Auftaktveranstaltung für die Entwicklung einer Pharma- und Medizintechnikstrategie
Foto: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktveranstaltung des Pharma- und Medizintechnikdialogs – die BIO Deutschland-Mitglieder BioNTech, BioSpring, ITM Radioisotope, die Förderer der Biotechnologie Bayer und Roche sowie die Verbandsgeschäftsführerin waren eingeladen.
Am 12. November fand im Bundeskanzleramt unter Leitung des Chefs des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Thorsten Frei, die Auftaktveranstaltung für die Entwicklung einer Pharma- und Medizintechnikstrategie statt. Die Bundesregierung startet damit einen umfangreichen Pharma- und Medizintechnikdialog mit Unternehmen, Verbänden, der Selbstverwaltung, Sozialpartnern, der Forschung und weiteren Akteuren. Für BIO Deutschland nahmen Vorstandsmitglieder Sylvia Wojczewski und Geschäftsführerin Viola Bronsema an der Veranstaltung teil.
Ziel des Dialogs ist, bis zum nächsten Jahr konkrete umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Pharmaindustrie und Medizintechnikbranche zu erarbeiten.
Bundesminister Thorsten Frei erklärte dazu: „Wir wollen den Pharma- und Medizinstandort Deutschland stärken. Die Pharmaindustrie und die Medizintechnikbranche sind nicht nur wichtig für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in Deutschland, sondern leisten damit auch einen erheblichen Beitrag zur Wertschöpfung und Innovationskraft unserer Volkswirtschaft. Ziel der Bundesregierung ist es, die Pharmaindustrie zusammen mit der Medizintechnikbranche als Leitwirtschaft zu stärken. Mit dem heutigen Auftakt haben wir dafür den Grundstein gelegt.“
An der Auftaktveranstaltung haben Unternehmen und Verbände aus der Pharmaindustrie, der Medizintechnikbranche und BIO Deutschland sowie der Wissenschaft und seitens der Bundesregierung die zuständigen Fachministerinnen und Fachminister bzw. deren Vertreterinnen und Vertreter (BMF, BMWE, BMFTR, BMG) teilgenommen. Es sind folgende Arbeitsgruppen für die Erarbeitung der Strategie, die in einem Jahr fertig werden soll, vorgesehen:
- AG 1: Versorgung mit patentfreien Arzneimitteln; übergreifende Standortfragen, Finanzierung, Versorgungssicherheit und Lieferketten
- AG 2: Digitalisierung, Forschung mit Gesundheitsdaten, klinische Forschung, KI
- AG 3: Nutzenbewertung und EU-HTA
- AG 4: Preisbildung und Erstattung neuer Arzneimittel
- AG 5: Biotechnologie und klinische Prüfung
- AG 6: Medizintechnik und Medizinprodukt
Ziele der gemeinsamen Arbeit von Unternehmen, Verbänden und Regierungsressorts sind:
- Gemeinsame Analyse der Ist-Situation (Rahmenbedingungen, Marktanalyse)
- Identifikation von Handlungsbedarf und konkreten Handlungsempfehlungen
- Festlegung von klaren Zuständigkeiten für die Umsetzung