Der Pharmadialog der Bundesregierung – 2. Dialogsitzung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 2. Dialogsitzung des Pharmadialogs, Vertreter der BIO Deutschland: 7. v. l. Peter Heinrich, 4. v. r. Viola Bronsema © BMG
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 2. Dialogsitzung des Pharmadialogs, Vertreter der BIO Deutschland: 7. v. l. Peter Heinrich, 4. v. r. Viola Bronsema © BMG

Am 20. Mai 2019 tagte die zweite hochrangige Runde im Pharma-Dialog der Bundesregierung der laufenden Legislaturperiode. Die Sitzung stand unter der Überschrift „Versorgungsqualität und Versorgungssicherheit.

Für die beteiligten Ressorts wurde die Sitzung von der parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiss (BMG), Staatssekretär Christan Luft (BMBF) und Abteilungsleiter Winfried Horstmann (BMWi) geleitet. Für BIO Deutschland waren der Vorstandsvorsitzende Peter Heinrich und die Geschäftsführerin Viola Bronsema in der Dialogrunde vertreten.

Nach einem Bericht zur Arbeit des Expertenteams Gen- und Zelltherapien, das BIO Deutschland mit angestoßen hatte, diskutierten die Dialogteilnehmer die Themen Forschung, Studien, Produktion und Zugang. BIO Deutschland wies unter anderem auf Verbesserungen bei Genehmigungen für den GMP-Prozess und die unklare stark verzögerte Erstattungssituation in der stationären Versorgung hin.

Unter der Überschrift „Von der Forschung bis zur Versorgung mit neuartigen Arzneimitteln“ betrachteten und diskutierten die Teilnehmer die gesamte Kette, von der Forschung, über die Entwicklung, den Transfer und die Versorgung von neuen Gen- und Zelltherapien, aber auch darüber hinaus. Deutschland sei stark in der Forschung. Sobald es aber in die Entwicklung und in die kostenaufwändige klinische Forschung gehe, scheitert man in Deutschland regelmäßig am hohen Finanzbedarf.

Unter der Überschrift „Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige und sichere Arzneimittelversorgung“ besprachen die Anwesenden die Frage, ob und wie erreicht werden kann, dass die Diversität der Wirkstoffherstellung erhalten und verbessert werden kann. Zugleich wurde angemahnt, bei der Regulierung von Biologika nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

Der abschließende Tagesordnungspunkt stand unter der Überschrift „Chancen zum Erhalt und Aufbau von Wirkstoffproduktion in Europa“. Themen waren hier die Rahmenbedingung für den Aufbau und den Erhalt der (Bio-)Pharmaproduktion am Standort Deutschland. Voraussetzung für einen guten Investitionsstandort ist dabei ein ganzes Bündel von Bedingungen, von der Ausstattung mit Fachkräften, über steuerliche Rahmenbedingungen, eine gute Infrastruktur, Nähe zum Maschinenbau, Forschungsförderung bis zu guter Verwaltungspraxis. Es kamen auch Probleme mit der unterschiedlichen Verwaltungspraxis im Föderalismus zur Sprache.

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