BIO Deutschland beim Auftakt der Dialogplattform Industrielle Bioökonomie

Pressemitteilung
Biotechnologiebranche fordert Fokussierung auf innovative Technologien

Der erste Workshop der Dialogplattform Industrielle Bioökonomie mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fand am 11. Oktober in Berlin statt. BIO Deutschland ist als Branchenverband der Biotechnologie aktiv eingebunden. Die Plattform soll den Dialog zwischen der Industrie und den gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren über die Anforderungen an eine veränderte Rohstoffbasis initiieren. Der Branchenverband betonte im Vorfeld des Auftaktworkshops, wie wichtig besonders technologische Innovationen aus kleinen und mittleren Unternehmen für die Wertschöpfungskette der industriellen Bioökonomie sind. 

Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender von BIO Deutschland und Teilnehmer des Workshops sagte: „Ich begrüße sehr, dass nach der Ankündigung der Dialogplattform Industrielle Bioökonomie durch Peter Altmaier auf den Deutschen Biotechnologietagen im April dieses Jahres, nun die Arbeit aufgenommen wird. Es ist zentral, dass wir für die Etablierung der Bioökonomie in Deutschland vorausschauend planen und jetzt notwendige Handlungsspielräume für die Gesellschaft und für die Industrie schaffen. Dafür müssen wir gemeinsam zügig aktiv werden. Wir erwarten nun vom Bundeswirtschaftsminister, den Worten auch schnell Taten folgen zu lassen und den wirtschaftspolitischen Rahmen so zu gestalten, dass innovative Technologien sich durchsetzen können. Dafür ist es auch erforderlich, endlich Anreize zu setzen, um privates Kapital für die Innovationsfinanzierung zu gewinnen.“ 

„Aufgrund unserer exzellenten Forschung haben wir in Deutschland einen Technologie-Push aus innovativen kleinen und mittleren Unternehmen für die biobasierte Industrie, aber der Market-Pull fehlt“, ergänzte Viola Bronsema, Geschäftsführerin von BIO Deutschland. „Die Entwicklung neuer Produkte ist teuer, der Markt ist oft mit günstigeren, nicht oder wenig nachhaltigen Produkten gesättigt und somit der Markteintritt erschwert. Hier sollte mit geeigneten und verlässlichen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gegengesteuert werden, z. B. durch die Einberechnung externer Kosten beim Vergleich von traditionellen mit innovativen Verfahren. Der Arbeitsmarkt kann außerdem von der Biologisierung der Industrie profitieren, da viele hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden können“, führte Bronsema weiter aus.

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