Staatssekretärin Connemann zu Besuch bei Mitglied Innocent Meat
„Die Gründerinnen und Gründer sind der Mittelstand von morgen“, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Gitta Connemann, beim Besuch bei BIO Deutschland-Mitglied Innocent Meat. Sie sei begeistert vor Ort zu erleben, „wie Innovationen geboren würden“ und „neue Kosmen“ entstünden. Connemann überreichte in Rostock einen Scheck aus dem Förderprogramm Industrielle Bioökonomie in Höhe von EUR 696.785,75. CEO von Innocent Meat, Laura Gertenbach, betonte, wie wesentlich neben Eigenkapital auch die öffentliche Förderung für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sei. Im nächsten Schritt wolle das Unternehmen nun die Skalierung am Standort vorantreiben. Derzeit erprobe das Team den Hochlauf in der Schweiz. Innocent Meat will die Fleischproduktion resilienter für Lieferkettenstörungen und Qualitätsschwankungen machen. Wursthersteller sollen mit dem Instrumentarium des Start-ups Muskel- und Fettzellen unter optimalen Bedingungen voneinander getrennt aufwachsen lassen können. Sie können dann insbesondere bei der Wurstproduktion je nach Rezeptur im gewünschten Verhältnis bei gleichbleibender Qualität zum Einsatz kommen.
Patrick Inomoto, Chief Technology Officer, hat mit dem entwickelten Verfahren gezeigt, wie lohnend neben der eigenen Geschäftsidee auch die Spill-over-Effekte aus der Biotechnologie-Industrie sind: Um die Produktionskosten niedrig zu halten, hat er fötales Kälberserum und Gelatine tierischen Ursprungs aus pflanzlichen Quellen ersetzt und „nebenbei“ einen Beitrag zu Tierwohl und Klimaschutz geleistet.