse Planungssicherheit für Arbeitgeber. Durch ein regelmäßiges Testen erhalten Unternehmen Daten und Erkenntnisse. Dieses Wissen hilft, mögliche Gefährdungen für den betrieblichen Ablauf abzuschätzen bzw. frühzeitig zu erkennen.

Die Biotechnologie-, Life Science Research- und Diagnostika-Industrie in Deutschland haben durch die Erforschung, Entwicklung von Tests und die stetige Steigerung der Testkapazitäten die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Pandemie eingedämmt und der Neustart vorbereitet werden kann. Zudem kann sie auch mittelfristig einen wesentlichen Beitrag zu den neuen Routinen im „new normal“ nach der Pandemie leisten.

Die Branche will standardisierte Möglichkeiten von Reihentests für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln. Diese sollen in Abstimmung mit den Betriebsräten sowie lokalen Einrichtungen und Behörden von Arbeitgebern und Gemeinden bei Bedarf „gebucht“ werden können. Dabei sollen verschiedene Module entwickelt werden, die Produkte, Infrastruktur und Serviceanbieter für verschiedene Bedarfe der Unternehmen und Ballungsräume maßgeschneidert zusammenbringen. Unterschiedliche Module sollen ermöglichen, dass Arbeitgeber, Gemeinden oder Industrieparks passende Lösungen für ihre Situation erhalten.

Insbesondere in der Erkältungssaison ist es sinnvoll, der Belegschaft regelmäßige Coronatests zu ermöglichen: Die Corona-Akutdiagnostik verschafft Klarheit darüber, ob unspezifische Symptome wie Husten, Fieber und Halsweh auf COVID-19 oder eine andere Erkrankung zurückzuführen sind. Dieses Wissen hilft Ihnen, Infektionen im Team zu vermeiden. Ergänzend ermöglicht eine Analyse auf Antikörper bei asymptomatischen Personen oder zwei bis drei Wochen nach Abklingen

Kooperation mit einem regionalen Partner für das betriebliche Testen
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Modul 1

Für Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden Tests auf akute Corona-Infektionen zugänglich machen möchten, bieten verschiedene Testanbieter (Diagnostikunternehmen) einen mobilen Testservice an. Dabei kommt medizinisches Fachpersonal des Diagnostikunternehmens in das Unternehmen und führt die Abstriche schnell und professionell vor Ort durch. In der Regel liegen die Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden vor und können von den getesteten Personen online eingesehen werden. Dieser Service steht auch größeren Gruppen zur Verfügung.

Eine weitere Alternative der Kooperation ist, dass die Mitarbeitenden sich vor Ort, also direkt beim Diagnostikunternehmen testen lassen. Das ist natürlich nur umsetzbar, wenn ein Kooperationspartner in der Nähe des Unternehmens ist.

Auch kann eine Kooperation mit einer ortsansässigen labormedizinischen Praxis angestrebt werden. Die Proben werden im Unternehmen z. B. durch den Betriebsarzt gesammelt und gebündelt der Praxis zur Testung überbracht. Positiv getestete Mitarbeitende werden entweder durch den Betriebsarzt oder einer vergleichbaren Fachkraft (siehe auch Modul 2) beraten.

Es besteht weiterhin die Option, mittels dezentralisierter Probenabnahme über lokale Abgabe-Partner einen schnellen Zugang zu einer Probenabnahme und damit zeitnahen Ergebnissen zu erhalten.

Schneller Zugang zu einem externen Betriebsarzt

Modul 2

Der Betriebsarzt hat laut Arbeitssicherheitsgesetz die Aufgabe, „den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen des Gesundheitsschutzes zu unterstützen“. Diese Tätigkeiten kann ein niedergelassener Arbeitsmediziner oder ein überbetrieblicher arbeitsmedizinischer Dienst erfüllen.

Bei der Überprüfung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung auch im Rahmen der Corona-Gefährdungsbeurteilung in Unternehmen und bei der Ableitung betriebsspezifischer Infektionsschutzmaßnahmen soll der Arbeitgeber die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Betriebsarzt einbeziehen.

Für den Fall, dass im Unternehmen kein Betriebsarzt vorhanden ist, bietet beispielsweise MEDITÜV für diese Aufgaben deutschlandweit erfahrene, fachlich versierte Medizinerinnen und Mediziner. Sie übernehmen, aufgabenbezogen speziell auf die jeweilige Rechtslage des Betriebs abgestimmt, auch die Beratung und Betreuung bei der Corona-Testung.

Testzentren vor Ort
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Modul 3

Für größere Testreihen bzw. langfristige Vor-Ort-Testungen können mobile Testlabore dienen, die vor Ort aufgebaut werden. Auf diese Weise ließen sich auch zusätzliche Testkapazitäten für Krankenhäuser, Labore und öffentliche Teststationen schaffen. Das kann als Pop-Up-Lösung (z.B. in Zelten oder Containern) ebenso funktionieren, wie in einem mobilen Truck, in dem ein voll ausgestattetes Testlabor steckt. Wichtig ist dabei, dass vor Ort die Möglichkeit besteht, solch eine Lösung aufzubauen. Bei mobilen Testlaboren müssen nach dem Aufbau nur noch die Geräte nivelliert und das Labor für den Betrieb eingerichtet werden, bevor das Testen beginnen kann. Neben mobilen Laboren ist auch die Einrichtung eines Labors in bereitgestellten Räumen ist denkbar. Bei dieser Lösung wird durch den Partner das Equipment gestellt und vor Ort eingerichtet.

Da Transport, Aufbau sowie Einrichtung vor Ort einigen Aufwand mit sich bringen, sind Testzentren vor Ort nur für größere Testreihen sinnvoll. Daneben lohnt sich die Einrichtung eines Testzentrums vor Ort beispielsweise, wenn regelmäßig getestet werden soll und die Ergebnisse zeitnah vorliegen müssen. Hier bringt die Nähe zum Labor vor Ort neben einem zeitlichen Vorteil auch praktischen Nutzen durch die kurzen Wege.

Testung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2
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Modul 4

Das Ergebnis einer Virustestung gibt keine Auskunft über Infektionen, die vielleicht schon länger zurückliegen. Soll sichergestellt werden, ob bestimmte Symptome nicht doch auf COVID-19 zurückzuführen sind und ob schon Antikörper gegen das Virus gebildet wurden, so dass gute Chancen bestehen, bereits geschützt zu sein, kann ein Test auf Antikörper hilfreich sein.

Das Modul 4 bietet im Sinne von Modul 1 die regionale Testung von Mitarbeitern eines Unternehmens, Vereins oder einer anderen Interessengruppe (Chor, Orchester) auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen den Virus an. Die Blutabnahme erfolgt vor Ort mit Unterstützung von Fachpersonal, wobei nur wenige Tropfen Blut aus der Fingerspitze ausreichend sind. Die Proben werden in einem Labor mit standardisierten und validierten Methoden zum Nachweis der Antikörper ausgewertet. Das Ergebnis kann unter Wahrung des Datenschutzes der Testperson innerhalb weniger Tage zugänglich gemacht werden.